Bibiana Steinhaus pfeift künftig in der Bundesliga

Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus

Bibiana Steinhaus pfeift künftig in der Bundesliga

Bibiana Steinhaus wird als erste Schiedsrichterin in der deutschen Fußball-Geschichte ab der kommenden Saison Bundesligaspiele leiten.

Die 38-Jährige aus Hannover gehört zu insgesamt vier Neulingen, die von der Saison 2017/18 an in der ersten Liga zum Einsatz kommen werden. Dies hat das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Freitag (19.05.2017) in Frankfurt beschlossen.

"Es war schon immer mein Traum, als Schiedsrichterin in der Bundesliga aktiv sein zu dürfen. Dass dieser Traum nun wahr werden soll, erfüllt mich natürlich mit großer Freude", kommentierte Steinhaus ihre Nominierung.

Bibiana Steinhaus wird erste Schiedsrichterin in der Bundesliga

Ohne Sendereihe | 18.05.2017 | 00:35 Min.

Zahl der Schiedsrichter erhöht sich

Neben Steinhaus steigen auch die Zweitliga-Referees Martin Petersen (Stuttgart), Sven Jablonski (Bremen) und Sören Storks (Velen) in die Bundesliga auf.

Da in Wolfgang Stark, Günter Perl und Joachim Drees nur drei Referees aus Altersgründen ihre Laufbahn beenden, erhöht sich die Zahl der Bundesliga-Schiedsrichter auf 24.

Honorare der Schiedsrichter steigen

Die Schiedsrichter in der Fußball-Bundesliga kassieren künftig deutlich höhere Honorare. Ab der Saison 2017/18 gibt es für einen Einsatz 5.000 Euro statt bisher 3.800 Euro. Die Assistenten erhalten 2.500 Euro und damit 500 Euro mehr. Die Vierten Offiziellen werden mit 1.250 Euro honoriert. Bislang erhielten sie 1.000 Euro.

Auch die Grundgehälter steigen. Die sechs FIFA-Schiedsrichter der ersten Kategorie ("First class") bekommen in der neuen Saison 79.000 Euro (bislang 75.000 Euro). Die weiteren FIFA-Schiedsrichter und die Unparteiischen, die länger als fünf Jahre in der Bundesliga aktiv sind, erhalten 69.000 Euro (65.000 Euro).

Alle weiteren Bundesliga-Schiedsrichter verdienen 59.000 Euro statt bisher 55.000 Euro. In der Saison 2018/19 werden alle Honorare noch einmal um jeweils 1.000 Euro angehoben.

Der finanzielle Mehraufwand beläuft sich in den kommenden zwei Spielzeiten auf knapp drei Millionen Euro und wird entsprechend des Grundlagenvertrages weiterhin von den 36 Profivereinen getragen.

dpa | Stand: 19.05.2017, 14:02

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