Ibisevic erlöst die Schwaben
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VfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt 2:1
Ibisevic erlöst die Schwaben
Die Reise von Frankfurts Trainer Armin Veh in seine Stuttgarter Vergangenheit hat ein bitteres Ende gefunden.
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VfB-Torjäger Vedad Ibisevic bescherte Vehs früherem Klub am neunten Bundesliga-Spieltag mit einem späten Treffer (84. Minute) einen 2:1 (1:0)-Sieg gegen die insgesamt enttäuschende Frankfurter Eintracht. Es war der fünfte Treffer des Bosniers in den vergangenen sechs Spielen.
"Wir haben das Quäntchen Glück gehabt, dass uns in den letzten Wochen gefehlt hat. Fußball ist einfach geil, wenn man gewinnt," meinte VfB-Trainer Bruno Labbadia und lobte auch den Gegner. "Es war unglaublich harte Arbeit, weil Frankfurt einen wirklich guten Job macht. Sie sind wirklich in einer fantastischen Verfassung." Und VfB-Sportdirektor Fredi Bobic stellte fest: "Die Jungs haben es sich verdient." Frankfurts Trainer Armin Veh haderte mit Schiedsrichter Peter Gagelmann, der ein Tor von Karim Matmour kurz vor Schluss wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht anerkannt hatte: "Das war nie und nimmer abseits, es war ein völlig reguläres Tor."
Schwegler nicht zu ersetzen
Christian Gentner, der unter Veh 2007 Deutscher Meister beim VfB geworden war, hatte Stuttgart nach einer abgefälschten Flanke von Ibrahima Traoré mit einer Direktabnahme in Führung gebracht (6.). In einer insgesamt mäßigen Partie glich Alexander Meier zwischenzeitlich mit einem herrlichen Schlenzer (67.) aus. Frankfurt ist mit 19 Punkten jetzt Dritter, während der so wechselhafte VfB mit dem ersten Heimsieg der Saison und nunmehr zwölf Punkten einen Sprung in die obere Tabellenhälfte machte. Vor 54.840 Zuschauern war Frankfurts Kapitän Pirmin Schwegler kurzfristig aufgrund von muskulären Problemen ausgefallen. Das Fehlen des Schweizers, für den der frühere Stuttgarter Martin Lanig in die Anfangsformation rückte, machte sich beim Aufsteiger stark bemerkbar.
VfB stark verbessert
Vom schnellen Kombinationsfußball der vergangenen Wochen war bei den Hessen wenig zu sehen. Daran änderte auch die Rückkehr von Mittelstürmer Olivier Occean nach überstandenem grippalem Infekt wenig. Der Kanadier hing über weite Strecken der Partie in der Luft. Die personell gebeutelten Stuttgarter konnte hingegen auf die angeschlagenen Gotoku Sakai und Gentner zurückgreifen und zeigten sich im Vergleich zum mageren 0:0 unter der Woche in der Europa League gegen den FC Kopenhagen verbessert.
Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia ging aggressiv zu Werke und war über weite Strecken der Partie feldüberlegen. Chancen waren aber auf beiden Seiten lange Zeit Mangelware. Frankfurt kam nach Flanke von Bastian Oczipka zu einer ersten Möglichkeit, aber Meier setzte den Kopfball aus fünf Metern über das Tor (25.). Veh, der vor dem Spiel mit verhaltenem Applaus von den VfB-Fans begrüßt worden war, reagierte in der Pause und brachte zur zweiten Halbzeit in Karim Matmour eine frische Offensivkraft. Die erste Chance nach Wiederanpfiff hatte aber der VfB, Martin Harnik traf aus halbrechter Position nur den linken Pfosten (46.).
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VfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt 2:1
Dank einer großen Willensleistung erkämpft sich der VfB Stuttgart gegen Eintracht Frankfurt den ersten Liga-Heimsieg der Saison.
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Meier mit Kunstschuss
Stuttgart blieb in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit spielbestimmend und dominierte das Geschehen. Frankfurt tauchte erstmals in der 57. Minute gefährlich vor dem VfB-Gehäuse auf. Stefan Aigners Hammer aus gut 25 Metern wehrte Stuttgarts Torwart Sven Ulreich zur Ecke ab. Nach guten Chancen für Frankfurt durch Sebastian Jung (60.) und Stuttgart durch Serdar Tasci (62.) sorgte dann Meier für ein Raunen im Stadion. Der Mittelfeldspieler nahm den Ball links am Strafraum an und zirkelte die Kugel mit einem Kunststoß in den rechten Winkel. Zu einem Punkt reichte es nicht, denn Ibisevic war mit dem Kopf zur Stelle.
sid/dpa/red | Stand: 28.10.2012, 18:28