SC Paderborn trennt sich von Stefan Effenberg

Trainer Stefan Effenberg vom SC Paderborn

Nach zwölf Spielen ohne Sieg

SC Paderborn trennt sich von Stefan Effenberg

Fußball-Zweitligist SC Paderborn hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Stefan Effenberg getrennt.

Präsident Wilfried Finke habe dem 47-Jährigen mitgeteilt, dass der Verein die Zusammenarbeit mit ihm beende, teilte der Klub aus Ostwestfalen am späten Mittwochabend (02.03.2015) mit. Für Donnerstagnachmittag wurde eine Pressekonferenz anberaumt (14 Uhr).

Die nach der vergangenen Saison aus der Fußball-Bundesliga abgestiegenen Paderborner stehen nach 24 Spieltagen mit 19 Punkten und einer miserablen Tordifferenz auf dem 17. Tabellenplatz der Zweiten Liga, was am Saisonende den direkten Abstieg bedeuten würde. Am Dienstag spielte die Mannschaft 0:0 beim Karlsruher SC.

Finke hatte Effenberg noch den Rücken gestärkt

Seit zwölf Ligaspielen sind die Ostwestfalen mittlerweile ohne Erfolg. Finke hatte Effenberg noch im Februar den Rücken gestärkt und dem früheren Nationalspieler eine Jobgarantie sogar für den Abstiegsfall ausgesprochen.

"Wir halten an ihm fest. Dafür nehmen wir notfalls auch den Abstieg in Kauf", hatte Finke nach dem 1:1 im Ostwestfalenderby bei Arminia Bielefeld am 21. Februar gesagt. Nun also die Kehrtwende.

Viele Negativ-Schlagzeilen

Effenbergs Amtszeit war neben der sportlichen Erfolglosigkeit auch von Negativ-Schlagzeilen abseits des Rasens begleitet. Im Januar hatte die "Penis-Affäre" um Stürmer Nick Proschwitz im Trainingslager im türkischen Belek für Wirbel gesorgt.

Erst Anfang der Woche wurde bekannt, dass Effenberg aktuell nicht über die gültige Trainerlizenz verfügt. Dieser Umstand dürfte dann endgültig das Fass zum Überlaufen gebracht haben.

dpa/sid/red | Stand: 03.03.2016, 09:44

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