Zweite Liga im Check

Bielefelds Trainer Norbert Meier

Arminia Bielefeld - Mit neuer Offensive zum Klassenverbleib

Zweite Liga im Check

Von Chaled Nahar

Arminia Bielefeld hat nach dem Aufstieg stabile Leistungen gezeigt. Die Schwächen lagen in der Offensive - und darauf hat Arminia reagiert.

Arminia Bielefeld hat vor der Winterpause in 19 Spielen 24 Punkte. "Wir sind ein Aufsteiger, das darf man nicht vergessen", sagt Norbert Meier immer wieder. Der Trainer musste früh mit Gegenwind kämpfen, als zum Start in vier Spielen kein Sieg gelang. Doch Arminia spielte sehr stabil und ernährte sich im Eichhörnchen-Prinzip, zwölf Unentschieden hat sonst kein Team geholt.

Und schon denkt man in Bielefeld weiter. "Mein Traum ist es, mit Arminia als Präsident in die Bundesliga aufzusteigen", sagte der Klubchef Hans-Jürgen Laufer in der Winterpause. Immerhin schränkt er ein: Das sei erst in zwei bis drei Jahren ein Thema. Nun ist erstmal der Klassenverbleib in der zweiten Liga die große Aufgabe. Und für die hat Arminia einige Voraussetzungen geschaffen.

Licht und Schatten bei den Testspielen

Bielefelds Brian Behrendt (r.) gegen den Schalker Leroy Sané

Bielefelds Brian Behrendt (r.) gegen den Schalker Leroy Sané

Arminia sorgte für eine kleine Überraschung, als gegen Schalke 04 ein 1:0-Sieg gelang. Auch gegen Gütersloh (5:0) gewann die Mannschaft. Weniger erbaulich waren die beiden ersten Tests im Trainingslager in Belek gegen den FSV Zwickau (0:2) und SV Gröding (1:1). "Das hatte nichts mit Zweitliga-Fußball zu tun", klagte Meier. Gegen MTK Budapest (1:1) lief es wieder etwas besser. "Ich bin mit der Vorbereitung zufrieden", sagt Trainer Norbert Meier dann später auch versöhnt.

Wichtige Transfers gegen die Schwachstellen

Seung-Woo Ryu kommt aus Leverkusen

Seung-Woo Ryu kommt aus Leverkusen

Drei neue Spieler kommen zur Mannschaft dazu. Francisco Rodriguez wurde vom VfL Wolfsburg ausgeliehen, er ist eine Option für die linke Außenbahn. Andreas Voglsammer kommt vom 1. FC Heidenheim als neuer Mittelstürmer - bei seinem alten Klub gelang ihm in 13 Spielen aber kein Tor. Mit Seung-Woo Ryu kommt ein weiterer Offensivspieler als Leihgabe von Bayer Leverkusen. Auf dem Transfermarkt hat Arminia damit auf die Schwächen im Angriff reagiert.

Probleme in der Offensive

17 Tore ist einer der schlechtesten Werte in der Liga. Vor der Winterpause zeigte sich neben der wenig starken Offensive die Heimschwäche als wunder Punkt. Mit nur einem Sieg und nur neun Punkten auf der Alm hat Bielefeld neben dem FSV Frankfurt die schlechteste Heimbilanz. In der Offensive hat Arminia mit den drei Zugängen nun mehr Möglichkeiten, die sie nutzen muss - auswärts und zu Hause.

Stärken in der Defensive

All die Unentschieden haben auch einen Vorteil: Sie zeigen, dass es nicht so leicht ist, ein Spiel gegen Bielefeld zu gewinnen. Das haben bislang nur Leipzig, Düsseldorf und Braunschweig geschafft. Der Grundstein für eine Fortsetzung der bislang guten Saison sollte erneut eine starke Defensive sein. 16 Gegentore - damit hat Bielefeld als Aufsteiger die zweitstärkste Abwehr der Liga.

Das Schlusslicht zum Start

Zu Beginn des zweiten Teils der Saison kommt das Tabellenschlusslicht MSV Duisburg nach Bielefeld. "Die Duisburger haben sich stabilisiert", sagt Trainer Meier mahnend. Doch gleich das erste Spiel ist eine Chance, sich abzusetzen. Es folgen Spiele in Braunschweig, gegen Paderborn und in Heidenheim.

Die Prognose: Das Ziel ist machbar

Bielefeld hat mit den 24 Punkten aus den Spielen vor der Winterpause ein gutes Polster angelegt. Die Transfers wirken schlüssig - auf dem Papier wirkt die Mannschaft verstärkt. Zeigt sie das auch in den letzten 15 Saisonspielen, ist das Ziel Klassenverbleib machbar.

Stand: 03.02.2016, 08:00

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