Dost schießt auch die Hertha ab

VfL Wolfsburg - Hertha BSC 2:1

Dost schießt auch die Hertha ab

Langsam wird es unheimlich: Auch gegen Hertha BSC avancierte Wolfsburgs Stürmer Bas Dost zum Matchwinner.

Elf Treffer in sechs Pflichtspielen der Rückrunde: Wenn ein Stürmer so einen Lauf hat, gelingt ihm einfach alles. So auch Wolfsburgs Bas Dost gegen Hertha BSC. Erneut entschied der Stürmer eine Partie zugunsten seines Vereins. Der Niederländer erzielte wieder einen Doppelpack (10. und 74.) und sorgte so für den mühevollen, aber verdienten 2:1 (1:1)-Arbeitssieg des VfL über Abstiegskandidat Hertha BSC. Julian Schieber hatte den zwischenzeitlichen Ausgleich (30.) für die Berliner markiert.

Wölfe diesmal nicht so bissig

Allerdings agierten die Wölfe längst nicht so bissig wie in den vergangenen Partien. Die Belastung durch das Europacupspiel drei Tage zuvor gegen Sporting Lissabon (2:0) war deutlich zu spüren. Doch Dost sorgte mit seinem 1:0 nach schöner Vorarbeit von André Schürrle für zeitweise mehr Sicherheit im Spiel der Gastgeber. Die Berliner, die Wiedergutmachung für die bittere 0:2-Pleite vor einer Woche gegen Freiburg betreiben wollten, wurden zunehmend in die eigene Hälfte gedrängt. Schürrle und Kevin de Bruyne suchten im Strafraum immer wieder Dost, der sich mitunter geschickt von seinem Gegenspieler löste.

Ausgleich aus dem Nichts

Von der Hertha war offensiv zunächst gar nichts zu sehen. Der Ausgleich fiel wie aus dem Nichts und unter Mithilfe der Wolfsburger. Zuerst ließ Sebastian Jung den Berliner Valentin Stocker auf der linken Seite ungehindert flanken, dann kamen im Zentrum Ricardo Rodriguez und Robin Knoche gegen Schieber zu spät. Das Tor gab den Herthanern mehr Selbstbewusstsein, das Spiel des in allen entscheidenden Statistik-Belangen haushoch überlegenen VfL geriet immer mehr ins Stocken.

Arnold belebt VfL-Spiel

Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking reagierte zur Pause und brachte mit Maximilian Arnold einen kreativen Spieler für die Zentrale, der die Partie belebte. Die Herthaner verteidigten jedoch mit viel Leidenschaft,einer stabilen Grundordnung und hohem Laufpensum. Doch das reichte nicht. Nach einem Pfostenschuss von Luiz Gustavo staubte Dost zum entscheidenden 2:1 ab. Danach ergaben sich die Berliner weitgehend in ihr Schicksal. "Wir haben es nicht clever gespielt, aber in der zweiten Halbzeit weiter Druck gemacht", lobte VfL-Manager Klaus Allofs sein Team. Zwischen Niedergeschlagenheit und Trotz bewegte sich Berlins Torschütze Schieber: "Wir sind eiskalt bestraft worden. Wir können alle die Tabelle lesen, aber noch ist alles machbar. Aber wir müssen jetzt punkten."

Durch die fünfte Niederlage aus den vergangenen sechs Partien sind die Abstiegssorgen beim Tabellenvorletzten größer denn je. Und am kommenden Spieltag müssen die Berliner gegen den starken FC Augsburg ran. Die Wolfsburger, die ihren Status als erster Bayern-Verfolger weiter gefestigt haben und seit 17 Heimspielen ungeschlagen sind , reisen dann zum Nord-Duell nach Bremen.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 22. Spieltag 2014/2015

Sonntag, 22.02.2015 | 17.30 Uhr

Wappen VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

Benaglio – S. Jung (46. Arnold), Naldo, Knoche, R. Rodriguez – Luiz Gustavo, Träsch – Vieirinha (77. D. Caligiuri), De Bruyne, Schürrle – Dost (90. Bendtner)

2
Wappen Hertha BSC

Hertha BSC

Kraft – Pekarik, Hegeler, Brooks, N. Schulz – Lustenberger, Skjelbred – M. Ndjeng (73. Beerens), Stocker (77. Ronny), Schieber – S. Kalou

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Dost (10.)
  • 1:1 Schieber (30.)
  • 2:1 Dost (74.)

Strafen:

  • gelbe Karte R. Rodriguez (2 )
  • gelbe Karte N. Schulz (1 )
  • gelbe Karte Stocker (5 )

Zuschauer:

  • 27683

Schiedsrichter:

  • Guido Winkmann (Kerken)

red/sid/dpa | Stand: 22.02.2015, 19:54

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