Friedhelm Funkel soll Fortuna retten

Friedhelm Funkel

2. Liga

Friedhelm Funkel soll Fortuna retten

Friedhelm Funkel wird neuer Trainer beim abstiegsbedrohten Zweitligisten Fortuna Düsseldorf. Das bestätigte der Klub am Montagnachmittag (14.03.2016). Tags zuvor hatte die Fortuna Marco Kurz entlassen.

Friedhelm Funkel hatte zuletzt 1860 München in der 2. Liga bis April 2014 trainiert. Der 62-jährige gebürtige Neusser soll bereits am kommenden Samstag (19.03.2016) gegen seinen Ex-Klub Kaiserslautern auf der Bank sitzen. Funkel bringt viel Erfahrung mit: Als Spieler und Trainer absolvierte er weit mehr als 1.000 Spiele in der Bundesliga und 2. Liga.

Funkel: "Aufgabe ist schwierig, aber reizvoll"

Funkel, der in der Düsseldorfer Nachbarstadt Krefeld lebt, sagte zu seiner Mission: "Fortuna liegt mir ein Stück weit am Herzen. Die Mannschaft ist besser, als der Tabellenstand es letztendlich aussagt. Die Aufgabe ist schwierig, aber sehr reizvoll." Eine Vertragsverlängerung über das Saisonende hinaus ist für ihn zurzeit kein Thema: "Auch wenn die Aufgabe erfolgreich ausgehen sollte, werden wir uns erst danach zusammensetzen, ob eine mögliche weitere Zusammenarbeit sinnvoll ist oder ob man sich wieder trennt." Funkel will zunächst vor allem für Stabilität bei den Fortunen sorgen.

Neunter Trainer seit dem Bundesliga-Abstieg

Funkel ist der neunte Trainer der Düsseldorfer seit dem Bundesliga-Abstieg 2013 und der vierte in der laufenden Saison. Er soll am Dienstagvormittag (15.03.2016) bereits das Training leiten und hat nun acht Spiele Zeit, den Absturz in die Drittklassigkeit zu verhindern. Der Coach, der in den vergangenen 20 Jahren für neun unterschiedliche Klubs tätig war und sich einst den Ruf als Aufstiegsexperte aus der 2. Bundesliga erarbeitete, galt bereits nach der Entlassung von Frank Kramer als einer der Favoriten - bevor die Düsseldorfer kurz vor Weihnachten nach 36-tägiger Suche doch Marco Kurz als neuen Coach vorzogen.

Kurz war erst in der Winterpause bei den Düsseldorfern angetreten und war auf Interimstrainer Peter Herrmann, seinen späteren Assistenten,gefolgt. Marco Kurz hatte zuletzt viermal in Folge mit den Fortunen verloren und war auf den Relegationsplatz 16 abgerutscht. Die Vereinsführung der Fortunen glaubte nicht mehr, dass unter Kurz, der einen Vertrag bis Juni 2017 besitzt, die Wende noch gelingen könnte und entzog dem 46-Jährigen das Vertrauen.

"Kein Aufbäumen erkannt"

Marco Kurz

Ex-Fortuna-Trainer Marco Kurz

"Es geht nur darum, die Fortuna zu retten und den Abstieg zu verhindern. Daher haben wir die Entscheidung getroffen, Marco Kurz von seinen Aufgaben als Cheftrainer zu entbinden. Die Maßnahme soll der Mannschaft in unserer schwierigen Situation den nötigen Impuls zu geben", sagte Fortunas Sportdirektor Rachid Azzouzi.

Fortuna-Vorstand Paul Jäger meinte: "Die Leistungen der Mannschaft in den letzten Partien und die Niederlage in Sandhausen lassen keine andere Entscheidung zu. Wir konnten nicht erkennen, dass es ein Aufbäumen gegen den Abstieg gibt."

Zunächst benötigen die Düsseldorfer kurzfristig Punkte. Im Gegensatz zur Fortuna stemmte sich die Konkurrenz im Tabellenkeller zuletzt gegen den Abstieg. Neun Zähler Vorsprung auf 1860 München wurden binnen einer Woche verspielt, auch der SC Paderborn ist bis auf einen Zähler herangerückt. Die Abstiegssorgen sind auf Platz 16 akut wie nie.

Stand: 14.03.2016, 17:43

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