Mandzukic bezwingt seinen Ex-Klub
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Auch in Wolfsburg kein Auswärts-Gegentor für die Bayern
Mandzukic bezwingt seinen Ex-Klub
Mit einem Traumtor von Mario Mandzukic hat Bayern München seinen rekordverdächtigen Siegeszug in beeindruckender Manier fortgesetzt.
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Der Torjäger erzielte zum Auftakt des 22. Spieltages am Freitag (15.02.13) per Fallrückzieher den Führungstreffer beim 2:0 (1:0) der Bayern in seiner alten Heimat beim VfL Wolfsburg. Den Schlusspunkt setzte Arjen Robben in der Nachspielzeit. Damit untermauerte die Elf von Trainer Jupp Heynckes mit dem fünften Sieg im fünften Rückrundenspiel ihre Ausnahmestellung in der Bundesliga. "Das war nicht nur ein Arbeitssieg, wir haben auch gegen einen Gegner gespielt, der sein bestes Saisonspiel gezeigt hat", sagte Heynckes. "Die Wolfsburger haben sich total verausgabt. Das war für uns ein schweres Spiel. Wir haben gezeigt, dass wir klasse drauf sind und uns bei Widerstand zu wehren wissen."
519 Minuten ohne Gegentor
Mandzukic, der in den vergangenen zwei Jahren 20 Tore in 56 Spielen für Wolfsburg erzielt hatte, brachte vor 29.000 Zuschauern mit seinem Treffer in der 36. Minute die Bayern auf die Siegerstraße, ehe Robben den zehnten Münchner Sieg im elften Auswärtsspiel der Saison (dazu ein Unentschieden) perfekt machte. Zugleich sind die Bayern seit nunmehr 519 Minuten in der Liga ohne Gegentor. Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking, der in der Hinrunde mit dem 1. FC Nürnberg den Rekordmeister noch geärgert hatte (1:1), muss sich mit dem VfL weiter nach unten orientieren.
Hecking war dennoch nicht unzufrieden: "Wir haben alles reingeworfen, was wir können. Aber gegen die Bayern brauchst du eben nicht nur eine gute, sondern eine sehr gute Leistung. Die waren einfach effektiver, aber auch wir können auf unserer Leistung aufbauen."
Top-Elf auf dem Feld
Trotz der bevorstehenden Großaufgaben - in der Champions League gegen den FC Arsenal und im Pokal gegen Borussia Dortmund - spielten die Bayern zunächst nicht mit angezogener Handbremse. Das verriet bereits die Aufstellung von Heynckes, der seine vermeintlich stärkste Elf auf das Feld schickte.
Das hatte zur Folge, dass Nationalstürmer Mario Gomez und der niederländische Star Arjen Robben wieder auf der Bank Platz nehmen mussten. Auch der für die Champions League gesperrte Jerome Boateng musste für Daniel van Buyten weichen. Und im defensiven Mittelfeld vertrat Luiz Gustavo den angeschlagenen Spanier Javi Martinez (Zehenverletzung).
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VfL Wolfsburg - Bayern München 0:2
Der FC Bayern reist als souveräner Tabellenführer nach Wolfsburg um dort seinen Siegeszug fortzusetzen - was auch gelingt.
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Chance für Müller
Meist einen Schritt zu spät dran: Christian Träsch (l.) im Duell mit Bastian Schweinsteiger
Munter ging es auch gleich los. Bereits nach drei Minuten hatte Thomas Müller die große Chance zur Führung, als er nach Vorlage von Mandzukic frei zum Kopfball gekommen war. Wer aber dachte, das Spiel wird ein Selbstläufer für den haushohen Favoriten, sah sich getäuscht. Die Niedersachsen machten mit aggressivem Pressing und großer Laufbereitschaft den Bayern lange das Leben schwer.
Wie etwa durch Bas Dost, der nach Flanke von Marcel Schäfer aus kurzer Entfernung knapp den Ball verpasste (6.). Ohnehin sorgten Schäfer und auch Ivica Olic auf der linken Seite für viel Betrieb. Doch eine Wolfsburger Unachtsamkeit genügte den Bayern zur Führung. Nach Freistoß von Toni Kroos verlängerte Bastian Schweinsteiger per Kopf auf Mandzukic, der per Fallrückzieher seinen 15. Saisontreffer erzielte.
Argumente in eigener Sache
Im zweiten Durchgang spielte der FC Bayern auf den zweiten Treffer. Dabei hatte Müller gleich die große Chance, doch Naldo rettete für seinen geschlagenen Torhüter Diego Benaglio auf der Linie (49.). In der Folgezeit ließen es die Gäste gemächlicher angehen und verwalteten das Ergebnis, was nicht ohne Risiko war.
"Ziehen Stiefel durch"
Denn auf der Gegenseite versuchte Hecking alles und brachte eine Viertelstunde vor Schluss Patrick Helmes ins Spiel, der sein Comeback nach über einem halben Jahr Pause (Kreuzbandriss) feierte. Der Stürmer wäre auch fast Zeuge des Wolfsburger Ausgleichs geworden, als Diego mit einem Freistoß Neuer zu einer Parade zwang. In der zweiten Halbzeit kamen bei den Bayern auch noch Robben und Gomez ins Spiel.
Bastian Schweinsteiger freute sich über die erneut souveräne Vorstellung: "Die Wolfsburger waren extrem aggressiv, es war kein einfaches Spiel. Aber wir haben das hervorragend gemacht." Auch Manuel Neuer befand: "Das Zu-Null-Spielen wird uns keineswegs langweilig. Wir ziehen unseren Stiefel durch, man sieht, dass es bei uns in der Mannschaft stimmt."
Stand: 15.02.2013, 21:58