Braunschweigs schwierige Mission

Braunschweigs Coach Torsten Lieberknecht guckt skeptisch

Eintrachts Ambitionen für den Wiederaufstieg

Braunschweigs schwierige Mission

Von Jo Herold

Braunschweigs Stürmer Emil Berggren hat es geschafft: Nach seinem Wechsel zum 1. FSV Mainz spielt er endlich in der Bundesliga. Dorthin will Coach Torsten Lieberknecht mit seiner Eintracht auch wieder - aber die Rückkehr dürfte sehr schwer werden.

Vor dem "Restrundenstart" bei RB Leipzig überschlugen sich bei Eintracht Braunschweig die Ereignisse: Überraschend wurde der Wechsel von Stürmer Emil Berggreen bekannt gegeben. Berggreen war wochenlang zu Reha-Maßnahmen in seine dänische Heimat verschwunden - und erschien auch nicht zum letzten Vorbereitungs-Test gegen seinen alten Verein Hobro IK. Dann plötzlich die Meldung, dass der treffsichere Stürmer von Mainz 05 verpflichtet worden sei. Für angeblich etwa zwei Millionen Euro.

Fünf Tore und vier Assists stehen bei Berggreen in dieser Saison im Braunschweiger Trikot auf dem Konto, sein Verlust dürfte Trainer Torsten Lieberknecht durchaus Kopfzerbrechen bereiten. Doch möglicherweise eröffnet der Weggang des Dänen anderen Spielern neue Perspektiven.

Ademi zeigt, was er kann

So traf Angreifer Orhan Ademi im Test gegen Eintracht-Namenscousine Frankfurt gleich zweimal - seine Pflichtspielbilanz bislang: null Treffer. Zudem sorgte ein alter Bekannter für neue Zuversicht: Domi Kumbela, im Januar nach Braunschweig zurückgekehrt, stellte beim abschließenden Test gegen Hobro (2:1) gleich sein Können mit einem Tor unter Beweis. Ademi sieht generell Kumbelas Verpflichtung positiv: "Domi sucht die tiefen Läufe in den Strafraum", wird der 24-Jährige bei kicker.de zitiert, "ich bin der, der sich ein bisschen fallen lässt und versucht, die Bälle festzumachen."

Domi Kumbela (v.) im Testspiel gegen Hobro im Zweikampf

Domi Kumbela (v.) im Testspiel gegen Hobro im Zweikampf

Im Test gegen Hobro fiel in den 25 Minuten im zweiten Spielabschnitt, in denen Ademi und Kumbela gemeinsam auf dem Feld standen, kein Treffer. Aber der Coach analysierte nach der einseitigen Partie: "Das war heute kein Gradmesser für unser Spiel nächste Woche in Leipzig", und wies auf den Tabellenplatz des Gegners hin (Letzter der dänischen ersten Liga). Gesehen hat Lieberknecht trotzdem, dass seine Spieler sechs hochkarätige Torchancen gegen die Dänen ausließen.

Effizienz muss besser werden

Bleibt für die Eintracht die Aufgabe, effizienter zu werden. Zwar steht Braunschweig aktuell mit einer ordentlichen Tordifferenz von +12 auf dem fünften Tabellenplatz. Aber der könnte zu einer Art Schleudersitz werden: Zum Aufstiegs-Relegationsplatz fehlen vier Punkte, zu Platz zehn nach unten hin sind es auch nur vier Zähler. Mit Leipzig auswärts wartet auf die Niedersachsen am kommenden Sonntag (13:30 Uhr, im Liveticker bei sportschau.de) gleich der dickste Brocken der Rückrunde. Ein Punktgewinn dort wäre schon fast eine Überraschung.

Stand: 03.02.2016, 08:48

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