De Bruyne hält Wolfsburg auf Kurs

VfL Wolfsburg - SC Freiburg 3:0

De Bruyne hält Wolfsburg auf Kurs

Dank eines erneut überragenden Kevin De Bruyne hat der VfL Wolfsburg die Pflichtaufgabe gegen Abstiegskandidat SC Freiburg letztlich souverän gelöst.

Zwei Treffer hatte Kevin De Bruyne schon zum 3:1-Sieg der Wolfsburger in der Europa League gegen Inter Mailand beigesteuert. Gegen Abstiegskandidat SC Freiburg legte er am Sonntag (15.03.2015) nach und bestätigte seine derzeitige Topform. Fast jeder Angriff der Wölfe beim letztlich souveränen 3:0 (1:0)-Erfolg lief über den Belgier, der im Grunde nur durch Fouls in seinem Wirkungsdrang zu stoppen war. Das 1:0 erzielte er selbst (19.), es war sein neunter Saisontreffer. Auch den Foulelfmeter, den Ricardo Rodriguez zum 2:0 verwandelte (78.), holte er heraus. Und beim 3:0 von Maximilian Arnold (84.) leistete er bereits seine 17. Torvorlage in dieser Saison. Mit 26 Torbeteiligungen ist der 23-Jährige nun die Nummer eins der Liga vor Bayern Münchens Arjen Robben (25). "Er macht den Unterschied aus", adelte ihn VfL-Coach Dieter Hecking.

Streich: "Wir waren wieder nicht torgefährlich"

Elf Siege und zwei Unentschieden: Als einziges Liga-Team neben den Bayern bleibt der VfL vor eigenem Publikum ohne Niederlage. Die Gäste aus dem Breisgau verpassten den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz. Nach dem vierten Ligaspiel ohne Sieg bleibt das Team von Trainer Christian Streich Vorletzter. "Am Anfang haben wir zu viele Torchancen zugelassen, in der zweiten Halbzeit war es ausgeglichen. Aber wir waren wieder nicht torgefährlich, und dann wird das Spiel entschieden durch den Elfmeter", analysierte er nach dem Schlusspfiff.

Kein konstruktiver Spielaufbau beim SC

Immer wieder pressten die Gastgeber und verhinderten damit einen konstruktiven Spielaufbau der Breisgauer. Die Gäste versuchten zwar im Rahmen ihrer Möglichkeiten dagegenzuhalten, ernsthaft in Gefahr brachten sie den VfL jedoch nicht - vor allem nicht offensiv. Die Kardinalschwäche der Breisgauer zeigte sich auch in dieser Partie. Trotz zuweilen gefälliger Kombinationen blieb der SC vor dem VfL-Tor viel zu harmlos. Brenzlig wurde es allerdings, als Keeper Diego Benaglio erst einen Schuss von Christian Günter hielt und anschließend gleich zwei Freiburger vor dem leeren Tor an einer Flanke vorbeirutschten.

Freiburg mit Moral

In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild nicht. Wolfsburg dominierte, ohne sich allzu sehr zu verausgaben. Freiburg bewies allerdings Moral, steckte nie auf und versuchte weiterhin alles im Rahmen seiner Möglichkeiten. Wirkliche Torgefahr versprühten nun beide Teams nicht. Bis Freiburgs Torhüter Roman Bürki De Bruyne im Strafraum foulte und Rodriguez per Strafstoß die Entscheidung herbeiführte. Joker Arnold traf fünf Minuten nach seiner Einwechslung und setzte den Schlusspunkt.

Am Kommenden Spieltag benötigt der Sportclub nun daheim gegen den FC Augsburg dringend drei Punkte, um die Nicht-Abstiegsplätze nicht aus den Augen zu verlieren. Die Wolfsburger treten am Donnerstag (19.03.2015) zunächst zum Europa-League-Rückspiel bei Inter Mailand an, bevor in der Liga das Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz 05 ansteht.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 25. Spieltag 2014/2015

Sonntag, 15.03.2015 | 15.30 Uhr

Wappen VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

Benaglio – Träsch, T. Klose, Knoche, R. Rodriguez – Luiz Gustavo, Guilavogui – Vieirinha (79. Arnold), De Bruyne, D. Caligiuri (83. Schürrle) – Dost (79. Bendtner)

3
Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Bürki – Riether, Torrejon (46. I. Höhn), Mitrovic, C. Günter – Klaus (83. Schahin), Sorg, Darida (46. Höfler), Jo. Schmid – Mehmedi, Frantz

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 De Bruyne (19.)
  • 2:0 R. Rodriguez (78./Foulelfmeter)
  • 3:0 Arnold (84.)

Strafen:

  • gelbe Karte Torrejon (3 )

Zuschauer:

  • 26538

Schiedsrichter:

  • Sascha Stegemann (Niederkassel)

red/sid/dpa | Stand: 15.03.2015, 17:57

Bundesliga | Tabelle

Rang Team S P
1. Bayern München 1 3
2. 1. FC Köln 1 3
2. VfL Wolfsburg 1 3
4. Bor. Dortmund 1 3
4. Bor. M'gladbach 1 3
  ...    
16. FC Augsburg 1 0
16. SV Darmstadt 98 1 0
18. Werder Bremen 1 0
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