Schalke ermauert Punkt in Frankfurt

Junior Caicara (links) und David Abraham

Eintracht Frankfurt - Schalke 04 0:0

Schalke ermauert Punkt in Frankfurt

Wieder kein Sieg, weiter große Sorgen: Eintracht Frankfurt hat auch im Krisen-Gipfel der Fußball-Bundesliga einen Befreiungsschlag verpasst und kann sich weiterhin nicht aus der Abstiegszone befreien.

Zum Abschluss des 23. Spieltags kam die Mannschaft des kritisierten Trainers Armin Veh gegen Schalke 04 nur zu einem 0:0 - zu wenig für beide Teams. Während die Königsblauen nach dem fünften Pflichtspiel ohne Sieg um die Qualifikation für den internationalen Fußball bangen müssen, geht am Main die Angst um. Drei Punkte aus den vergangenen fünf Partien - die Frankfurter liegen auch wegen der punktenden Konkurrenz weiter nur zwei Zähler vor dem Relegationsrang 16.

Schwere Gegner für Frankfurt

Da schon am Mittwoch (02.03.16) das Spiel bei Hertha BSC ansteht, bekommen die Hessen zwar die nächste Möglichkeit zum dringend benötigten Dreier. Große Hoffnungen auf eine baldige Entspannung sollte man sich trotz einer Leistungssteigerung gegen Schalke aber nicht machen: Gegen die Berliner und die beiden kommenden Gegner Ingolstadt sowie Mönchengladbach sammelte Frankfurt in der Hinrunde gerade einmal ein Pünktchen.

Angst vor einem weiteren Rückschlag zeigten beide Teams am Sonntag vor 43.500 Zuschauern von Beginn an - vor allem die nominell extrem defensiv ausgerichteten Schalker, die mit der erstaunlichen Zahl von neun Defensivspielern in die Partie gingen. Trainer André Breitenreiter hatte in der Startelf auf seine Techniker wie Leroy Sané und Max Meyer verzichtet und stattdessen sein Mittelfeld mit zwei weiteren Außenverteidigern (Sead Kolasinac links und Junior Caicara rechts) neben einer Doppel-Sechs dicht gemacht.

"Bestimmt kein schönes Spiel"

"Es war bestimmt kein schönes Spiel, nicht besonders ansehnlich. Man hat schon gesehen, dass die Jungs ein Stück weit verunsichert sind", gestand Breitenreiter, der sich angesichts des Punktgewinns dennoch halbwegs zufrieden zeigte: "Für uns war heute wichtig, dass wir an Stabilität gewinnen", befand er.

Der Frankfurter Defensivmann Marco Russ räumte ebenfalls ein: "Der Kopf macht schwere Beine. Es sind zwei Mannschaft aufeinandergetroffen, die momentan nicht das abrufen, was sie können. Vor allem die erste Halbzeit war Krampf."

Kaum gefährliche Aktionen

So blieb ein Schuss von Schalkes Stürmer Klaas-Jan Huntelaar (3.) aus spitzem Winkel ans Außennetz lange Zeit die einzige gefährliche Aktion. Dies änderte sich schlagartig in der 24. Minute. Als die Begegnung gerade an Qualität zu verlieren drohte, köpfte Frankfurts Marco Russ den Ball an die Latte. Drei Minuten später besaß zudem Szabolcs Huszti, der zuvor den Freistoß auf Russ gespielt hatte, die Chance zur Führung.

Danach flachte die Partie, über die in der Zwischenzeit die Gastgeber die Kontrolle übernommen hatten, allerdings doch ab. Die Tendenz der ersten 45 Minuten bestätigte sich nach dem Seitenwechsel nur bedingt.

Beste Chance für Meier

Die Frankfurter, zuletzt von den eigenen Fans für teilweise blutleere Auftritte mit Pfiffen bedacht, begannen zwar stark. Nach einer knappen Stunde tauchten dann aber auch endlich wieder die Gäste im Strafraum des Gegners auf.

Die bessere Möglichkeit zum ersten Treffer hatten aber erneut die Frankfurter in Person von Torjäger Alexander Meier. In der 60. Minute scheiterte der 33-Jährige jedoch mit seinem Kopfball an Schalkes Schlussmann Ralf Fährmann - an einem guten Tag hätte Meier den Ball sicher im Tor untergebracht.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 23. Spieltag 2015/2016

Sonntag, 28.02.2016 | 19.30 Uhr

Wappen Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

Hradecky – Hasebe, Carlos Zambrano (71. Regäsel), Abraham, Oczipka – Russ – Stendera (87. Medojevic), Huszti (87. Kittel) – Fabian – Seferovic, Meier

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Wappen FC Schalke 04

FC Schalke 04

Fährmann – Riether, Matip, Neustädter, Aogo – Geis, Höjbjerg – Caicara (62. Meyer), Belhanda (67. Sané), Kolasinac – Huntelaar (75. Di Santo) –

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Fakten und Zahlen zum Spiel

Strafen:

  • gelbe Karte Aogo (4 )
  • gelbe Karte Meyer (3 )
  • gelbe Karte Hasebe (7 )

Zuschauer:

  • 43500

Schiedsrichter:

  • Dr. Felix Brych (München)

red/sid/dpa | Stand: 28.02.2016, 21:50

Bundesliga | Tabelle

Rang Team S P
1. Bayern München 34 88
2. Bor. Dortmund 34 78
3. Bayer Leverkusen 34 60
4. Bor. M'gladbach 34 55
5. FC Schalke 04 34 52
  ...    
16. Eintr. Frankfurt 34 36
17. VfB Stuttgart 34 33
18. Hannover 96 34 25
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