1. FC Köln - Mehr Umbruch geht nicht
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Vor dem Zweitligastart
1. FC Köln - Mehr Umbruch geht nicht
Von Volker Schulte
Neuer Trainer, neuer Vorstand, neue Mannschaft - der 1. FC Köln hat sich innerhalb eines Jahres von Grund auf renoviert. Das einzige altbekannte Gesicht in der Führungsebene ist das von Frank Schaefer, der kölschen Allzweckwaffe. Der 48-Jährige erklärt im Gespräch mit sportschau.de, wie der FC den Neuaufbau in der 2. Bundesliga meistern will.
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Die wichtigsten Transfers der zweiten Liga
Am 3. August beginnt die Zweitliga-Saison - genügend Zeit, um am Kader zu arbeiten. Mit zwölf Abgängen und 18 neuen Spielern ist der 1. FC Köln bislang Transfer-König der zweiten Liga. Aber auch bei den anderen Klubs hat sich einiges getan.
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Die neue Geschäftsführung
Claus Horstmann und Oliver Leki sind als Geschäftsführer noch im Amt, haben ihren Rücktritt "aus privaten Gründen" zum Saisonende aber bereits angekündigt. Damit ist der Umbruch auf allen Ebenen komplett. Horstmann und Leki sind seit vielen Jahren beim FC und haben deshalb mitzuverantworten, dass der Verein mehr als 30 Millionen Euro Schulden angesammelt hat. Unter Ex-Präsident Overath und den ehemaligen Managern Michael Meier und Volker Finke wirtschaftete der Verein deutlich über seinen Verhältnissen.
Dass teure, aussortierte Spieler wie Milivoje Novakovic, Pedro Geromel und Michael Rensing noch keinen neuen Klub gefunden haben, trägt nicht gerade zur Beruhigung bei. "Wir haben nie geleugnet, dass wir in einer schwierigen Situation sind", sagt Schaefer. "Die Lage ist schwierig, aber kalkulierbar und beherrschbar."
Die neue Mannschaft
Hoffnungsträger im Tor: Timo Horn
Völlig umgekrempelt ist auch der Kader: Neben Geromel, Rensing und Slawomir Peszko sollen noch einige weitere Spieler weg, Lukas Podolski, Martin Lanig, Sascha Riether, Miliovoje Novakovic und die ausgeliehenen Henrique Sereno und Ammar Jemal sind es längst. Der FC will fortan verstärkt auf die Jugend setzen und eine Mannschaft formen, die "begeisterungsfähigen Fußball spielt, mit dem sich die Fans identifizieren", wie Schaefer sagt.
In dieses Muster passen die österreichischen Zugänge Daniel Royer (22, ausgeliehen von Hannover 96) und Kevin Wimmer (19, LASK Linz). Weil jede Mannschaft aber auch erfahrene Spieler braucht, verpflichtete der FC die Bundesliga-erfahrenen Matthias Lehmann (29, Eintracht Frankfurt) und Dominic Maroh (25, 1. FC Nürnberg) sowie den Düsseldorfer Aufstiegshelden Thomas Bröker (27). Besonders stolz ist der Verein auf sein Eigengewächs Timo Horn, der 19-Jährige gilt als eines der größten Torwarttalente Deutschlands.
Die neuen Ziele
Bisher war der 1. FC Köln in der 2. Bundesliga stets der Aufstiegsfavorit. Derzeit sind die Töne bescheidener. "Wir werden nicht die Rolle von Eintracht Frankfurt im vergangenen Zweitligajahr oder von Hertha BSC im Jahr davor spielen", betont Schaefer. Die neue Mannschaft werde Zeit benötigen, bis sie eingespielt sei. "Deshalb ist es wichtig, dass der Erwartungsdruck nicht zu groß ist und unsere Fans die nötige Geduld mit unserer Mannschaft haben." In Köln ist das ein ziemlich frommer Wunsch.
Stand: 01.08.2012, 08:00