Torlos-Krampf zwischen Frankfurt und HSV

Carlos Zambrano

Eintracht Frankfurt - Hamburger SV 0:0

Torlos-Krampf zwischen Frankfurt und HSV

Im Kampf gegen den Abstieg tritt Eintracht Frankfurt auf der Stelle. Auch gegen den Hamburger SV gelingt den Hessen in einem schwachen Spiel kein Sieg.

Eintracht Frankfurt schwebt weiter in akuter Abstiegsnot. Nach dem 0:0 am Freitag (19.02.2016) gegen den Hamburger SV und der vierten Partie in Serie ohne Sieg droht den Hessen am 22. Spieltag sogar der Absturz auf Relegationsrang 16.

Mit Blick auf die kommenden Wochen dürfte den Eintracht-Fans unter den 47.200 Zuschauer in der Frankfurter WM-Arena Angst und Bange geworden sein. Ganze zehn Minuten begegneten die Gastgeber im ersten Durchgang zwischen der 15. und 25. Minute dem HSV auf Augenhöhe - mit Kampf, Zuversicht und Hoffnung. "Es war eine schwierige Partie für uns", gab Frankfurts Winter-Neuzugang Marco Fabian zu. "Wir haben uns zunächst schwer getan, Chancen herauszuarbeiten. In Halbzeit zwei war es besser."

Hamburg hat mehr von Halbzeit eins

Über weite Teile der ersten Halbzeit waren die Hamburger Gäste das spielbestimmende Team, das Unentschieden zur Pause war aus Frankfurter Sicht äußerst schmeichelhaft. Schon in der Anfangsphase hatte der HSV gedrückt, aber erst nach 25 Minuten wurde es erstmals richtig gefährlich, als Artjoms Rudnevs freistehend an Eintracht-Keeper Lukas Hradecky scheiterte.

Die Aktion wurde maßgeblich durch eklatante Abstimmungsfehler der Frankfurter begünstigt - und sie verunsicherte die Hausherren. Einfachste Abspielfehler im Mittelfeld und die nächsten Möglichkeiten durch Josip Drmic (32.) und Gotoku Sakai (37.) waren die logische Folge., Nicolai Müller (44.) verpasste zudem kurz vor der Pause freistehend.

"Wenn wir unsere Chancen in Halbzeit eins genutzt hätten, hätten wir uns den Sieg holen können", meinte HSV-Torwart Rene Adler. Und auch Aaron Hunt stellte fest: "Wir müssen in der ersten Halbzeit den Sack eigentlich zu machen."

Mehr Eintracht-Schwung in Hälfte zwei

So drehten sich die Vorzeichen. Frankfurts Trainer Armin Veh brachte zum zweiten Durchgang mit der Einwechslung von Stürmer Haris Seferovic mehr Power für die Offensive. Und tatsächlich kam Frankfurt auf. So verfehlte Makoto Hasebe (50.) aus der zweiten Reihe das Tor nur um wenige Zentimeter.

In der hektischen Phase ab der 65. Spielminute drängten die Frankfurter auf eine Entscheidung. Stefan Aigner (72.) zwang Adler im kurzen Eck zu einer Glanztat.

Wegweisende Spiele voraus

Am Ende konnte sich keins der Teams in einer Partie mit vielen technischen Unzulänglichkeiten durchsetzen. Frankfurt braucht am 23. Spieltag gegen Schalke 04 einen Sieg, um nicht noch tiefer in den Tabellenkeller zu rutschen. Für den Hamburger SV steht ein wegweisendes Duell gegen den FC Ingolstadt auf dem Programm.

Stand: 19.02.2016, 22:25

Bundesliga | Tabelle

Rang Team S P
1. Bayern München 5 15
2. Bor. Dortmund 5 12
3. 1. FC Köln 5 11
4. Bor. M'gladbach 5 10
5. Eintr. Frankfurt 5 10
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16. Hamburger SV 5 1
16. FC Ingolstadt 5 1
18. FC Schalke 04 5 0
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