Hertha erkämpft einen Punkt gegen den BVB

Dortmunds Henrich Mchitarjan (l.) und Berlins Marvin Plattenhardt

Hertha erkämpft einen Punkt gegen den BVB

Borussia Dortmund hat die Chance verpasst, den Druck auf Bayern München zu erhöhen und das Meisterrennen vielleicht doch noch einmal spannend zu machen.

Denn eine mutige und disziplinierte Hertha stellte ihre Fortschritte auch gegen die Dortmunder unter Beweis. Der Überraschungs-Dritte besaß beim Remis gegen den Zweiten BVB sogar die klareren Möglichkeiten zum Sieg. John-Anthony Brooks und Salomon Kalou hätten für eine weitere Überraschung sorgen können. Die Gäste konnten vor allem in der zweiten Halbzeit aus der optischen Überlegenheit keinen Nutzen ziehen.

"Müssen lernen, Chancen zu nutzen"

"Mit dem 0:0 können beide Mannschaften zufrieden sein", glaubte Hertha-Coach Pal Dardai nach der Partie: "Die erste Halbzeit ging an uns. In der zweiten Halbzeit wollten wir kontern und auf Fehler warten. Wir müssen noch lernen, gegen Top-Mannschaften die wenigen Chancen zu nutzen und die drei Punkte hier zu lassen."

Sein Gegenüber Thomas Tuchel monierte nicht nur die Leistung seines Teams: "Es hat eine ganze Weile gedauert, bis wir uns an das Spiel und die Bedingungen angepasst haben. Der Platz ist in einem extrem bescheidenen Zustand, das macht keinen Spaß. In der zweiten Halbzeit waren wir komplett dominant, aber unter dem Strich hatten wir nicht die Tagesform, um das Spiel für uns zu entscheiden."

Hertha überrascht Dortmund

Im erstmals in dieser Saison ausverkauften Olympiastadion sahen die Fans eine engagierte Startphase der Gastgeber. Schon nach vier Minuten hatte Herthas Dauerläufer Vladimir Darida die erste Chance. Der Tscheche traf aus 14 Metern den Ball aber nicht optimal, so dass BVB-Keeper Roman Bürki parierte. Berlin besaß durch den starken Brooks die beste Chance zur Führung (21.). Nach einer Ecke von Darida landete ein wuchtiger Kopfball des US-Nationalspielers auf dem Tornetz der Gäste.

Dortmund bekam die Partie nach einer Viertelstunde besser in den Griff, konnte sich gegen eine gut organisierte Hertha aber zunächst keine zwingenden Torgelegenheiten erarbeiten. Nationalspieler Marco Reus, der nach überstandenem Infekt ebenso wie Ilkay Gündogan in die Startelf zurückgekehrt war, gelang erst nach einer halben Stunde die erste gefährliche Aktion. Doch der auch defensiv starke Brooks klärte. Ein Kopfball von Hummels war für Hertha-Torwart Rune Jarstein kein Problem (32.).

BVB nach der Pause druckvoller

Direkt nach der Pause zeigten sich die Gäste unter den Augen von Star-Trainer José Mourinho - der Ex-Chelsea-Coach verfolgte in Berlin neben Dortmunds Vereinsboss Hans-Joachim Watzke die Partie auf der Tribüne - zwingender und druckvoller. Ein Schuss von Henrikh Mkhitaryan strich nur knapp am Hertha-Gehäuse vorbei (49.). Eine Eingabe von Reus fand kurz darauf keinen Abnehmer. 20-Tore-Mann Pierre-Emerick Aubameyang blieb bis zu seiner Auswechslung ohne Toraktion.

Die klareren Gelegenheiten hatten auch nach der Pause die Gastgeber: Kalou und der eingewechselte Alexander Baumjohann hätte nach Kontern das Siegtor markieren können.

Am Mittwoch können die Berliner im DFB-Pokal-Viertelfinale beim Zweitligisten Heidenheim ihrem Traum vom Endspiel im eigenen Stadion einen Schritt näher kommen. Dortmund will am Dienstag in Stuttgart den Sprung ins Halbfinale schaffen.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 20. Spieltag 2015/2016

Samstag, 06.02.2016 | 15.30 Uhr

Wappen Hertha BSC

Hertha BSC

Jarstein – Weiser, Langkamp, Brooks, Plattenhardt – Kalou (89. Baumjohann), Lustenberger, Hegeler (90. N. Stark), Haraguchi – Darida – Ibisevic (71. van den Bergh)

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Wappen Borussia Dortmund

Borussia Dortmund

Bürki – Piszczek, Sokratis, Hummels, Schmelzer – Gündogan, Weigl, Castro (71. Pulisic) – Reus (81. Ginter), Aubameyang (72. Ramos), Mchitarjan –

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Fakten und Zahlen zum Spiel

Strafen:

  • gelbe Karte Weigl (4 )
  • gelbe Karte Piszczek (3 )

Zuschauer:

  • 74500

Schiedsrichter:

  • Marco Fritz (Korb)

red/dpa/sid

Bundesliga | Tabelle

Rang Team S P
1. Bayern München 34 88
2. Bor. Dortmund 34 78
3. Bayer Leverkusen 34 60
4. Bor. M'gladbach 34 55
5. FC Schalke 04 34 52
  ...    
16. Eintr. Frankfurt 34 36
17. VfB Stuttgart 34 33
18. Hannover 96 34 25
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