Leverkusen und Freiburg treten auf der Stelle

Julian Schuster (l.) und Leverkusens Andre Schuerrle kaempfen um den Ball

SC Freiburg - Bayer Leverkusen 0:0

Leverkusen und Freiburg treten auf der Stelle

Bayer Leverkusen droht in der Bundesliga endgültig den Anschluss an Spitzenreiter Bayern München zu verlieren. Vor 22.500 Zuschauern kam die Werkself beim SC Freiburg nicht über ein torloses Unentschieden hinaus.

Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw neutralisierten sich beide Teams über weite Strecken, die Partie spielte sich fast ausschließlich im Mittelfeld ab. Die Gastgeber, die auf Mensur Mujdza (Rückenprobleme), Cedrick Makiadi (Afrika-Cup), Sebastian Freis (Schulterverletzung) und Immanuel Höhn (Infekt) verzichten mussten, hatten die erste Chance..

Jonathan Schmid scheiterte nach elf Spielminuten an Bayer-Keeper Bernd Leno. Auch danach zeigten sich die Freiburger vor dem Tor gefährlicher als die Werkself. Jan Rosenthal traf mit einer sehenswerten Direktabnahme nur die Querlatte (17.). Im Gegenzug hatte Bayer-Kapitän Simon Rolfes (18.) die bis dato beste Leverkusener Chance. Eine Diagonalhereingabe von Daniel Carvajal setzte der Mittelfeldmann jedoch aus rund zwölf Metern aber neben das Tor von SC-Schlussmann Oliver Baumann.

SC Freiburg - Bayer Leverkusen 0:0

Bayer Leverkusen hat mit dem 0:0 in Freiburg im Rennen um einen Platz in der Champions League einen leichten Dämpfer erlitten.

Daniel Caligiuri (L) und Stefan Reinartz

Bauchlandung im Breisgau: Freiburgs Daniel Caligiuri (li.) und Leverkusens Stefan Reinartz.

Bauchlandung im Breisgau: Freiburgs Daniel Caligiuri (li.) und Leverkusens Stefan Reinartz.

SC-Profi Fallou Diagne (li.) im Duell mit dem Leverkusener Stefan Kießling.

Julian Schuster im Luftkampf mit Bayer-Außenstürmer André Schürrle (re.).

Leverkusens Sebastian Boenisch (li.) kämpft mit Vegar Hedenstad um den Ball.

Bayer-Kapitän Simon Rolfes im intensiven Dialog mit Felix Brych.

Freiburgs Max Kruse setzt sich gegen die Leverkusener Abwehr durch.

Bayer-Stürmer Kießling bei der gefühlvollen Ballannahme.

Freiburg mit den besseren Chancen

Vom Schwung aus dem 3:1-Sieg zum Rückrundenauftakt gegen Eintracht Frankfurt war bei der Leverkusener Elf wenig zu sehen. Der zuletzt so treffsichere Bayer-Stürmer Stefan Kießling konnte sich im ersten Durchgang kaum einmal in Szene setzen, auch Gonzalo Castro und André Schürrle blieben blass. "Wir waren immer dran, an Kießing, an Schürrle", erklärte Freiburgs Keeper Oliver Baumann.

Die Gastgeber waren im Spielaufbau schwungvoller, vor allem auf der rechten Seite mit dem Norweger Hedenstad und Jonathan Schmid. Was fehlte, war die nötige Effektivität. Wie in der 31. Minute, als Daniel Caligiuri mit einem Distanzschuss das Bayer-Tor nur knapp verfehlte.

Leverkusen erst nach der Pause gefährlich

Nach der Pause kam Bayer verbessert aus der Kabine und hatte gleich zweimal kurz hintereinander die Gelegenheit in Führung zu gehen. Zunächst konnte Fallou Diagne einen Schuss von Gonzalo Castro gerade noch abblocken (51.), beim folgenden Eckball verpasste Philipp Wollscheid dann per Kopf die Gästeführung nur knapp.

Nur eine Minute später scheiterte Max Kruse auf der Gegenseite an Leno. In der Folgezeit standen beide Mannschaften defensiv wieder sicherer, boten den Zuschauer dafür aber auch kaum noch Strafraumszenen. Nach 70 Minuten hatten die bis dahin in der Offensive wenig überzeugenden Leverkusener die Gelegenheit für den "Lucky Punch", doch der Schuss von Schürrle ging nur an den Pfosten.

Schürrle mit Unentschieden zufrieden

"Wir haben uns alle einen Dreier gewünscht. Wir wussten aber, dass es schwer würde", kommentierte Schürrle, der am Ende mit der Punkteteilung sogar zufrieden war. "Die erste Halbzeit war Freiburg besser, die zweite waren wir es. Am Ende ist das Ergebnis gerecht."

sid/dpa