Leipzig dreht Partie gegen Freiburg

Jubel bei RB Leipzig

RB Leizpig - SC Freiburg 4:1

Leipzig dreht Partie gegen Freiburg

Torjäger Timo Werner hat Vizemeister RB Leipzig zurück zum Vollgasfußball der vergangenen Saison geführt. Der Nationalstürmer war mit einem Doppelpack (48. und 71. Minute) maßgeblich am 4:1 (0:1)-Sieg gegen den SC Freiburg am Sonntag (27.08.2017) beteiligt.

Nachdem der Champions-League-Neuling in der ersten Halbzeit, wie schon zum Auftakt gegen Schalke 04 (0:2), zu wenig aus seiner Überlegenheit gemacht und sich beim Rückstand durch Florian Niederlechner (23.) konteranfällig präsentiert hatte, drehte RB in den zweiten 45 Minuten auf.

Der Lohn waren die Treffer von Werner und Kapitän Willi Orban (55.). Knapp zwei Minuten nach seiner Einwechslung erhöhte Neuzugang Bruma auf 4:1 (78.). Der Freiburger Nicolas Höfler sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (79.).

Streich: "RB Leipzig ist nicht unser Maßstab"

Freiburgs Trainer Christian Streich präsentierte sich nach dem Abpfiff enttäuscht, wollte seiner Mannschaft aber keinen Vorwurf machen. "RB Leipzig ist nicht unser Maßstab", sagte Streich bei "Sky": "Die erste Halbzeit war gut, danach haben wir zu schnell die Gegentore bekommen. Dann hast du keine Chance gegen Leipzig."

Leipzig mit zwei Gesichtern gegen Freiburg

Sportschau | 26.08.2017 | 01:27 Min.

Sein Gegenüber, Ralph Hasenhüttl, war nicht nur mit der fulminanten zweite Hälfte seiner Mannschaft zufrieden. "Die erste Halbzeit war sicherlich nicht viel schlechter. Das Problem war halt, dass wir die Tore nicht gemacht haben", so der Österreicher.

Augustin überzeugt bei Startelf-Debüt

Hasenhüttl musste wegen muskulärer Probleme auf Stürmer Yussuf Poulsen verzichten. Für ihn feierte 15-Millionen-Mann Jean-Kevin Augustin sein Startelfdebüt in der Bundesliga. Und der französische U21-Nationalspieler war zunächst der überragende Mann auf dem Platz. In der neunten Minute nahm Augustin nach einem langen Pass den Ball wunderbar mit der Hacke mit, dann überlupfte er seinen Gegenspieler und scheiterte mit einem satten Linksschuss am glänzend parierenden SC-Schlussmann Alexander Schwolow.

Acht Minuten später war Augustin wieder zu schnell für die Freiburger Hintermannschaft, doch ein leichter Schubser von Marc-Oliver Kempf brachte den 20-Jährigen kurz vor dem Abschluss zu Fall. Nach dem Videobeweis blieb die Entscheidung von Schiedsrichter Christian Dingert, weiterspielen zu lassen, bestehen. Augustin stürmte unbeirrt weiter, in der 21. Minute verfehlte sein Schuss von der Strafraumgrenze das Tor nur um wenige Zentimeter. "Er hat gezeigt, dass er eine gute Alternative für uns ist", lobte Hasenhüttl seinen Neuzugang.

Freiburger Führung wie aus dem Nichts

Die Taktik von SC-Trainer Streich, Emil Forsberg und Naby Keita zuzustellen, um Zuspiele auf die schnellen Stürmer zu verhindern, ging zunächst nicht auf. Wie aus dem Nichts gingen die Gäste aber in Führung: Beim Tor von Niederlechner ließ sich die RB-Verteidigung von einem einfachen Doppelpass und einer Körpertäuschung düpieren.

Der Rückstand brachte die Sachsen zunächst aus dem Konzept. Das Anrennen wurde zunehmend unstrukturierter. Außerdem zeigte sich Leipzig anfällig für Konter: Marco Terazzino hatte das 2:0 auf dem Fuß (36.), RB-Torwart Peter Gulacsi parierte jedoch und stauchte danach seine Mitspieler zusammen.

Chancen im Minutentakt für Leipzig

Auch Trainer Ralph Hasenhüttl dürfte passende Worte gefunden haben, denn Leipzig zeigte zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder zielstrebigen Vollgasfußball. Nach Werners Ausgleich per Kopf gab es für die Hausherren fast im Minutentakt Chancen auf den Führungstreffer, eine davon nutzte Orban. Später war wieder Werner zur Stelle. Freiburg wirkte zunehmend überfordert und fand offensiv im zweiten Durchgang fast gar nicht mehr statt. Da halfen auch die Wechsel von Streich nichts, der nach und nach seine komplette Offensivreihe austauschte.

Nach der Länderspielpause geht es für Freiburg im eigenen Stadion gegen Borussia Dortmund weiter. Dann wird Streich auch einen Ersatz für den gesperrten Höfler finden müssen. Leipzig reist dann zum noch ungeschlagenen Hamburger SV.

Fußball · Bundesliga · 2. Spieltag 2017/2018

Sonntag, 27.08.2017 | 15.30 Uhr

Wappen RB Leipzig

RB Leipzig

Gulacsi – Klostermann, Orban, Upamecano, Halstenberg – Demme (82. Laimer), Keïta – Sabitzer, Forsberg – Ti. Werner (85. Do. Kaiser), Augustin (78. Bruma)

4
Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Schwolow – Lienhart, J. Schuster, M.-O. Kempf – P. Stenzel, Höfler, Frantz, Günter – Niederlechner (52. Bulut), Haberer (70. Petersen), Terrazzino (70. Kath)

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Niederlechner (24.)
  • 1:1 Ti. Werner (48.)
  • 2:1 Orban (55.)
  • 3:1 Ti. Werner (71.)
  • 4:1 Bruma (80.)

Strafen:

  • gelbe Karte Orban (1 )
  • gelbrote Karte Höfler (81./Wiederholtes Foulspiel)
  • gelbe Karte Demme (1 )

Zuschauer:

  • 39.265

Schiedsrichter:

  • Christian Dingert (Lebecksmühle)

Stand: Sonntag, 27.08.2017, 17:20 Uhr

Wappen RB Leipzig

RB Leipzig

Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Tore 4 1
Schüsse aufs Tor 11 4
Ecken 8 2
Abseits 1 1
gewonnene Zweikämpfe 87 68
verlorene Zweikämpfe 68 87
gewonnene Zweikämpfe 56,13 % 43,87 %
Fouls 10 11
Ballkontakte 755 414
Ballbesitz 64,59 % 35,41 %
Laufdistanz 112,83 km 113,71 km
Sprints 217 213
Fehlpässe 73 58
Passquote 86,04 % 71,98 %
Flanken 6 3
Alter im Durchschnitt 23,5 Jahre 25,5 Jahre

red/sid/dpa | Stand: 27.08.2017, 17:20

Bundesliga | Tabelle

RangTeamSP
1.Bayern München1638
2.FC Schalke 041629
3.RB Leipzig1628
4.Bor. M´gladbach1728
5.Bayer Leverkusen1627
 ...  
16.Hamburger SV1715
17.Werder Bremen1614
18.1. FC Köln163
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