Weiterer Dämpfer für Cottbus

St. Paulis Markus Thorandt (l.) im Kopfballduell mit dem Cottbusser Marco Stiepermann

St. Pauli glänzt nur mit neuer Tribüne

Weiterer Dämpfer für Cottbus

Energie Cottbus hat sich im Kampf um den Relegationsplatz in der Zweiten Liga mit einem Punkt begnügen müssen.

Die Mannschaft von Trainer Rudi Bommer kam am 20. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga beim FC St. Pauli vor einer Rekordkulisse nicht über ein 0:0 hinaus und ist nun seit fünf Spielen ohne Sieg. Zuletzt gewannen die Lausitzer am 24. November gegen Spitzenreiter Eintracht Braunschweig (3:1). Die Chance zum Drei-Punkte-Gewinn wurde den Gästen verwährt, weil Schiedsrichter Jochen Drees Energie trotz eines klaren Fouls von Markus Thorant an Neuzugang John Jairo Mosquera zehn Minuten vor Spielende einen Elfmeter verweigerte.

Intensiv geführte Partie

Energie-Sportdirektor Christian Beeck musste wegen Meckerns auf die Tribüne. Auch Energie-Trainer Rudi Bommer war stocksauer, obwohl die Punkteteilung - gemessen an den Spielanteilen - wohl gerecht war. "Das war ein klarer Elfer. Manchmal weiß ich nicht, was in den Köpfen der Schiedsrichter zugeht. Trotzdem können wir mit dem Punkt leben und fahren zufrieden nach Hause", meinte Bommer.

Durch Unentschieden verlor der Traditionsklub einen Platz und ist jetzt nur noch Fünfter mit zwei Punkten Rückstand auf Rang drei. Die Kiezkicker von Trainer Michael Frontzeck dümpeln weiter auf Rang 13 im Niemandsland der Tabelle herum. "Vom Einsatz her war das von meiner Mannschaft in Ordnung, aber spielerisch müssen wir uns steigern", sagte Frontzeck.

26.578 Zuschauer im Millerntor-Stadion sahen bei der Einweihung der zwölf Millionen Euro teuren Gegengerade, die 13.000 Fans Platz bietet, eine intensiv geführte Partie, der aber lange die ganz großen spielerischen Höhepunkte fehlten. Beide Defensiv-Reihen standen zunächst sicher und ließen nur eine echte Tormöglichkeit im ersten Durchgang zu.

Gute Torhüter

Auch nach dem Seitenwechsel behielt die Partie ihr mäßiges Niveau. Cottbus erkämpfte sich zwar ein leichtes Übergewicht, blieb aber über weite Strecken zu harmlos. Ein Kopfball-Tor von Ivica Banovic (53.) fand wegen Abseits keine Anerkennung. Beide Mannschaften mühten sich in der Folge, den Angriffsversuchen fehlte aber hüben wie drüben die Konsequenz. Viele Fouls und zahlreiche Abspielfehler verhinderten ein gepflegtes Kombinationsspiel auf beiden Seiten. Am Ende bewahrte Tschauner mit guten Paraden die Hausherren vor einem Fehlstart. Aber auch Cottbus-Keeper Thorsten Kirschbaum war einige Male zur Stelle. In der Endphase warfen die Hamburger angefeuert von ihren Fans alles nach vorne.

Trotz der Rekordkulisse in Hamburg war das Stadion nicht ausverkauft, weil 1.200 Tickets aus Cottbus zurückgegeben wurden und nicht mehr verkauft werden durften. Vor dem Ausbau des Stadions lag die Zuschauer-Bestmarke bei 24.487 Fans. Bei Cottbus überzeugten Kirschbaum und Marco Stiepermann, St. Pauli hatte in Sebastian Schachten und Akaki Gogia seine Besten.

sid/dpa | Stand: 03.02.2013, 15:21