Knapper Wolfsburger Sieg im ersten Relegationsspiel

Jubel bei Wolfsburgs Philipp Wollscheid, Mario Gomez und Daniel Didavi (v.l.)

VfL Wolfsburg - Eintracht Braunschweig 1:0 (1:0)

Knapper Wolfsburger Sieg im ersten Relegationsspiel

Dank Torjäger Mario Gomez winkt dem VfL Wolfsburg ein positives Ende seiner Horror-Saison. Die Mannschaft von Trainer Andries Jonker besiegte den Zweitligisten Eintracht Braunschweig im hitzigen Hinspiel des Relegations-Derbys verdient mit 1:0 (1:0).

Die Entscheidung fällt im Rückspiel am Montag (29.05.2017) in Braunschweig. Im Abstiegskampf bleibt Gomez Wolfsburgs personifizierte Lebensversicherung. Der Nationalspieler erzielte für den Bundesligisten das Tor des Tages in der 35. Minute per Handelfmeter.

Der Treffer beruhte allerdings auf einer Fehlentscheidung. Dem Elfmeterpfiff von Sascha Stegemann ging ein klares Handspiel von Gomez voraus. Eintracht-Profi Gustav Valsvik wurde danach aus kurzer Distanz angeschossen.

Wolfsburg holt knappen Sieg gegen Braunschweig

Sportschau | 25.05.2017 | 00:45 Min.

Die Hoffnungen der Braunschweiger auf ihre Bundesliga-Rückkehr nach drei Jahren im Unterhaus haben unterdessen einen Dämpfer erhalten. Für den vierten Aufstieg der Vereinsgeschichte benötigen die "Löwen" am Montag einen Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied.

"Entscheidung tut extrem weh"

"Ich hätte gerne einen höheren Sieg eingefahren. Wir haben aber kein Gegentor kassiert, das ist gut", sagte Jonker in der ARD. Sein Gegenüber Torsten Lieberknecht war mächtig angefressen: "Jeder hat die Szene gesehen. Deswegen hasse ich diese Relegation. Das ist eine Entscheidung, die extrem weh tut. Mit so einer Entscheidung ist vielleicht eine ganze Saison am Arsch."

Ken Reichel: "Klare Fehlentscheidung vom Schiedsrichter"

Sportschau | 25.05.2017 | 01:08 Min.

Boland vergibt Braunschweiger Führung

Temporeich, hitzig, hart umkämpft: Beide Teams starteten mit Volldampf in das Duell der Gegensätze. In der aufgeladenen Atmosphäre der mit 29.100 Zuschauern ausverkauften Arena in Wolfsburg führten die Rivalen jeden Zweikampf am Limit des Erlaubten.

Braunschweig versuchte das Wolfsburger Offensivspiel durch konsequentes Anlaufen schon tief in der Hälfte des VfL zu stören. Und so blieben zwingende Torchancen zunächst aus. Dann beinahe der Schock für die Hausherren: Der quirlige Christoffer Nyman chippte den Ball an den zweiten Pfosten, wo Mirko Boland das Kunststück vollbrachte, völlig freistehend aus vier Metern doch noch daneben zu köpfen. 13 Minuten später machte es Gomez besser.

Wolfsburg dominant in Halbzeit zwei

Die Wolfsburger kamen wacher aus den Kabinen und erhöhten den Druck. Daniel Didavi vergab in der 49. Minute nach tollem Pass von Yunus Malli die Chance, zu erhöhen. Sein Schuss aus kurzer Distanz landete nur am Außennetz. Nur wenig später kratzte Braunschweigs Keeper Jasmin Fejzic den Ball nach Kopfball von Gomez gerade noch von der Linie (54.) und parierte in der Folge auch noch einen Kopfball von Didavi (59.).

Braunschweig fand in der zweiten Hälfte den Weg zum Wolfsburger Tor überhaupt nicht, so dass es beim knappen Erfolg für die Gastgeber blieb.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Donnerstag, 25.5., 22.50 Uhr

red; sid; dpa | Stand: 25.05.2017, 22:29

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