Leverkusen erkämpft sich späten Sieg

SC Paderborn - Bayer Leverkusen 0:3 (0:0)

Leverkusen erkämpft sich späten Sieg

Bayer 04 Leverkusen hat sich mit späten Treffern den Sieg beim Aufsteiger SC Paderborn erkämpft. Die Ostwestfalen geraten immer mehr in Abstiegsnot.

Bayer Leverkusen hat im Rennen um die Champions-League-Plätze in der Fußball-Bundesliga mit etwas Glück den vierten Platz verteidigt. Beim abstiegsgefährdeten SC Paderborn siegte die Werkself nach einer lange Zeit schwachen Vorstellung dank der Treffer des eingewechselten Kyriakos Papadopoulos (73.) und von Heung-Min Son (84., 90.+3) mit 3:0 (0:0) und hielt mit 39 Punkten Schalke 04 und den FC Augsburg auf Distanz.

Mit dem Spiel und dem Ergebnis war Bayer-Sportdirektor Rudi Völler zufrieden: "3:0 - da wollen wir heute mal nicht meckern." Der Sieg sei auch in der Höhe verdient gewesen, befand er trotz der spielerischen Defizite bis zur Führung. "Wir waren geduldig, die erste Halbzeit war zäh. Je länger das Spiel gedauert hat, hat man gemerkt, dass wir die bessere Mannschaft waren", sagte Völler.

"Als ich nach dem Spiel auf die Anzeigetafel gesehen habe, das war der pure Wahnsinn. Bis zur 73. Minute haben wir ein tolles Spiel abgeliefert", sagte Paderborns trainer André Breitenreiter, nachdem er im Mittelkreis seine wacker gegen den Bundesliga-Abstieg kämpfenden Profis aufgemuntert hatte.

Leno musste mehrfach retten

Torhüter Bernd Leno musste vor den Bayer-Treffern mehrfach einen Rückstand verhindern. Der SCP stand nach starkem Spiel kurz davor, seinem früheren Trainer Roger Schmidt die Rückkehr in seine zweite Heimat zu verderben. Nach dem sechsten Heimspiel ohne Sieg bleibt Paderborn auf Rang 16 (23 Punkte). Leverkusen zeigte drei Pflichtspielsiegen in Folge zum Trotz eine spielerisch über weite Strecken schwache Leistung.

Paderborn hatte nach einer halben Stunde den Champions-League-Teilnehmer im Griff. Einzig die schwache Chancenverwertung verhinderte eine Überraschung. Vor 14.905 Zuschauern war Bayer zwar vom Anpfiff an bemüht, das Offensivpressing zu zeigen, kam aber nur durch den Schnellschuss von Karim Bellarabi (1.) in der ersten Hälfte gefährlich vor das Tor.

Paderborn zu leichtfertig

Es entwickelte sich ein intensives Spiel, in dem es aber lange an Torszenen mangelte. Erst kurz vor der Halbzeit passierte etwas vor den Toren. Der bis dahin nicht geprüfte Bernd Leno hielt gegen Moritz Stoppelkamp (39.) und einen 18-Meter-Freistoß von Alban Meha (42.) vor der Pause zweimal herausragend.

In der 55. Minute wäre auch der U-21-Nationaltorhüter geschlagen gewesen, doch der überraschend als Sturmspitze aufgebotene Stefan Kutschke verpasste freistehend. Erneut Kutschke und der agile Süleyman Koc vergaben in der 59. Minute ein weiteres Mal leichtfertig gegen Leno. Papadopoulos und Son schockten anschließend aber die wackeren Gastgeber.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 24. Spieltag 2014/2015

Sonntag, 08.03.2015 | 17.30 Uhr

Wappen SC Paderborn 07

SC Paderborn 07

L. Kruse – Heinloth (77. Lakic), Strohdiek, Hünemeier, Hartherz – Rupp, P. Ziegler (65. Bakalorz) – Koc (70. Je. Wemmer), Meha, Stoppelkamp – Kutschke

0
Wappen Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen

Leno – Hilbert, Toprak, Spahic (55. K. Papadopoulos), Wendell – Bellarabi (78. Rolfes), G. Castro, Reinartz, Son – Kießling, Drmic (68. J. Brandt)

3

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 K. Papadopoulos (73.)
  • 0:2 Son (84.)
  • 0:3 Son (90.+3)

Strafen:

  • gelbe Karte P. Ziegler (4 )
  • gelbe Karte Spahic (5 )

Zuschauer:

  • 14905

Schiedsrichter:

  • Daniel Siebert (Berlin)

red/dpa/sid

Mehr zu den Vereinen

Bundesliga | Tabelle

Rang Team S P
1. Bayern München 34 88
2. Bor. Dortmund 34 78
3. Bayer Leverkusen 34 60
4. Bor. M'gladbach 34 55
5. FC Schalke 04 34 52
  ...    
16. Eintr. Frankfurt 34 36
17. VfB Stuttgart 34 33
18. Hannover 96 34 25
Darstellung: