RB Leipzig - "Werden attraktiv für die Bundesliga sein"

Die Leipziger Spieler Marcel Halstenberg (v.l.n.r.), Marcel Sabitzer und Emil Forsberg jubeln

Zweitligist startet Vorbereitung auf die Rückrunde

RB Leipzig - "Werden attraktiv für die Bundesliga sein"

Als Tabellenführer geht RB Leipzig in die Rückserie der 2. Bundesliga. Die Sachsen sind damit auch heißester Kandidat für den Aufstieg. Nach 22 Jahren könnte Leipzig damit in die höchste deutsche Fußballliga zurückkehren. Doch das soll nur ein Zwischenschritt sein.

Mittelfristig plant Leipzig den Angriff auf Europa, und dann nach Möglichkeit auch Spitzenduelle auf Augenhöhe. "Jetzt zu sagen, dass wir den Bayern Paroli bieten wollen, wäre absoluter Schwachsinn. Aber dass wir grundsätzlich den Anspruch und den Ehrgeiz haben, uns mit allen messen zu wollen, ist klar. Den sollte eigentlich jeder haben", sagte Vorstandschef Oliver Mintzlaff der Tageszeitung Die Welt.

Bedingungen bereits auf hohem Nievau

Sollte dem auf Initiative des österreichischen Getränkeherstellers Red Bull gegründeten Klub sieben Jahre nach dem Einstieg in der fünften Liga der Sprung in die Bundesliga gelingen, ist Deutschland um ein sportliches Schwergewicht reicher. Geld ist vorhanden, das Umfeld mit dem Trainingszentrum und der ausgezeichneten Nachwuchsarbeit genügt schon jetzt hohen internationalen Ansprüchen.

Außerdem ist das Faninteresse in Leipzig und Umgebung enorm. Seit dem Abstieg des VfB Leipzig 1994 hat die Region keinen Bundesliga-Fußball mehr gesehen.


Rangnick will Trainerjob abgeben

In der Bundesliga dürfte der Lizenzspieler-Etat von derzeit rund 16 Millionen nahezu verdoppelt werden. Und auch auf dem Transfermarkt agieren die Leipziger eher nicht zurückhaltend, obwohl bereits fertige Stars im Kader stehen. Die Bühne Bundesliga dürfte dann auch einen namhaften Trainer in die Messestadt locken. Denn Ralf Rangnick will nach erfolgreichem Aufstieg zurück auf den Posten des Sportdirektors.

Gesucht wird derzeit auch ein "Sales Director", der neue Sponsoren an den Verein binden soll. Finanziell hätte das der Verein zwar nicht nötig, doch will Leipzig international spielen, muss die Vereinsstruktur weiter reformiert werden. Momentan würde der Umfang des Red-Bull-Sponsorings (rund zwei Drittel des Gesamtetats) wohl gegen das Financial Fairplay der UEFA verstoßen.

"Wir werden attraktiv sein"

Schon die Zweitligalizenz hatte der Verein nur bekommen, nachdem er beim Logo sowie bei der Mitglieder- und Führungsstruktur nachgebessert hatte.

Für viele Fans bleibt RasenBallsport Leipzig aber ein Retortenklub, das Synonym für die ausufernde Kommerzialisierung im Profifußball. Beim letzten Hinrundenspiel bei Greuther Fürth waren Rangnick und Assistent Achim Beierlorzer mit einem vollen Bierbecher beworfen worden. Rangnick glaubt jedoch, dass sich die Aufregung schon bald legen werde. "Wir werden attraktiv für die Liga sein", sagte Rangnick: "Wir werden zahlreiche Auswärtsfans stellen, zu Hause fast immer ausverkauft sein. Und mit unserer Spielweise haben wir ein echtes Markenzeichen."

sid | Stand: 07.01.2016, 11:08

2. Bundesliga | Tabelle

Rang Team S P
1. Hannover 96 3 7
2. E. Braunschweig 2 6
3. VfB Stuttgart 3 6
4. Greuther Fürth 3 6
5. VfL Bochum 3 5
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16. SV Sandhausen 3 1
17. 1. FC K'lautern 2 1
18. FC St. Pauli 2 0
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