Wolfsburg gewinnt bei Torfestival in Bremen

Werder Bremen - VfL Wolfsburg 3:5 (3:2)

Wolfsburg gewinnt bei Torfestival in Bremen

Der VfL Wolfsburg hat den aufstrebenden Nordrivalen Werder Bremen in einem grandiosen Spiel 5:3 (2:3) niedergerungen und positioniert sich weiter eindeutig als zweite Kraft der Bundesliga hinter Bayern München.

Mit der Rekordserie von elf Spielen ohne Niederlage bleibt der VfL die beste Rückrundenmannschaft. Der Rückstand auf den Rekordmeister Bayern beträgt weiter acht Punkte. "Wir wollten uns nicht verstecken und haben uns in den acht Minuten nach der Pause alles kaputt gemacht", stellte Bremens Sportchef Thomas Eichin fest.

Der seit Wochen nicht aufzuhaltende Wolfsburger Torjäger Bas Dost drehte im fast ausverkauften Bremer Weserstadion das Spiel kurz nach Wiederbeginn. Der Niederländer erzielte seine Rückrundentore zehn und elf zum 3:3 bzw. 3:4 (48./51.) und bereitete das entscheidende 3:5 durch Daniel Caligiuri (53.) vor.

"Gegen andere Teams hätten wir vielleicht gewonnen, aber Wolfsburg nutzt halt jede Chance", gab Bremens Sebastian Prödl zu. Auf der anderen Seite war VfL-Trainer Dieter Hecking natürlich zufrieden: "Riesenkompliment an die Mannschaft, wie sie heute wieder auf die Rückstände reagiert hat."

Bremer kurzzeitig orientierungslos

Noch keine Mannschaft in der Bundesliga-Geschichte hatte in den ersten acht Minuten nach dem Wiederanpfiff drei Tore erzielt. Die defensiv kurzzeitig desolaten Hanseaten kassierten durch diese fünf schwachen Minuten die erste Heimniederlage unter Trainer Viktor Skripnik.

Für die Platzherren waren in einer mitreißenden ersten Halbzeit Zlatko Junuzovic (9.) und Franco di Santo (16.) erfolgreich gewesen. Hinzu kam ein Eigentor von Vierinha (28.). Die Wolfsburger Torschützen vor dem Seitenwechsel waren Caligiuri (10.) und Maximilian Arnold (27.).

Rotation bei Wolfsburg

Wolfsburgs Coach Dieter Hecking hatte auf die anstrengenden 90 Europa-League-Minuten bei Sporting Lissabon am Donnerstag (26.02.14) reagiert und mit Andre Schürrle, Ricardo Rodriguez, Christian Träsch und Robin Knoche vier Stammakteure zunächst auf die Reservebank gesetzt.

Beide Teams suchten von der ersten Minute an den offenen Schlagabtausch. Entsprechend turbulent verlief die Partie, das Publikum kam kaum zum Durchatmen. Drei Mal legte Bremen vor, drei Mal kam Wolfsburg zurück. Aber erst nach dem fünften Wolfsburger Tor waren die Fronten geklärt.

Werder letztlich ohne Chance

Der SV Werder stemmte sich gegen die Niederlage, musste aber zusehends der kräfteraubenden Spielweise in der ersten Halbzeit gegen abgeklärte Wolfsburger Tribut zollen und Werder-Trainer Skripnik hat eigentlich nur an einem etwas auszusetzen: "Es war ein Fehler vom Schiedsrichter: Er muss nach der Halbzeitpause abpfeifen."

Für beide Teams geht es unter der Woche mit dem Achtelfinale im DFB-Pokal weiter. Bremen muss zu Drittliga-Spitzenreiter Arminia Bielefeld. Der VfL Wolfsburg reist zu Zweitligist RB Leipzig.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 23. Spieltag 2014/2015

Sonntag, 01.03.2015 | 17.30 Uhr

Wappen Werder Bremen

Werder Bremen

R. Wolf – Gebre Selassie, Prödl, Vestergaard, Sternberg (86. Santiago Garcia) – F. Kroos (81. Makiadi) – C. Fritz (77. Eggestein), Junuzovic – Öztunali – Di Santo, Selke

3
Wappen VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

Benaglio – Vieirinha (76. S. Jung), Naldo, T. Klose, Ma. Schäfer – Luiz Gustavo, Guilavogui (64. Schürrle) – De Bruyne, Arnold, D. Caligiuri – Dost (89. Bendtner)

5

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Junuzovic (9.)
  • 1:1 D. Caligiuri (10.)
  • 2:1 Di Santo (16.)
  • 2:2 Arnold (18.)
  • 3:2 Vieirinha (28./Eigentor)
  • 3:3 Dost (48.)
  • 3:4 Dost (51.)
  • 3:5 D. Caligiuri (53.)

Strafen:

  • gelbe Karte Vestergaard (1 )
  • gelbe Karte F. Kroos (4 )
  • gelbe Karte Guilavogui (4 )

Zuschauer:

  • 40126

Schiedsrichter:

  • Marco Fritz (Korb)

sid; dpa | Stand: 01.03.2015, 19:46

Bundesliga | Tabelle

Rang Team S P
1. Bayern München 34 88
2. Bor. Dortmund 34 78
3. Bayer Leverkusen 34 60
4. Bor. M'gladbach 34 55
5. FC Schalke 04 34 52
  ...    
16. Eintr. Frankfurt 34 36
17. VfB Stuttgart 34 33
18. Hannover 96 34 25
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