Kalou und Ibisevic lassen Hertha jubeln

Hertha BSC - Hamburger SV 3:0

Kalou und Ibisevic lassen Hertha jubeln

Hertha BSC bezwang den Hamburger SV durch die Tore von Salomon Kalou und Vedad Ibisevic und feierten den dritten Heimsieg in Folge.

Die Gäste aus Hamburg begannen mutig, doch der Dämpfer ließ nicht lange auf sich warten. Der offensiv starke Mitchell Weiser setzte Kalou ein. Der Ivorer ließ mit einer Drehung Johan Djourou stehen und schoss von der Strafraumgrenze flach ein.

HSV tat sich schwer

Die Mannschaft von Pal Dardai ließ sich in der Folge fallen und lauerte auf Konter. Kapitän Fabian Lustenberger sorgte mit einem Dropkick aus 25 Metern für die nächste Chance, doch der Ex-Herthaner Jaroslav Drobny im Kasten der Gäste bekam noch rechtzeitig die Fäuste hoch.

In der Rolle, das Spiel machen zu müssen, tat sich der HSV äußerst schwer. Kurz vor der Halbzeit hatte Stürmer Pierre-Michel Lasogga den Ausgleich auf dem Fuß, doch Lustenberger rutschte im letzten Moment noch in den Ball.

Kalou verpasst zuerst die Entscheidung

HSV-Trainer Bruno Labbadia brachte zur zweiten Halbzeit Gotoku Sakai und der Japaner hätte mit seinem ersten Pass um ein Haar das 0:2 eingeleitet. Kalou konnte den Fehlpass jedoch nicht vollenden. Kurz darauf setzte der Ivorer mit der Hacke geschickt Vladimir Darida ein, doch der Tscheche schob am Tor vorbei. Auch Dardai dachte nach der Partie immer noch an die vergebene Torchance. "Nach der Pause haben wir erst die große Chance zum 2:0 verpasst, aber die Kulisse hat uns zum Sieg getragen. Das war heute ein richtiger Festtag für uns: Tolles Publikum, tolles Wetter und ein toller Sieg."

Ibisevic machte in der Schlussphase mit seinem Doppelpack dann alles klar. Einen arbeitsreichen Nachmittag verlebte auch Herthas Keeper Rune Jarstein. Immer wieder wurde er von seiner Mannschaft ins Aufbauspiel eingebunden und bewies gute Fertigkeiten mit dem Ball am Fuß. In der 55. Minute rettete Jarstein mit einer Großtat vor Lewis Holtby.

"Gegentor aus dem Nichts"

Nach der Partie haderte Labbadia vor allem mit dem ersten Gegentor. "Wir sind top ins Spiel gekommen, haben gut gestanden. Bekommen dann aber aus dem Nichts das Gegentor. In der zweiten Halbzeit haben wir einfach nicht gut gespielt. Hertha hat folglich zu Recht auch in der Höhe gewonnen."

Die Norddeutschen kassierten nach dem 0:1 gegen Schalke 04 die zweite Niederlage in Folge und nähern sich in der Tabelle mit zehn Punkten aus acht Spielen allmählich wieder der Gefahrenzone. Nach der Länderspielpause empfangen die Hanseaten zuhause Bayer Leverkusen. Die Herthaner schoben sich zumindest bis Sonntag auf den vierten Tabellenplatz hinter dem FC Bayern, dem BVB und Schalke 04 und können beim nächsten Spiel in Gelsenkirchen zeigen, wie viel ihr aktueller Höhenflug wirklich taugt.

Fußball · Bundesliga · 8. Spieltag 2015/2016

Samstag, 03.10.2015 | 15.30 Uhr

Wappen Hertha BSC

Hertha BSC

Jarstein – Weiser, N. Stark (29. Hegeler), Lustenberger, Plattenhardt – Haraguchi, Darida, Skjelbred, Cigerci (82. Stocker) – Ibisevic, Kalou (70. Baumjohann) –

3
Wappen Hamburger SV

Hamburger SV

Drobny – Diekmeier, Djourou, Spahic, Ostrzolek (46. Sakai) – Diaz (62. Ilicevic), Ekdal – N. Müller (74. Olic), Hunt, Holtby – Lasogga

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Kalou (17.)
  • 2:0 Ibisevic (76.)
  • 3:0 Ibisevic (78.)

Strafen:

  • gelbe Karte Haraguchi (1 )
  • gelbe Karte N. Müller (1 )

Zuschauer:

  • 65427

Schiedsrichter:

  • Dr. Felix Brych (München)
Wappen Hertha BSC

Hertha BSC

Wappen Hamburger SV

Hamburger SV

Tore 3 0
Schüsse aufs Tor 6 2
Ecken 4 5
Abseits 5 0
gewonnene Zweikämpfe 102 107
verlorene Zweikämpfe 107 102
gewonnene Zweikämpfe 48,8 % 51,2 %
Fouls 13 15
Ballkontakte 594 696
Ballbesitz 46,05 % 53,95 %
Laufdistanz 116,69 km 116,75 km
Sprints 198 248
Fehlpässe 84 95
Passquote 79,66 % 82,11 %
Flanken 6 13
Alter im Durchschnitt 26,4 Jahre 28,7 Jahre

red/dpa/sid | Stand: 03.10.2015, 18:00

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