Später Treffer rettet Hamburg drei Punkte

Albin Ekdal vom Hamburger SV

Hamburger SV - Hertha BSC 1:0

Später Treffer rettet Hamburg drei Punkte

Der Hamburger SV hat eine Woche nach dem Debakel in München einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf gefeiert. Hertha BSC muss dagegen einen Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Plätze hinnehmen.

Beim 1:0 (0:0) am Sonntagabend (05.03.17) war Albin Ekdal der Mann des Tages. Der schwedische Mittelfeldspieler erzielte in der 77. Minute den einzigen Treffer des Tages - und überhaupt seinen ersten Treffer in der Bundesliga. "Es ist ein sehr schönes Gefühl, das erste Bundesliga-Tor zu erzielen. Gerade in so einer wichtigen Phase", freute sich Ekdal nach dem Spiel.

Die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol feierte dank des späten Tores einen verdienten Sieg und stellte mit dem sechsten Bundesliga-Spiel in Folge ohne Niederlage im heimischen Volksparkstadion den Anschluss zu den Nicht-Abstiegsplätzen her. Zu Hause holte der HSV zuletzt 14 von 18 möglichen Punkten.

Die Hertha, die zuvor sechs von sieben Duellen mit den Hamburgern gewonnen hatte, musste dagegen einen Dämpfer im Kampf um die Champions League einstecken. Das Team von Coach Pal Dardai liegt nach der fünften Auswärtspleite in Folge vier Zähler hinter 1899 Hoffenheim auf Platz fünf.

Dardai: "Ein Gegentor, das unnötig ist"

"Ich bin enttäuscht, das tut schon weh. Die erste Halbzeit hatte nicht viel mit Fußball zu tun, in der zweiten Halbzeit haben wir dann etwas besser gespielt. Aber wir haben ein Tor kassiert, das unnötig ist", ärgerte sich der Trainer nach dem Spiel über die siebte Auswärtsniederlage in dieser Spielzeit: "Wenn wir unsere Konterchancen nicht ausspielen, dann werden wir auswärts nicht gewinnen. Heute gab es vier bis fünf Situationen, aber dann fehlt der letzte Pass."

Adler: "Gehen unbeirrt unseren Weg"

Ohne Sendereihe | 05.03.2017 | 02:05 Min.

HSV-Trainer Gisdol war zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. "Uns war klar, dass dieser Gegner nur schwer zu knacken sein wird. Wir haben das gut gemacht, bis auf eine Situation. Insgesamt war es wichtig, die 90 Minuten so stabil zu spielen", so der Trainer: "Wir haben verdient gewonnen. Dass es kein Feuerwerk wird - mit zehn Torschüssen auf beiden Seiten - war klar. Es war ein hartes Stück Arbeit. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben."

HSV-Kapitän Sakai nur auf der Bank

Gisdol musste vier Tage nach dem Viertelfinal-Aus im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach auf den verletzten Innenverteidiger Mergim Mavraj (Sehnenanriss im Knie) verzichten. Zudem blieb Kapitän Gotuko Sakai überraschend auf der Bank. Für ihn begann Dennis Diekmeier. Dardai, der seine Mannschaft unter der Woche zum Schusstraining mit Infrarot-Pistolen geschickt hatte, sah keinen Grund für Veränderungen und ließ dieselbe Elf wie beim 2:0-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt in der Vorwoche und zuvor gegen den FC Bayern (1:1) auflaufen.

Der HSV mühte sich zwar redlich, kam offensiv aber lange nicht so zum Zug wie in den vergangenen Heimspielen. Trotz guter Ansätze bissen sich Torjäger Bobby Wood und Co. im ersten Abschnitt immer wieder an der gut organisierten Berliner Hintermannschaft die Zähne aus. Und als Nicolai Müller nach feiner Vorarbeit von Aaron Hunt frei vor dem Tor auftauchte, parierte Keeper Rune Jarstein glänzend (19.).

Kaum Szenen in den beiden Strafräumen

Auch im zweiten Abschnitt mussten die 44.445 Zuschauer auf packende Torszenen zunächst warten. Immer wieder störten kleine Fouls, Fehlpässe und andere technische Unzulänglichkeiten den Spielfluss. Erst Müllers Schussversuch in die Arme Jarsteins (65.) sorgte für etwas Gefahr. Berlin wurde mit zunehmender Spieldauer forscher und suchte den Abschluss.

Langkamp: "Der HSV wollte es mehr als wir"

Ohne Sendereihe | 05.03.2017 | 01:37 Min.

Zunächst vertändelte Torjäger Vedad Ibisevic leichtfertig (67.), dann sauste ein abgefälschter Schuss von Vladimir Darida knapp vorbei (75.) - ehe Ekdal zwei Minuten später für die Hanseaten traf.

Bei den Hausherren überzeugten Kyriakos Papadopoulos als Sonderbewacher von Ibisevic und der agile Müller. Bei den Gästen stachen Abwehrspieler John Brooks und Keeper Jarstein heraus.

Hertha verliert Anschluss an Hoffenheim

Durch den Erfolg bleibt der HSV zwar auch nach dem 23. Spieltag auf dem Relegationsplatz, hat aber in Punkten (23) zum VfL Wolfsburg auf Rang 15 aufgeschlossen. Hertha BSC verharrt auf Platz fünf, hat nun aber bereits vier Punkte Rückstand auf 1899 Hoffenheim (4.). Sechs Zähler sind es bis zum Drittplatzierten BVB.

Die Dortmunder reisen am kommenden Samstag (11.03.17) ins Berliner Olympiastadion. Die Hamburger empfangen einen Tag später, zum Abschluss des 24. Spieltags, Borussia Mönchengladbach.

Fußball · Bundesliga · 23. Spieltag 2016/2017

Sonntag, 05.03.2017 | 17.30 Uhr

Wappen Hamburger SV

Hamburger SV

Adler – Diekmeier, K. Papadopoulos, G. Jung, Ostrzolek – Walace (73. Sakai), Ekdal – N. Müller, L. Holtby (58. Kostic), Hunt (89. Gregoritsch) – Wood

1
Wappen Hertha BSC

Hertha BSC

Jarstein – Pekarik, Brooks, Langkamp, Plattenhardt – N. Stark (52. Duda), Skjelbred, Haraguchi (84. Esswein), Darida, Kalou – Ibisevic

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Ekdal (77.)

Strafen:

  • gelbe Karte N. Stark (6 )
  • gelbe Karte K. Papadopoulos (3 )
  • gelbe Karte Darida (4 )

Zuschauer:

  • 44445

Schiedsrichter:

  • Dr. Felix Brych (München)

Stand: Sonntag, 05.03.2017, 19:22 Uhr

Wappen Hamburger SV

Hamburger SV

Wappen Hertha BSC

Hertha BSC

Tore 1 0
Schüsse aufs Tor 3 1
Ecken 5 2
Abseits 3 2
gewonnene Zweikämpfe 112 135
verlorene Zweikämpfe 135 112
gewonnene Zweikämpfe 45,34 % 54,66 %
Fouls 13 11
Ballkontakte 605 736
Ballbesitz 45,12 % 54,88 %
Laufdistanz 115,21 km 113,54 km
Sprints 253 206
Fehlpässe 114 117
Passquote 68,85 % 77,28 %
Flanken 8 12
Alter im Durchschnitt 26,2 Jahre 27,6 Jahre

red/dpa/sid | Stand: 05.03.2017, 19:22

Bundesliga | Tabelle

RangTeamSP
1.Bor. Dortmund819
2.Bayern München817
3.RB Leipzig816
4.1899 Hoffenheim815
5.Bor. M´gladbach814
 ...  
16.SC Freiburg87
17.Werder Bremen84
18.1. FC Köln81
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