Werder lässt zwei Punkte liegen

Hoffenheims Eduardo Vargas schirmt gegen Santiago Garcia das Spielgerät ab.

Werder lässt zwei Punkte liegen

Erstes Spiel, erster Punktgewinn: Dem Trainer-Novizen Julian Nagelsmann ist mit 1899 Hoffenheim beim Tabellennachbarn Werder Bremen ein Achtungserfolg gelungen.

Der mit 28 Jahren bislang jüngste Bundesliga-Chefcoach kam mit den abstiegsbedrohten Kraichgauern zu einem nicht unverdienten 1:1 (1:1) und stoppte vorerst die sportliche Talfahrt. "Unter dem Strich kann man von einem verdienten Punktgewinn für uns sprechen", sagte Nagelsmann. "Es gab aber auch zweifellos Phasen, in denen wir Glück hatten. Direkt nach der Pause haben wir in etwa den Fußball gespielt, den ich mir vorstelle."

Neuling Nagelsmann im Fokus

Dutzende Medienvertreter umlagerten Nagelsmann vor dem Anpfiff. Der Nachfolger von Huub Stevens sah eine Partie zweier engagierter Teams mit frühen Toren. Nagelsmann hatte die TSG-Startelf auf vier Position geändert und überraschte mit neuer Taktik. Defensiv stand Hoffenheim im selten gespielten 3-4-1-2-System, das bei eigenem Ballbesitz abgeändert wurde. Der junge Coach erlebte einen perfekten Start seiner Elf: Nach Ballverlust von Claudio Pizarro bediente Tobias Strobl Stürmer Andrej Kramaric, dessen Kopfball vom Pfosten an Felix Wiedwalds Rücken und von dort ins Netz prallte. Beinahe im Gegenzug glichen die torgefährlicheren Bremer aus, auch mit leichter Mithilfe des Gegners: Nach Ecke von Florian Grillitsch traf Papy Djilobodji TSG-Verteidiger Ermin Bicakcic, der den Ball unhaltbar ins Netz abfälschte.

Werder-Chancen hektisch vertan

Anschließend dominierten die Bremer, die Hoffenheimer kamen nur selten in den Strafraum der Gastgeber. Werder-Coach Viktor Skripnik baute trotzdem zur Pause um und brachte Levin Öztunali, doch das Team begann die zweite Halbzeit schwach und machte die Gegner stark. Erst nach langer Anlaufphase kamen die Bremer wieder zu Chancen. TSG-Schlussmann Oliver Baumann parierte mehrfach gegen die stürmischen Bremer, die in Überzahl zu hektisch agierten. Nagelsmann, der das Geschehen meistens ruhig am Rande verfolgte und wenig Emotionen zeigte, sah weniger gute Konter seines Teams als sein etwas enttäuschtes Gegenüber.

"In diesem Spiel ist jeder bei uns über seine Grenzen gegangen", sagte Skripnik. "Am Ende war es ein verdienter Punktgewinn für beide Teams. Natürlich hätten wir gerne gewonnen, aber auch bei einem Sieg wäre ja für uns nicht alles erledigt gewesen."

Nächste Chance auf Dreier

Am kommenden Samstag empfängt Hoffenheim den 1. FSV Mainz und hat die nächste Chance auf einen Befreiungsschlag. Werder wartet seit August auf einen Heimsieg und konnte sich in der Tabelle nicht entscheidend verbessern, die Bremer gastieren als Nächstes bei Aufsteiger FC Ingolstadt.

Fußball · Bundesliga · 21. Spieltag 2015/2016

Samstag, 13.02.2016 | 15.30 Uhr

Wappen Werder Bremen

Werder Bremen

Wiedwald – Gebre Selassie, Galvez (46. Öztunali), Djilobodji, S. Garcia – Vestergaard, Fritz – Grillitsch, Pizarro, Bartels (72. Junuzovic) – Ujah

1
Wappen 1899 Hoffenheim

1899 Hoffenheim

Baumann – Bicakcic, Schär, Süle – Volland, Strobl, Rudy (66. Hamad), Ochs (73. Schmid) – Amiri (82. Polanski) – Eduardo Vargas, Kramaric

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Kramaric (10.)
  • 1:1 Djilobodji (13.)

Strafen:

  • gelbe Karte Volland (6 )
  • gelbrote Karte Kramaric (77./Wiederholtes Foulspiel)
  • gelbe Karte S. Garcia (6 )
  • gelbe Karte Schmid (1 )
  • gelbe Karte Eduardo Vargas (1 )

Zuschauer:

  • 38454

Schiedsrichter:

  • Benjamin Brand (Gerolzhofen)
Wappen Werder Bremen

Werder Bremen

Wappen 1899 Hoffenheim

1899 Hoffenheim

Tore 1 1
Schüsse aufs Tor 10 4
Ecken 6 2
Abseits 2 4
gewonnene Zweikämpfe 108 101
verlorene Zweikämpfe 101 108
gewonnene Zweikämpfe 51,67 % 48,33 %
Fouls 12 19
Ballkontakte 609 615
Ballbesitz 49,75 % 50,25 %
Laufdistanz 114,51 km 114,19 km
Sprints 186 229
Fehlpässe 98 107
Passquote 73,15 % 73,05 %
Flanken 12 8
Alter im Durchschnitt 27,4 Jahre 24,4 Jahre

red/sid/dpa | Stand: 13.02.2016, 17:25

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