Franco Foda bastelt seinen FCK - ohne Tiffert?

Möglichst schnell will der 1. FC Kaiserslautern zurück in die Bundesliga. Es gibt zwar noch Baustellen im Kader und ein großes Sorgenkind - den neuen Trainer bringt das jedoch nicht aus der Ruhe.

Übungsleiter Franco Foda

Nach dem sang- und klanglosen Abstieg arbeitet der 1. FC Kaiserslautern an einer schnellen Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. Der neue Trainer Franco Foda hat klare Vorstellungen: "Der FCK ist ein Traditionsverein, der in die erste Liga gehört. Wir werden mit aller Macht versuchen, dort wieder hinzukommen." Doch Fodas Kader ist noch lange nicht sortiert.

Nach dem sang- und klanglosen Abstieg arbeitet der 1. FC Kaiserslautern an einer schnellen Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. Der neue Trainer Franco Foda hat klare Vorstellungen: "Der FCK ist ein Traditionsverein, der in die erste Liga gehört. Wir werden mit aller Macht versuchen, dort wieder hinzukommen." Doch Fodas Kader ist noch lange nicht sortiert.

Zuerst ein Blick auf die Habenseite: Kaiserslautern hat nachgerüstet, durchaus mit namhaften Spielern. Zum Beispiel Albert Bunjaku, der in 48 Bundesligaspielen für den 1. FC Nürnberg 13 Tore geschossen hat. Der 28-jährige Schweizer dürfte mit seiner Antrittsrede die Herzen der Fans erreicht haben: "Der Betzenberg muss wieder eine Festung werden. Die Gegner sollen sehr bald merken, dass hier nichts zu holen ist."

Noch mehr Erfahrung als Bunjaku bringt Mimoun Azaouagh mit. Für Mainz, Schalke und Bochum hat der 29-Jährige 104 Bundesliga- und 72 Zweitligaspiele absolviert. Azaouagh ist mit einer außergewöhnlichen Technik gesegnet, aber nicht gerade mit einem robusten Körper. Immer wieder haben ihn Verletzungen zurückgeworfen.

Zweitligaerprobt ist auch Enis Alushi, einer der Eckpfeiler des Paderborner Höhenflugs im vergangenen Jahr. Der 26-jährige zentrale Mittelfeldspieler kam ablösefrei nach Kaiserslautern. Die weiteren Zugänge sind Nachwuchsstürmer Kwame Nsor (19), Innenverteidiger Enis Hajri (29) und Torhüter David Hohs (24). Eine Alternative im Angriff ist Ilian Micanski (26), der zuletzt an den FSV Frankfurt ausgeliehen war und dort in 15 Spielen neun Mal getroffen hat.

So vielversprechend die Zugänge klingen - der Kader des FCK ist noch deutlich zu groß. Zusätzlich zu den Abgängen Richard Sukuta-Pasu, Kevin Trapp, Olcay Sahan, Oliver Kirch, Marco Knaller und Clemens Walch sollen weitere Spieler den Verein verlassen. Auf der Streichliste stehen auch prominente Namen wie Rodnei, Itay Shechter und Gil Vermouth. Deren Gehälter lasten wie Blei auf dem zusammengeschrumpften Zweitligabudget der Lauterer.

Das größte Sorgenkind ist derzeit Christian Tiffert. In den vergangenen Jahren war er Kapitän, Leistungsträger und Aushängeschild des FCK. Doch unter Foda spielt er derzeit nur eine Nebenrolle, in der Vorbereitung erhielt er lediglich sporadisch Einsatzzeiten. Die wackelige Personalie Tiffert bringt auch das Mannschaftsgefüge durcheinander.

Sollte der FCK einige seiner Streichkandidaten loswerden, wird der Verein wohl auch selbst noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden. Auf den Außenbahnen und im Angriff fehlen Foda noch Alternativen. Der Saisonstart rückt näher, aber ungeduldig wird Foda trotzdem nicht. "Ich bin ganz ruhig", sagte Foda dem Kicker. "Diese Situation bin ich aus Graz gewohnt."

Unruhe gibt es allerdings in der Vereinsspitze: Stefan Kuntz wird als neuer Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gehandelt. Dort würde er Matthias Sammer beerben, der sich dem FC Bayern München angeschlossen hat. Kuntz wiegelt jedoch ab, der DFB habe in dieser Sache nicht mit ihm gesprochen.

Zurück zum Sportlichen: Selbstvertrauen haben die Lauterer im jüngsten Testspiel getankt. Der FC Fulham, für den auch der Ex-Kölner Sascha Riether auflief, rettete nur dank eines Doppelpacks des ehemaligen HSV-Profis Mladen Petric ein 2:2-Unentschieden. Zuvor hatten Ilian Micanski und Albert Bunjaku den FCK 2:0 in Führung gebracht - zwei von Fodas neuen Alternativen.