Eiskalte Gladbacher schlagen BVB

Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund 3:1

Eiskalte Gladbacher schlagen BVB

Ein Blitztor, ein Konter - und schon war die Partie praktisch vor der Pause entschieden: Mit dem Erfolg über den BVB untermauert Gladbach seine Champions-League-Ambitionen.

Im ausverkauften Borussia-Park erwischten die Gastgeber einen perfekten Start. Nach schönem Zusammenspiel zwischen Patrick Herrmann und Raffael scheiterte Max Kruse zunächst an Torhüter Roman Weidenfeller, doch Oskar Wendt staubte nach 28 Sekunden zur Führung ab. Es war der zweitschnellste Treffer in dieser Saison. "Solch ein Einstieg ins Spiel ist der ungünstigste, den man sich vorstellen kann", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp später. Schon am ersten Spieltag hatte der Leverkusener Karim Bellarabi in Dortmund bereits nach neun Sekunden getroffen.

Herrmann mit toller Vorarbeit

Dortmund war zwar um eine schnelle Antwort bemüht, doch wie so häufig in dieser Saison fiel dem Team nicht viel ein. Ein Kopfball von Hummels bereitete Gladbachs Schlussmann Yann Sommer keine Probleme. Stattdessen kam auf der Gegenseite der große Auftritt von Patrick Herrmann. Fast vom eigenen Strafraum aus startete der 24-Jährige zu einem fulminanten Sololauf, legte dann mustergültig für Raffael auf, der nur noch ins leere Tor schieben musste. "Ein fantastischer Konter", lobte Gladbachs Trainer Lucien Favre.

Nach dem Wechsel hatte erneut der starke Herrmann den dritten Treffer auf dem Fuß, doch Weidenfeller parierte glänzend. Eine Minute später vergab Shinji Kagawa die bis dahin beste Möglichkeit der Gäste. Havard Nordtveit sorgte im Anschluss an eine Ecke schließlich per Abstauber für die Entscheidung. Der Anschlusstreffer für den BVB durch Ilkay Gündogan kam zu spät.

"Alle Tore waren für sich genommen Quatsch", sagte der enttäuschte BVB-Trainer Jürgen Klopp anschließend. "Man kann sagen: Wir waren stets bemüht. Es war zwar kein Rückfall, aber schon sehr bescheiden." Ganz anders natürlich die Stimmung bei den Siegern. "Es läuft einfach für uns", meinte Torschütze Oskar Wendt. "Wir haben viel Selbstvertrauen und wollen da oben bleiben."

BVB im Niemandsland

Mit nun schon zwölf Punkten Vorsprung auf Rang fünf kann Gladbach schon fast für die Champions League planen - allerdings bleibt Leverkusen der Borussia im Kampf um die direkte Qualifikation auf den Fersen. Ein Ausrutscher der Favre-Elf am kommenden Freitag in Frankfurt würde dem Lokalrivalen da gerade recht kommen. Schon das Hinspiel hatte Gladbach verloren.

Für Dortmund geht es derweil nur noch darum, die Saison möglichst anständig zu Ende zu bringen. Bei sechs Punkten Abstand zum Relegationsplatz und ebenso vielen Zählern zu Rang sechs, der zum Start in der Europa-League-Qualifikation berechtigen würde, scheint angesichts der mangelnden Konstanz nicht mehr viel möglich für den BVB. Im Heimspiel am Samstag gegen Paderborn sollten wenigstens die letzten Zweifel am Klassenerhalt beseitigt werden. In der Woche darauf darf Dortmund ebenfalls zu Hause ran - dann gastiert Eintracht Frankfurt im Ruhrpott. "Das werden zwei extrem wichtige Heimspiele für uns", so Klopp.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 28. Spieltag 2014/2015

Samstag, 11.04.2015 | 15.30 Uhr

Wappen Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach

Sommer – Jantschke, Brouwers, Alvaro Dominguez, Wendt – P. Herrmann (90.+3 Dahoud), Nordtveit, G. Xhaka, F. Johnson (77. T. Hazard) – M. Kruse, Raffael (89. An. Hahn)

3
Wappen Borussia Dortmund

Borussia Dortmund

Weidenfeller – Sokratis, Subotic, M. Hummels, Schmelzer (70. Dudziak) – Kehl, Gündogan – Blaszczykowski, Kagawa (63. Ramos), Mchitarjan – Aubameyang (77. Immobile)

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Wendt (1.)
  • 2:0 Raffael (32.)
  • 3:0 Nordtveit (66.)
  • 3:1 Gündogan (77.)

Strafen:

  • gelbe Karte Brouwers (2 )

Zuschauer:

  • 54010

Schiedsrichter:

  • Manuel Gräfe (Berlin)

red/dpa/sid | Stand: 11.04.2015, 17:41

Bundesliga | Tabelle

Rang Team S P
1. Bayern München 34 88
2. Bor. Dortmund 34 78
3. Bayer Leverkusen 34 60
4. Bor. M'gladbach 34 55
5. FC Schalke 04 34 52
  ...    
16. Eintr. Frankfurt 34 36
17. VfB Stuttgart 34 33
18. Hannover 96 34 25
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