Lasogga schießt Hertha zurück in die Bundesliga

 Pierre-Michel Lasogga

1:0-Sieg gegen Sandhausen

Lasogga schießt Hertha zurück in die Bundesliga

Die Hauptstadt ist zurück in der ersten Liga: 341 Tage nach dem Relegationsspiel bei Fortuna Düsseldorf und dem damit verbundenen Gang in die Zweitklassigkeit hat Hertha BSC den direkten Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga perfekt gemacht.

Gegen den SV Sandhausen gewann das Team von Trainer Jos Luhukay nach langem Zittern 1:0 (0:0) und kehrt damit zum sechsten Mal nach 1968, 1982, 1990, 1997 und 2011 in das Oberhaus zurück. Pierre-Michel Lasogga in der 85. Minute sorgte nach einer über weite Strecken schwachen Begegnung dafür, dass die Berliner vier Spieltag vor Schluss uneinholbare 14 Punkte Vorsprung vor dem Dritten 1. FC Kaiserslautern haben. Noch nie gelang dem Hauptstadtklub so früh in der Saison die Rückkehr in die Bundesliga, erstmals dürfte die alte Dame dabei vor den eigenen Fans feiern.

"Das ist die Krönung einer überragenden Saison", erklärte ein erleichterter Hertha-Manager Michael Preetz. "Die Mannschaft hatte unglaublich viel Konstanz, Stabilität und eine enorme Sicherheit", lobte Trainer Luhukay. "In dieser Form habe ich es auch bei meinen vorangegangenen Aufstiegen noch nicht erlebt", jubelte der konsequente Niederländer und stimmte nach einer kräftigen Bierdusche mit den 52.135 den Song an: "Nie mehr 2. Liga."

Nach Mönchengladbach und Augsburg hat Luhukay nun auch Hertha in die 1. Liga gebracht. "Dieser Aufstieg trägt seine Handschrift", sagte Preetz. "Es war vielleicht der schwierigste der drei Aufstiege - den werde ich jetzt ein bischen im Stillen genießen", sagte Luhukay.

Euphorie vor dem Anpfiff

Genießen wollten auch die Zuschauer im Olympiastadion - doch ihre Mannschaft tat ihnen zu Beginn nicht den Gefallen eines schnellen Tores. Zwar waren die Berliner klar spielbestimmend, doch Torchancen blieben Mangelware. Sandhausen-Trainer Hans-Jürgen Boysen hatte sich gegen den besten Angriff der Liga eine besondere Maßnahme ausgedacht. Mit einer Fünfer-Abwehrkette versuchte er das Berliner Offensivspiel zu unterbinden. Es gelang.

Nach bereits 25 Minuten reagierte Luhukay auf das Abwehrbollwerk und stellte auf Dreierkette um. Doch die Berliner brauchten weiter Geduld. Fast wie bei einem Handballspiel sortierten sich die Gäste um den eigenen Kasten. Erst kurz vor der Halbzeit kam nach einer Ecke Sandro Wagner per Kopf zu einer ersten echten Chance. Zur Halbzeit gab es sogar Pfiffe.

Berlin gehemmt und uninspiriert

"Das ist unglaublich zäh", sagte auch Manager Michael Preetz in der Pause. Auch zu Beginn der zweiten 45 Minuten änderte sich das Bild nicht. Gehemmt und uninspiriert agierten die Berliner Spieler gegen den tiefstehenden Gegner. Selbst die gefürchteten Freistöße von Topscorer Ronny brachten keine Torgefahr. In der 66. Minute setzte der Brasilianer einen ruhenden Ball knapp neben das Tor. Taktisch diszipliniert wehrten die Sandhausener Angriff um Angriff der Berliner ab, die sich schon ab der 60. Minute bei jeder Aktion beeilten und teilweise ihrem Gegner die Bälle holten.

Dann traf Lasogga und erlöste die Hertha-Fans, der Traditionsklub schnuppert künftig wieder Erstligaluft. Bei der Hertha stach nur Torschütze Lasogga heraus, bei Sandhausen überzeugte immerhin Seyi Olajengbesi.

sid | Stand: 21.04.2013, 15:48

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5. 1. FC K'lautern 30 47
  ...    
16. Dynamo Dresden 31 31
17. Arm. Bielefeld 31 28
18. Energie Cottbus 31 25