Paderborn beeindruckt gegen Frankfurt

Breitenreiters Joker drehen das Spiel

Paderborn beeindruckt gegen Frankfurt

Paderborns Trainer André Breitenreiter hat gegen Eintracht Frankfurt den Sieg eingewechselt: Seine Joker Marvin Duksch und Stefan Kutschke drehten mit ihren Treffern die Partie. Durch den verdienten 3:1 (0:0)-Sieg zog der SC Paderborn in der Tabelle an den Frankfurtern vorbei.

Nach einer langweiligen ersten Hälfte sahen die 15.000 Zuschauer in Paderborn einen packenden zweiten Durchgang: Frankfurts Torjäger Alexander Meier brachte sein Team in der 57. Minute in Führung. Nach einem Querpass von Takashi Inui traf er aus knapp 16 Metern mit der Seite in die rechte Ecke, vom Innenpfosten sprang der Ball ins Netz. Kurz darauf brachte Breitenreiter in Duksch und Kutschke für Elias Kachunga und Lukas Rupp zwei neue Stürmer - und die beiden sorgten sofort für Wirbel. Ducksch traf nach einem Doppelpass mit Kutschke vom linken Strafraum-Eck sehenswert ins rechte Eck (66.).

In der 79. Minute brachte Kapitän Uwe Hünemeier die Paderborner in Führung. Nach Vorarbeit von Mario Vrancic traf der Innenverteidiger im Stile eines Mittelstürmers aus kurzer Distanz (79). Kurz darauf umkurvte Kutschke Frankfurts Torwart Felix Wiedwald und sorgte mit dem 3:1 für die Vorentscheidung (85.). Süleyman Koc hatte den Treffer mit einem schönen Pass vorbereitet. "Ich danke dem Trainer, dass er mich reingebracht hat", sagte Kutschke. "Wir spielen richtig mit Leidenschaft."

Russ an zwei Gegentoren beteiligt

Paderborn verteidigte im eigenen Stadion von Beginn an kompakt, setzte auf Konter und ging wenig Risiko. Frankfurt fand in der Offensive keine Mittel und erspielte sich in der ersten Hälfte keine echte Torchance. Auch Paderborn kam vor der Pause nur einmal gefährlich vors Tor, Kachunga traf in der elften Minute den Ball aus zentraler Position aber nicht richtig. Kurz vor dem Wechsel nahm Frankfurts Inui im eigenen 16er den Ball mit dem Oberarm an, Schiedsrichter Deniz Aytekin gab den fälligen Elfmeter allerdings nicht.

"Wir sind ruhig geblieben und haben geduldig weitergespielt", sagte Paderborns Mario Vrancic. "Wir wussten, dass wir unsere Chancen bekommen. Nach den Umstellungen haben wir Vollgas gegeben." In der Frankfurter Abwehr ersetzte Marco Russ den verletzten Abwehrchef Carlos Zambrano, der mit einem Außenbandriss im Knie lange fehlen wird. Allerdings kam Russ beim Treffer von Hünemeier einen Schritt zu spät und verfehlte vor dem dritten Paderborner Treffer Koc' Pass mit einer Grätsche. "Nach dem 1:1 hatten wir noch ein, zwei Chancen", sagte Frankfurts Bastian Oczipka. "Aber insgesamt standen wir in der Defensive viel zu weit auseinander." Eintracht-Trainer Thomas Schaaf befand, dass die Verbissenheit im Spiel der Paderborner mehr zu sehen gewesen sei. "Wir haben einen Tick zu wenig getan."

Paderborn mit Tendenz nach oben

Der Bundesliga-Neuling Paderborn mischt die Liga also weiter auf und könnte am kommenden Wochenende einen weiteren Sprung in der Tabelle machen. Gegner am Samstag ist 1899 Hoffenheim, derzeit Tabellendritter mit nur zwei Punkten Vorsprung auf Paderborn. Eintracht Frankfurt ist als Achter ebenfalls noch gut platziert, muss sich im Duell mit dem VfB Stuttgart aber steigern.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 8. Spieltag 2014/2015

Sonntag, 19.10.2014 | 17.30 Uhr

Wappen SC Paderborn 07

SC Paderborn 07

L. Kruse – Heinloth, Strohdiek, Hünemeier, D. Brückner – P. Ziegler – Koc (88. Hartherz), Rupp (63. Kutschke), M. Vrancic, Stoppelkamp – Kachunga (64. Ducksch)

3
Wappen Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

Wiedwald – Ignjovski (68. Chandler), Russ, Anderson, Oczipka – Medojevic (77. Aigner), Hasebe – Piazon, A. Meier, Inui – Seferovic

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 A. Meier (57.)
  • 1:1 Ducksch (66.)
  • 2:1 Hünemeier (79.)
  • 3:1 Kutschke (85.)

Strafen:

  • gelbe Karte Ignjovski (3 )

Zuschauer:

  • 15000

Schiedsrichter:

  • Deniz Aytekin (Oberasbach)

red/dpa/sid | Stand: 19.10.2014, 20:56

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