Eiskalte Wölfe zocken Paderborn ab

SC Paderborn - VfL Wolfsburg 1:3

Eiskalte Wölfe zocken Paderborn ab

Dank eines extrem effektiven Auftritts beim SC Paderborn hat sich der VfL Wolfsburg erstmals nach fünf Jahren wieder für die Champions League qualifiziert.

Nach dem eminent wichtigen 2:1-Sieg in Freiburg hatte sich Aufsteiger SC Paderborn auch gegen den VfL Wolfsburg etwas ausgerechnet. Doch diesmal blieb es beim frommen Wunsch. Obwohl die Ostwestfalen von Beginn an versuchten, mutig mitzuspielen, hatten sie gegen die Niedersachsen keine Chance. Aus ihren ersten beiden Chancen machten die Wolfsburger zwei frühe Tore und fuhren so einen nie gefährdeten 3:1 (2:0)-Sieg ein. Der VfL, zuletzt dreimal sieglos, hat somit zwei Spiele vor Saisonende zumindest den dritten Tabellenplatz sicher und spielt in der kommenden Spielzeit zum zweiten Mal in der Champions League. Paderborn als Vorletzter muss wie erwartet bis zur letzten Minute gegen den Abstieg kämpfen.

Wolfsburgs Innenverteidiger Timm Klose (15.) und Stürmer Bas Dost (25./82.) mit seinem 15. und 16. Saisontor sorgten für die VfL-Tore. Der SCP, für den Lukas Rupp traf (90.+1), ist der Verlierer des Spieltags im Tabellenkeller und setzt alle Hoffnung in sein Heim-Endspiel gegen den VfB Stuttgart in zwei Wochen.

Diskussion ums Führungstor

Die Wolfsburger Führung erzielte Klose per Kopf nach einer Ecke. Schiedsrichter Markus Schmidt gab den Treffer nach einer längeren Diskussion mit seinem Assistenten: Luiz Gustavo war nur passiv abseits gewesen, ohne ins Spielgeschehen einzugreifen. VfL-Torjäger Dost hatte kurz darauf wenig Mühe, eine Hereingabe von Ivan Perisic zum 0:2 abzustauben. Nach diesen beiden Treffern schalteten die Wolfsburger schnell in den Ergebnisverwaltungs-Modus um. Die Paderborner versuchten alles, scheiterten jedoch an ihren begrenzten Möglichkeiten.

VfL spielt individuelle Klasse aus

So spielte der VfL mit der souveränen Führung im Rücken seine Klasse aus. Ein ganz ruhiger Nachmittag wurde es allerdings nicht, dafür war der Spielaufbau etwas zu lässig angelegt. Dies ermöglichte Paderborn ab und an Gelegenheiten, beispielsweise durch Süleyman Koc (50./57.). Der kurz zuvor eingewechselte Offensivmann scheiterte erst aus spitzem Winkel an VfL-Torhüter Diego Benaglio und setzte dann einen Lupfer neben das Tor. Wolfsburgs Manager Klaus Allofs sagte nach dem Schlusspfiff: "Ich bin schon erleichtert. Wir haben zuletzt nicht ganz so geradeaus gespielt wie noch vor ein paar Wochen."

Paderborn offensiv zu harmlos

Insgesamt blieb Paderborn trotz aller Bemühungen und Moral offensiv viel zu harmlos. Viel mehr als vorbildlichen kämpferischen Einsatz hatte der SCP nicht zu bieten. Der Mangel an Kreativpotenzial war vor allem bei einigen versandeten Kontern nicht zu übersehen. In der kommenden Woche müssen die Ostwestfalen nun versuchen, auf Schalke zu punkten. Der VfL Wolfsburg, der die Verpflichtung von Mönchengladbachs Stürmer Max Kruse als fix vermeldete, bekommt es dann daheim mit Borussia Dortmund zu tun.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 32. Spieltag 2014/2015

Sonntag, 10.05.2015 | 15.30 Uhr

Wappen SC Paderborn 07

SC Paderborn 07

L. Kruse – Heinloth (46. Koc), Rafa, Hünemeier, D. Brückner – M. Vrancic (77. Saglik), Bakalorz (65. Lakic) – Vucinovic, Rupp, Stoppelkamp – Kachunga

1
Wappen VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

Benaglio – Träsch, Naldo, T. Klose, R. Rodriguez (78. Ma. Schäfer) – Luiz Gustavo, Guilavogui – Perisic (83. Schürrle), De Bruyne, D. Caligiuri (61. Arnold) – Dost

3

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 T. Klose (16.)
  • 0:2 Dost (25.)
  • 0:3 Dost (82.)
  • 1:3 Rupp (90.+1)

Strafen:

  • gelbe Karte Perisic (3 )
  • gelbe Karte D. Caligiuri (1 )
  • gelbe Karte Dost (1 )

Zuschauer:

  • 14659

Schiedsrichter:

  • Markus Schmidt (Stuttgart)

red/sid/dpa | Stand: 10.05.2015, 17:58

Darstellung: