VfL Bochum trauert um Altegoer

Werner Altegoer

"Junge mit blau-weißem Herzen"

VfL Bochum trauert um Altegoer

Der VfL Bochum trauert um Werner Altegoer. Der langjährige Präsident des Fußball-Zweitligisten verstarb am Mittwochmorgen (09.01.13) nach schwerer Krankheit im Alter von 77 Jahren im Dortmunder Knappschaftskrankenhaus.

Der gebürtige Bochumer war seinem Verein über sechs Jahrzehnte verbunden. "Der VfL verliert eine außergewöhnliche Persönlichkeit und trauert um einen echten Bochumer Jungen mit blau-weißem Herz", teilte der Klub mit.

Altegoer spielte als Jugendlicher für die Blau-Weißen, war später Vorsitzender des Wirtschaftsrates, danach Präsident und schließlich Aufsichtsratsvorsitzender. Ernst-Otto Stüber, Altegoers Nachfolger als Chef des Aufsichtsrats, sagte 2005 beim 70. Geburtstag des VfL-Patriarchen: "Nicht nur für mich steht es außerhalb jeder Frage, dass Bochum ohne den Einsatz Werner Altegoers heute keinen professionellen Fußballverein hätte - egal, ob in der ersten oder zweiten Liga."

"Sicherte dauerhaftes Dasein"

Von 1980 bis 1982 und von 1990 bis 1993 war Altegoer Vorsitzender des VfL-Wirtschaftsrats. 1993, nach dem ersten Abstieg des VfL in die 2. Bundesliga, wurde er zum Präsidenten gewählt. In dieser Funktion arbeitete er bis 2002, als der Verein zeitgemäße professionelle Strukturen und unter anderem einen hauptamtlichen Vorstand bekam. Danach war Altegoer bis 2010 Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Nach einer verweigerten Entlastung für das Kontrollgremium durch die Mitglieder trat er auf der Jahreshauptversammlung zurück, blieb aber bis zur Wahl seines Nachfolgers Stüber kommissarisch im Amt und wurde 2011 zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats ernannt. Während Altegoers Präsidentschaft qualifizierte sich der VfL zweimal für den UEFA-Pokal. Zudem war Altegoer maßgeblich an der Schaffung professioneller Vereinsstrukturen beteiligt. Der Bau des Stadioncenters an der Castroper Straße geht mit auf ihn zurück. "Er sicherte dem VfL ein dauerhaftes Dasein im Profifußball", würdigte der Verein den Gestorbenen.

dpa | Stand: 09.01.2013, 14:26