Werder ärgert Allofs bei Heimdebüt

Elia am Ball setzt sich gegen zwei Wolfsburger durch.

VfL Wolfsburg - Werder Bremen 1:1 (0:1)

Werder ärgert Allofs bei Heimdebüt

Werder Bremen hat seinem Ex-Manager Klaus Allofs dessen Heimdebüt beim VfL Wolfsburg zumindest ein bisschen vermiest.

Zehn Tage nach dem spektakulärem Wechsel von Allofs an den Mittellandkanal erkämpften sich die lange Zeit in Unterzahl spielenden Bremer beim 1:1 (1:0) einen Punkt und kletterten in der Tabelle auf den Europapokal-Platz sechs.

Der österreichische Nationalspieler Marko Arnautovic (35.) hatte Werder verdient mit 1:0 in Führung gebracht, doch nach der Gelb-Roten Karte für Linksverteidiger Lukas Schmitz (62.) kamen die Wölfe noch zum Ausgleich durch Torjäger Bas Dost (64.).

Alle Augen auf Allofs

Vor rund 30.000 Zuschauern in der Wolfsburger Arena waren vor dem Anpfiff alle Augen auf Allofs gerichtet. Der 55-Jährige begrüßte alle Werder-Betreuer, ehe er sich von etlichen Kameras begleitet auf die Wolfsburger Bank setzte. "Für mich war es ganz normal. Viele haben hier Wunderdinge erwartet, aber wir waren alle um Normalität bemüht", sagte Allofs nach seinem nur teilweise geglückten Heimdebüt, das er im Vorfeld noch als "Grausamkeit des Spieltags" bezeichnet hatte.

Zehn Tage nach seinem geräuschvollen Wechsel von der Weser an den Mittellandkanal saß er plötzlich auf der anderen Seite, weit weg von seinem einstigen "Werder-Zwilling" Thomas Schaaf, mit dem er 13 Jahre zusammengearbeitet hatte. Auch der Bremer Coach konnte die ganze Aufregung nicht verstehen. "Völlig tiefenentspannt" sei er gewesen, brummte der 51-Jährige, den die vielen Nachfragen zu Allofs sichtlich nervten. "Für uns war es ein Spiel wie jedes andere", betonte Aaron Hunt nach dem ersten Spiel.

Diego fand erst spät zum Spiel

Wolfsburgs Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner schickte zum sechsten Mal in Folge dieselbe Startelf aufs Feld. Deutlich ball- und passsicherer waren jedoch anfangs die Gäste. Folgerichtig hatte Stürmer Nils Petersen in der 7. Minute auch das 1:0 auf dem Fuß, VfL-Keeper Diego Benaglio reagierte jedoch glänzend.

VfL-Spielmacher Diego, der seine erfolgreichste Zeit im Trikot von Werder Bremen hatte, fand Mitte der ersten Halbzeit besser ins Spiel. In der 26. Minute reklamierte der Brasilianer nach einem von ihm getreteten Freistoß heftig einen Elfmeter. Schiedsrichter Markus Schmidt bewertete das Handspiel von Arnautovic im Werder-Strafraum jedoch als unabsichtlich.

Dennoch war das wie ein Weckruf für die Hausherren, die dann aber Pech hatten. Nach einer von Bremens Sokratis abgefälschten Flanke landete der Ball ebenso am Pfosten wie nach dem Kopfball von Bas Dost. Fast im Gegenzug ging Werder nach feiner Vorarbeit von Eljero Elia in Führung.

Gelb-Rot für Schmitz

Nach dem Seitenwechsel kamen erneut die Gäste mit mehr Schwung aus der Kabine, allerdings spielten sie ihre Angriffe nicht immer konsequent aus, weshalb Chancen Mangelware blieben. In der 56. Minute eine Schrecksekunde für Werder: Der auffällige Kapitän Aaron Hunt verletzte sich bei einem Zweikampf, konnte aber weiterspielen.

Nach der Ampelkarte für Schmitz erhöhten die Wolfsburger den Druck und wurden prompt mit dem Ausgleich belohnt. Nur eine Minute später hatte Diego das 2:1 auf dem Fuß, der Ball wurde jedoch von einem Bremer noch von der Linie gekratzt.

"Die Gelb-Rote Karte ist unfassbar", kritisierte Werder-Coach Thomas Schaaf. "Dadurch werden Spiele entschieden. Er geht ganz klar zum Ball. Ich habe da wirklich kein Verständnis mehr für."

VfL Wolfsburg - Werder Bremen 1:1

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Spielszene Wolfsburg - Bremen

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sid/dpa | Stand: 24.11.2012, 17:17