Hoffenheim dominiert die Elf des Tages

Hoffenheim dominiert die Elf des Tages

In die Elf des 22. Spieltags haben es gleich drei Hoffenheimer geschafft. Frankfurt und die Bayern sind doppelt vertreten und Werder Bremen mit dem überragenden Florian Kainz.

Der Münchner Sven Ulreich

Tor - Sven Ulreich (FC Bayern München): Bewies auch gegen Schalke, welch großartiger Vertreter für Manuel Neuer er aktuell ist. Reagierte zweimal stark gegen Embolo und zeigte sich auch fußballerisch verbessert. Momentan mit extrem viel Selbstbewusstsein, was auch auf seine Vorderleute abstrahlt, die einen sicheren Rückhalt hinter sich wissen. Und vielleicht ruft bald sogar Bundestrainer Löw an, der Ulreich öffentlich lobte: "Er ist in unserem Blickfeld. Im Eins-gegen-Eins ist er sehr gut."

Tor - Sven Ulreich (FC Bayern München): Bewies auch gegen Schalke, welch großartiger Vertreter für Manuel Neuer er aktuell ist. Reagierte zweimal stark gegen Embolo und zeigte sich auch fußballerisch verbessert. Momentan mit extrem viel Selbstbewusstsein, was auch auf seine Vorderleute abstrahlt, die einen sicheren Rückhalt hinter sich wissen. Und vielleicht ruft bald sogar Bundestrainer Löw an, der Ulreich öffentlich lobte: "Er ist in unserem Blickfeld. Im Eins-gegen-Eins ist er sehr gut."

Abwehr - Dayot Upamecano (RB Leipzig): Erzielte gegen Augsburg sein erstes Bundesligator und brachte sein Team damit auf die Siegerstraße. Doch nicht nur wegen des Treffers machte der 19-Jährige auf sich aufmerksam. Upamecano ließ in der Defensive kaum etwas anbrennen, ging aggressiv in die Zweikämpfe und kam dabei komplett ohne Foulspiel aus. Und wenn er den Ball erobert hatte, spielte er ihn mit traumwandlerischer Sicherheit zu seinem Mitspieler (Passquote von mehr als 90 Prozent). Starker Auftritt des jüngsten Leipzigers. 

Abwehr - Salif Sané (Hannover 96): Der Senegalese war im Spiel gegen den SC Freiburg einfach nicht zu bezwingen. Vor allem seine Lufthoheit war entscheidend für den Sieg. Sané gewann 85 Prozent seiner Luftduelle, er blockte Schüsse ab und entnervte seine Gegenspieler. Und hatte sogar noch Zeit, das vorentscheidende 2:0 von Klaus einzuleiten.

Abwehr - Marco Russ (Eintracht Frankfurt): Der Frankfurter Abwehrspieler hatte die meisten Ballbesitzphasen der Partie, er gewann beinahe jeden Zweikampf, schlug die zweitmeisten Pässe und war damit maßgeblich für die starke Frankfurter Defensivleistung gegen Köln mitverantwortlich. Sein Kopfballtreffer zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung krönte eine starke Leistung.

Mittelfeld - Marius Wolf (Eintracht Frankfurt): Wenn die Frankfurter eine gefährliche Situation initiierten, war meist Marius Wolf beteiligt. Dazu war Wolf einmal mehr enorm fleißig, niemand lief im Spiel gegen Köln mehr als er. Er bereitete mit einem gut getimten Freistoß die Eintracht-Führung vor und traf später selbst mit einem schnörkellosen Schuss ins linke Eck zum 4:1.

Mittelfeld - Vladimir Darida (Hertha BSC): Wenn offensiv etwas ging im Spiel zwischen Hertha BSC und Bayer Leverkusen, dann über den offensiven Mittelfeldmann: Kein Berliner war an mehr Torschüssen beteiligt als Darida, keiner ging weitere Weg als der Tscheche, der mit gutem Auge und großem Einsatz auch die 1:0-Führung durch Valentino Lazaro vorbereitete. Und damit die Basis für einen Erfolg legte, der die Berliner nach zuvor vier sieglosen Spielen mal wieder jubeln ließ.

Mittelfeld - Serge Gnabry (TSG 1899 Hoffenheim): Bekam überraschend den Posten auf der defensiven Außenbahn zugeteilt, löste diesen Job aber, als hätte er nie eine andere Position gespielt. Immer wieder spielte er die Mainzer schwindelig und schaltete sich nach vorne ein. Er gab die meisten Torschussvorlagen und war an den ersten drei Hoffenheimer Toren beteiligt. Und schwang sich somit auf neuer Position zum besten Mann des Spiels auf.

Mittelfeld - Thomas Müller (FC Bayern München): Bester Mann der Bayern gegen Schalke. Müller war extrem engagiert, ging weite Wege, wie seine Laufdistanz von fast zwölf Kilometer belegt, und war an beiden Toren beteiligt. Vor dem ersten Treffer gab er den Distanzschuss ab, der Lewandowskis Nachschuss überhaupt erst ermöglichte, den 2:1-Siegtreffer erzielte er aus spitzem Winkel selbst.

Mittelfeld - Florian Kainz (Werder Bremen): Der Österreicher ließ seinen Wolfsburger Gegenspieler Paul Verhaegh deutlich älter als 34 aussehen, spielte gescheite Pässe, war ohne Pause unterwegs und machte zwei Treffer, darunter einen sehenswerten Schlenzer ins lange Eck. Sein Trainer Florian Kohfeldt sprach vom besten Spiel, das er je von Kainz gesehe habe.

Angriff - Adam Szalai (TSG Hoffenheim): Anspielstation, Goalgetter, Spielmacher - Szalai war in dieser Partie gegen seinen Ex-Klub Mainz 05 offensichtlich besonders motiviert und schlüpfte dabei gleich in mehrere Rollen. Vorne machte Szalai geschickt die Pässe fest, hatte immer den Blick für den besser postierten Nebenmann und die Zuspiele, die ihn erreichten, versenkte er zweimal eiskalt. Damit steht der Ungar bei drei Saisontoren - alle erzielt im Jahr 2018.

Angriff - Andrej Kramaric (TSG Hoffenheim): Bislang war es nicht die Saison des sensiblen Technikers, der lange an seinem Elfmeter-Fehlschuss in der Champions-League-Qualifikation gegen Liverpool zu knabbern hatte. Gegen Mainz zeigte Kramaric aber, was eigentlich in ihm steckt: Zehn Torschussbeteiligungen, 33 Sprints und 11,8 gelaufene Kilometer - es war sein bester Auftritt seit Monaten. Und den krönte Kramaric mit zwei sehenswerten Treffern, es war ein rundum gelungener Nachmittag für den Kroaten.

Die Elf des 22. Spieltags im Überblick

Stand: 11.02.2018, 19:45 Uhr

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