Last-Minute-Sieg für Wolfsburg beim VfB
Neuer Abschnitt
VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg 0:1 (0:0)
Last-Minute-Sieg für Wolfsburg beim VfB
Diese Schlussphase hatte es in sich: In der 80. Minute vergibt Vedad Ibisevic für den VfB Stuttgart einen Elfmeter, die Gäste aus Wolfsburg bedanken sich mit einem Treffer in der Schlussminute.
Neuer Abschnitt
Neuzugang Bas Dost hat dem VfL Wolfsburg mit einem Last-Minute-Treffer in seinem ersten Bundesliga-Spiel einen Start nach Maß in die neue Saison beschert. Der vom SC Heerenveen verpflichtete Torschützenkönig der niederländischen ersten Liga köpfte in der 90. Minute den 1:0 (0:0)-Siegtreffer für die Niedersachsen beim VfB Stuttgart. Bei den Schwaben wurde Vedad Ibisevic dagegen nur drei Tage nach seinem vielumjubelten Doppelpack in der Qualifikation zur Europa League zum Verlierer. Der Bosnier scheiterte in der 88. Minute mit einem Foulelfmeter an VfL-Torhüter Diego Benaglio und drosch den Ball beim Nachschuss geradezu peinlich weit am leeren Tor vorbei. "Wolfsburg ist sicherlich ein Team, das mit seiner Klasse und vor allem seiner Power vorne reingehört", sagte Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia und meinte zu Ibisevics Missgeschick: "So eine Situation hatte Vedad Ibisevic noch nicht. Bislang hat er bei uns eine tolle Geschichte geschrieben."
VfB muss sich spielerisch verbessern
Drei Tage vor dem Europa-League-Rückspiel in Moskau überzeugte die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia allenfalls kämpferisch, fährt aber mit einem 2:0-Vorsprung zum russischen Klub um den früheren VfB-Stürmer Kevin Kuranyi. Wegen der Partie am Dienstag (28.08.12) war das Spiel der Schwaben gegen den VfL extra vom ursprünglichen geplanten Sonntagmittag auf Samstag vorverlegt worden.
Am Samstagabend zeigten beide Teams zumindest in der ersten Halbzeit zwar ein engagiert geführtes und temporeiches Spiel, dem aber die klaren Torchancen fehlten und das im zweiten Durchgang zusehends verflachte. Dem Spiel der Stuttgarter fehlte vor allem die Präzision im Spielaufbau, dem der Gäste die letzte Überzeugung und Entschlossenheit.
Wolfsburg mit besserer Spielanalage
Dennoch versteckten sich die Wolfsburger mit fünf Neuzugängen, Rückkehrer Diego und Eigengewächs Robin Knoche in seinem ersten Erstliga-Spiel von Beginn an keineswegs und zeigten vor 58.280 Zuschauern insgesamt die bessere Spielanlage. Die Außenverteidiger Fagner und Ricardo Rodriguez an seinem 20. Geburtstag schalteten sich immer wieder mit ein.
Auch die erste Großchance erspielte der VfL, doch Ashkan Dejagah drosch den Ball aus glänzender Position sechs Meter vor dem Tor weit über die Latte (15.). Auch aus Olics Kopfball nach Flanke von Dejagah hätte ein Tor resultieren müssen (34.). Dem VfB wurde dagegen ein offenbar reguläres Tor aberkannt, denn beim Kopfball von Maza stand nicht der Mexikaner, sondern ein Mitspieler im Abseits (23.).
Im zweiten Durchgang entwickelte sich dasselbe Bild. Die Wolfsburger machten den geordneteren Eindruck, waren aber meist nicht zwingend genug. Der VfB spielte meist zu ungenau und übernahm erst wieder das Kommando, als der VfL sich offenbar mit dem Punkt begnügte und immer weiter zurückzog. Ein Freistoß ans Außennetz von Artur Boka (69.) sowie ein sehenswerter Fernschuss des eingewechselten Cacau (73.) hätten durchaus die Führung für den VfB bringen können. Sieben Minuten vor dem Ende parierte auf der Gegenseite VfB-Keeper Sven Ulreich einen Schuss von Diego glänzend. In der Schlussphase wurde es hektisch: Zunächst vergab Ibisevic den an ihm verursachten Straßstoß, dann war Dost zur Stelle.
Wolfsburgs Coach Felix Magath resümierte: "Wir hatten in der ersten Halbzeit gute Aktionen und haben gezeigt, dass wir uns im Vergleich zur letzten Saison in der Offensive deutlich verbessert haben. Nach dem Seitenwechsel hatte ich mehr Angst, das Spiel zu verlieren, weil Stuttgart zu mehr Aktionen gekommen ist."
Neuer Abschnitt
Wölfe feiern zum Auftakt
Der VfL Wolfsburg kommt erst in der Schlussminute in Stuttgart zum entscheidenden Torerfolg. Stuttgarts Ibisevic ist der Pechvogel des Abends.
Galerie
Neuer Abschnitt
Manger Bobic nicht sauer
"Ich bin nicht sauer, weil die Jungs alles gegeben haben", konstatierte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic, "es war ein unglaublich intensives Spiel mit hohem Tempo", analysierte Bobic bei Liga total weiter.
Beste Spieler beim VfB waren William Kvist und Maza. Bei Wolfsburg gefielen insbesondere Rodriguez und Dejagah.
sid | Stand: 25.08.2012, 23:35