Bremen erkämpft sich Punkt gegen Hoffenheim

Theodor Gebre Selassie (M.) trifft zum 1:1 Ausgleich gegen Oliver Baumann (1899 Hoffenheim)

Werder Bremen - 1899 Hoffenheim 1:1

Bremen erkämpft sich Punkt gegen Hoffenheim

In einem leidenschaftlich geführten Kampfspiel hat sich Werder Bremen einen Punkt gegen 1899 Hoffenheim erarbeitet.

1899 Hoffenheim musste sich zum Rückrundenauftakt mit einem 1:1 (1:0) bei den Bremern zufrieden geben. Florian Hübner brachte die TSG zwar in der 39. Spielminute per Kopf in Führung, doch die Gastgeber kamen durch Theodor Gebre Selassie zum verdienten Ausgleich (63.).

Kohfeldt: "Gegentor war ärgerlich"

Bremens Trainer Florian Kohfeldt ärgerte sich nach dem Abpfiff: "Das Gegentor war ärgerlich, weil wir die Männer nach dem Standard zu früh verlassen haben. Wir wollen jedes Spiel gewinnen und hatten heute auch die Chance dazu." Kollege Julian Nagelsmann sagte: "In der ersten Halbzeit waren wir spielbestimmender als der Gegner. In der zweiten Halbzeit hatten beide Teams ein offenes Visier, beide wollten gewinnen. Das Ergebnis geht in Ordnung." Werders Stürmer Max Kruse sagte in der ARD-Sportschau: "Die Leistung geht in die richtige Richtung. Aber ich bin gespannt, ob wir auf dem Transfermarkt noch was tun. Wir müssen in der zweiten Reihe breiter aufgestellt sein."

Revanche fällt aus

Die von Hoffenheims Trainer Nagelsmann angedrohte Revanche nach der 0:1-Pokal-Niederlage im Oktober im Weserstadion blieb damit aus. Damals hatte er über Werders defensive Spielweise geschimpft und angekündigt, sich mit einem Sieg Genugtuung verschaffen zu wollen. "Natürlich haben wir noch eine Rechnung offen", hatte Nagelsmann denn auch vor dem Duell untermauert und keinen Zweifel daran gelassen, dass er die bittere Pokalniederlage noch immer nicht ad acta gelegt hatte.

Beide Teams offensiv

Doch unter Trainer Kohfeldt, Nachfolger von Alexander Nouri, präsentierte sich Werder ebenso offensiv ausgerichtet wie Hoffenheim. Bei Werder zeigte Ishak Belfodil als einzige Sturmspitze anfangs vielversprechende Ansätze. Doch die defensive Dreierreihe der Gäste um Organisator Kevin Vogt erwies sich bis zur 19. Spielminute als stabil. Dann bediente Belfodil Florian Kainz - der Österreicher scheiterte aus kurzer Distanz nur knapp. Bei den Kraichgauern gestaltete mit Florian Grillitsch ein Ex-Bremer aus dem defensiven Mittelfeld das Spiel mit guter Übersicht und Ruhe am Ball.

Doch vor dem gegnerischen Strafraum gelang es der Nagelsmann-Elf zunächst nicht, mit Serge Gnabry den zweiten früheren Werder-Akteur einzusetzen. 1899 agierte rund um dem Strafraum viel zu kompliziert. Doch dann belohnten sich die Gäste für ihr größeres Engagement mit dem Führungstreffer. Kohfeldt schimpfte an der Seitenlinie wie ein Rohrspatz, doch auch die kurze Werder-Drangphase vor dem Pausenpfiff brachte nichts mehr ein.

Werders Auftritt macht Kohfeldt Mut

Sportschau | 13.01.2018 | 02:25 Min.

Werder im zweiten Durchgang aggressiver

Nach dem Wechsel besannen sich die Hausherren auf ihre Grundtugenden wie Kampf, Einsatz und Leidenschaft. Mit der Einwechslung von Jérôme Gondorf für den angeschlagenen Belfodil (57.) legte Werder auch qualitativ kräftig zu. Nach einer Glanzparade von Jiri Pavlenka gegen den freistehenden Andrej Kramaric (65.) hatte Bremens Niklas Moisander sogar die Großchance zur Führung (72.). Er traf nur den Pfosten und läutete damit eine spannende Schlussphase ein. Werder hatte die besseren Chancen, Hoffenheim blieb bei Kontern stets gefährlich. Doch am Ergebnis änderte sich nichts mehr.

Werder Bremen steht nun am Sonntag (21.01.2018) beim FC Bayern München vor einer vermeintlichen "Mission Impossible". Hoffenheim spielt bereits tags zuvor daheim gegen Bayer Leverkusen.

Fußball · Bundesliga · 18. Spieltag 2017/2018

Samstag, 13.01.2018 | 15.30 Uhr

Wappen Werder Bremen

Werder Bremen

Pavlenka – Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson – M. Eggestein, Bargfrede – M. Kruse, Junuzovic (90.+1 Ro. Bauer), F. Kainz (84. Jóhannsson) – Belfodil (57. J. Gondorf)

1
Wappen 1899 Hoffenheim

1899 Hoffenheim

Baumann – Bicakcic, Vogt, B. Hübner – Kaderabek, Grillitsch, Zuber – L. Rupp, Geiger (62. Polanski) – Uth (57. Kramaric), Gnabry (76. Szalai)

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 B. Hübner (39.)
  • 1:1 Gebre Selassie (63.)

Strafen:

  • gelbe Karte Geiger (6 )
  • gelbe Karte Uth (3 )
  • gelbe Karte M. Kruse (1 )
  • gelbe Karte Vogt (7 )

Zuschauer:

  • 37.500

Schiedsrichter:

  • Robert Hartmann (Wangen im Allgäu)

Stand: Samstag, 13.01.2018, 18:55 Uhr

Wappen Werder Bremen

Werder Bremen

Wappen 1899 Hoffenheim

1899 Hoffenheim

Tore 1 1
Schüsse aufs Tor 4 2
Ecken 6 8
Abseits 3 2
gewonnene Zweikämpfe 114 89
verlorene Zweikämpfe 89 114
gewonnene Zweikämpfe 56,16 % 43,84 %
Fouls 14 18
Ballkontakte 558 623
Ballbesitz 47,25 % 52,75 %
Laufdistanz 119,09 km 122,47 km
Sprints 210 263
Fehlpässe 54 50
Passquote 83,93 % 87,83 %
Flanken 8 17
Alter im Durchschnitt 26,9 Jahre 26,4 Jahre

red/sid/dpa | Stand: 13.01.2018, 19:57

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