Intensive Nullnummer in Freiburg

Freiburgs Haberer im Kopfballduell gegen Frankfurts Fernandes

SC Freiburg - Eintracht Frankfurt 0:0

Intensive Nullnummer in Freiburg

Der SC Freiburg und Eintracht Frankfurt mit dem eingewechselten Bundesliga-Rückkehrer Kevin-Prince Boateng haben sich am 1. Spieltag der Saison 2017/2018 mit 0:0 getrennt.

Ein Videobeweis brachte den SC Freiburg dabei um einen erfolgreichen Saisonauftakt. Ein Tor von SC-Stürmer Tim Kleindienst erkannte Schiedsrichter Manuel Gräfe dabei mit Hilfe der neuen Technik wegen einer Abseitsstellung zu Recht nicht an (17. Minute). Es wäre aber auch ein unverdienter Sieg gewesen, da Frankfurt in der ersten Hälfte mehrere hochkarätige Chancen vergab.

Frankfurt hat drei ganz dicke Chancen

Neuzugang Boateng nahm gut zwei Jahre nach seinem letzten Bundesliga-Spiel zunächst auf der Bank Platz, Eintracht-Trainer Niko Kovac wechselte ihn in der 67. Minute ein. Der Pokal-Finalist der vergangenen Saison hatte die Sommerpause für einen großen Umbruch genutzt und lief mit sechs Neuzugängen von Beginn an auf. Freiburgs Streich dagegen vertraute der gleichen ersten Elf wie zuletzt im DFB-Pokal, gab nur im Angriff Kleindienst den Vorzug vor Nils Petersen.

Christian Streich: "Wir konnten heute mithalten"

Sportschau | 19.08.2017 | 00:58 Min.

Auf dem Rasen entwickelte sich direkt ein interessantes Spiel. Der SC Freiburg hatte in der ersten Hälfte über 60 Prozent Ballbesitz, gewann sogar mehr Zweikämpfe, aber vor allem der wuchtige Stürmer Sebastien Haller sorgte immer wieder für Gefahr. Bei einem Drehschuss des 23-Jährigen streckte sich SC-Torhüter Alexander Schwolow erfolgreich (11. Minute) und lenkte den Ball gerade noch um den Pfosten. Auch ein Kopfball von Defensivmann Simon Falette aus kurzer Distanz freistehend am langen Pfosten hätte die Führung bringen müssen (17.). Er köpfte jedoch knapp am Pfosten vorbei. Nach einer guten halben Stunde setzte sich Haller dann wieder gegen die SC-Abwehr durch, knallte den Ball aber nur an die Latte.

Kovac ärgert sich über vergebene Chancen

"Leider haben wir unsere Torchancen nicht genutzt, sonst hätten wir gewonnen. Wir hatten zwei hundertprozentige Möglichkeiten, aber insgesamt haben wir unsere Sache gut gemacht", sagte Boateng. Auf der Gegenseite half Schiedsrichter Gräfe dann der Videobeweis, um Kleindiensts Treffer zu Recht nicht anzuerkennen. Passgeber Florian Niederlechner hatte vor der entscheidenden Hereingabe im Abseits gestanden (17.) - es war der größte Aufreger in der Offensive der Freiburger vor der Pause. Kovac ärgerte sich über die vergebenen Chancen: "Die Mannschaft hat eine gute Leistung gezeigt. Leider haben wir die vielen Torchancen nicht genutzt. Wir hätten als Sieger vom Platz gehen müssen."

Freiburg ließ Eintracht Frankfurt in den zweiten 45 Minuten gewähren, stand jedoch stabiler in der Abwehr und lauerte jetzt seinerseits auf Konter. Nach einer knappen Stunde schickte Streich, der am Donnerstag seinen Vertrag verlängert hatte, Joker Petersen und später dann auch Marco Terrazzino aufs Feld. Die Begegnung verlor an Qualität. Strafraumszenen wurden seltener. In der Schlussphase drängten noch mal die Freiburger, Petersen sorgte zehn Minuten vor dem Ende noch für einen gefährlichen Abschluss.

Freiburg mit hartem Programm

Freiburgs Trainer Christian Streich konnte mit dem Engagement seines Teams zufrieden sein. Fußballerisch war die Darbietung zu wenig, es fehlte an Ideen. "Es war ein schwieriges Spiel. In der zweiten Hälfte ist es besser geworden", lautete sein Fazit.

Freiburg muss am 2. Spieltag nach Leipzig, anschließend kommt Angstgegner Borussia Dortmund. Da könnte dieser eine Punkt noch wichtig sein, um einen kompletten Fehlstart zu vermeiden. Frankfurt erwartet jetzt die angeknockten Wolfsburger bevor es am 3. Spieltag zu Borussia Mönchengladbach geht.

Fußball · Bundesliga · 1. Spieltag 2017/2018

Sonntag, 20.08.2017 | 15.30 Uhr

Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Schwolow – Lienhart, J. Schuster, M.-O. Kempf – P. Stenzel, Höfler, Frantz, Günter – Niederlechner (78. Terrazzino), Kleindienst (58. Petersen), Haberer

0
Wappen Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

Hradecky – Abraham, Hasebe, Falette (82. da Costa) – Chandler, Fernandes, Willems – de Guzmán, Gacinovic (88. Hrgota) – Kamada (67. Boateng), Haller

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Strafen:

  • gelbe Karte Falette (1 )
  • gelbe Karte Lienhart (1 )
  • gelbe Karte Fernandes (1 )

Zuschauer:

  • 24.000

Schiedsrichter:

  • Manuel Gräfe (Berlin)

Stand: Sonntag, 20.08.2017, 17:44 Uhr

Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Wappen Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

Tore 0 0
Schüsse aufs Tor 2 2
Ecken 3 7
Abseits 5 2
gewonnene Zweikämpfe 92 102
verlorene Zweikämpfe 102 92
gewonnene Zweikämpfe 47,42 % 52,58 %
Fouls 8 15
Ballkontakte 630 507
Ballbesitz 55,41 % 44,59 %
Laufdistanz 113,79 km 113,84 km
Sprints 155 200
Fehlpässe 69 59
Passquote 83,45 % 80 %
Flanken 5 14
Alter im Durchschnitt 25,6 Jahre 26,8 Jahre

red/dpa/sid | Stand: 20.08.2017, 17:25

Bundesliga | Tabelle

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4.RB Leipzig1628
5.Bor. M´gladbach1728
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16.Werder Bremen1715
17.Hamburger SV1715
18.1. FC Köln176
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