Bochum zieht Kopf aus der Schlinge

Zlatko Dedic

2. Liga, 14. Spieltag

Bochum zieht Kopf aus der Schlinge

Als der letzte Tabellenplatz drohte, besann sich der VfL Bochum und drehte das Spiel gegen Sandhausen.

Im Kellerduell siegte der VfL verdient 5:2 (3:2) und verschaffte sich durch den ersten Liga-Erfolg unter dem neuen Trainer Karsten Neitzel zumindest ein wenig Luft im Abstiegskampf.

Sandhausens Kapitän Frank Löning eröffnete bereits nach fünf Minuten die muntere Torejagd und traf später zum 2:1 (23.). Auf der Gegenseite zeichneten sich Zlatko Dedic (20. und 44.) und Marc Rzatkowski (51. und 71.) jeweils zweimal aus, zudem traf Routinier Marcel Maltritz (41.).

"Ich wollte so viele Tore wie möglich machen", sagte Rzatkowski. Auch Dedic war "sehr froh. Ich habe für die Mannschaft alles gegeben - super, wenn es so klappt." Sandhausens Coach Gerd Dais erklärte dagegen ernüchtert: "Man verliert zusammen, man gewinnt zusammen. Aber wenn immer wieder Fehler passieren, kann ich ja nicht fünf, sechs Mann auswechseln."

Spiel mit offenem Visier

In einer spannenden ersten Halbzeit hatten die gut 9.000 Zuschauer kaum Platz genommen, da konnte VfL-Torwart Philipp Heerwagen den Schuss von Julian Schauerte aus 30 Metern zwar zur Seite abwehren - Löning hatte beim Nachschuss aus kurzer Distanz aber keine Mühe.

Die Hausherren ließen sich von dem frühen Rückstand jedoch nicht beeindrucken und kamen folgerichtig zum Ausgleich, ehe wieder Löning (diesmal per Kopf) den alten Abstand wiederherstellte. In der Folge hatten beide Teams, die nach den vergangenen Misserfolgen mit stark veränderter Aufstellung angetreten waren, mit dem schlechten Wetter und der eigenen Passgenauigkeit zu kämpfen.

Bochum mit weiteren Chancen

Dennoch kam Bochum per Doppelschlag kurz vor der Pause zur verdienten Führung. Nach der Halbzeit dauerte es kaum sechs Minuten, ehe Bochum das beruhigende 4:2 gelang: Carsten Rothenbach bewies von der rechten Seite Übersicht und bediente Rzatkowski im Strafraum.

Der VfL vergab in dieser Phase leichtfertig weitere Gelegenheiten durch Alexander Iashvili (58. und 65.) und Yusuke Tasaka (61.). Sandhausen zeigte nach gut 70 Minuten endgültig erste Auflösungserscheinungen, die Rzatkowski sofort bestrafte.

sid | Stand: 18.11.2012, 15:15