Nagelsmann feiert ersten Sieg mit Hoffenheim

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann jubelt.

TSG Hoffenheim - FSV Mainz 05 3:2

Nagelsmann feiert ersten Sieg mit Hoffenheim

Julian Nagelsmann hat den ersten Sieg als Coach von 1899 Hoffenheim geschafft. Die stark abstiegsbedrohten Kraichgauer setzten sich gegen Mainz 05 durch.

Nagelsmann überraschte die 26.000 Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena mit einem offensiven 4-3-3-System. Der Schuss ging allerdings zunächst nach hinten los. Die viel zu weit aufgerückten Gastgeber, die ohne den gesperrten Neuzugang Andrej Kramaric auskommen mussten, kassierten früh den Rückstand. Der Kolumbianer Jhon Cordoba (11.) schloss einen Konter mit seinem ersten Bundesligator ab. Die Mainzer konnten sich allerdings nicht allzu lange über die Führung freuen.

Offener Schlagabtausch

Nur zwei Minuten nach dem Cordoba-Treffer erzielte TSG-Jungstar Nadiem Amiri den Ausgleich. Es war das zweite Saison- und Bundesligator des 19-Jährigen. Der Treffer war das Startsignal für einen offenen Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Unter Nagelsmann-Vorgänger und Defensiv-Fanatiker Huub Stevens hätte es ein solch unterhaltsames Offensivspektakel nicht gegeben. Das Ganze erinnerte eher an die Spielweise unter dem von Stevens abgelösten Markus Gisdol.

Mainz bei Kontern gefährlich

Mit zunehmender Spieldauer erarbeiteten sich die Hoffenheimer dank ihrer schnellen Offensivkombinationen ein Übergewicht. Mainz blieb aber bei Kontern immer gefährlich. Die beste Chance der Kraichgauer vor der Pause vergab Amiri (39.). Die Möglichkeit der Rheinhessen durch Christian Clemens nur eine Minute später war allerdings noch größer. Nach dem Seitenwechsel erlebte die Partie ihre erste ruhige Phase. Bis zur 65. Minute passierte nicht viel - obwohl das Tempo weiter hoch blieb. Beiden Mannschaften unterliefen zu viele Fehler.

Süle rettet auf der Linie

Dann traf Uth fast aus dem Nichts, gefolgt von wütenden Angriffen der Mainzer auf den Ausgleich. In der 72. Minute rettete TSG-Innenverteidiger Niklas Süle nach einem Kopfball von Fabian Frei auf der Torlinie. Auf der Gegenseite stellte erneut Uth (76.) die Weichen erst auf Sieg, ehe der Spanier Jairo Samperio wieder für Spannung sorgte (78.).

"Nach der Pause waren wir sehr gut im Spiel. Wir müssen weiter solche Spiele auf den Platz bringen, um die nötigen Punkte zu sammeln", freute sich Nagelsmann über den Auftritt seiner Mannschaft. "Wir haben gegen ein Team verloren, das den Sieg mehr wollte als wir. Wenn bei uns ein Rädchen nicht ins andere greift, dann gibt es eben Niederlagen für uns", zeigte sich Mainz-Trainer Martin Schmitt als fairer Verlierer.

Anschluss für Hoffenheim, Rückschlag für Mainz

Durch den ersten Dreier nach fünf Partien ohne Sieg und der gleichzeitigen Niederlage von Werder Bremen verkürzten die Kraichgauer den Rückstand zum Relegationsplatz auf zwei Punkte. In der nächsten Woche beim Auswärtsspiel in Dortmund dürfte es aber deutlich schwieriger für die TSG werden. Für den FSV war es nach zuvor drei Siegen in Serie ein Rückschlag im Kampf um die Europa-League-Plätze. Am kommenden Samstag gastiert mit Bayer Leverkusen aber ein direkter Konkurrent in Mainz.

red/sid/dpa | Stand: 20.02.2016, 17:22

Bundesliga | Tabelle

Rang Team S P
1. RB Leipzig 13 33
2. Bayern München 13 30
3. Hertha BSC 13 27
4. 1899 Hoffenheim 13 25
5. Eintr. Frankfurt 13 25
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16. SV Darmstadt 98 13 8
17. Hamburger SV 13 7
18. FC Ingolstadt 04 13 6
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