HSV vergrößert das Bremer Leiden

Hamburgs Djourou (l.) und Bremens Ujah im Laufduell

Werder Bremen - Hamburger SV 1:3

HSV vergrößert das Bremer Leiden

Mit einem Sieg im Nordderby setzt sich der Hamburger SV oben fest. Bremen hatte nur ein Strohfeuer zu bieten und rutscht immer tiefer in den Tabellenkeller.

Der Hamburger SV darf sich weiter nach oben orientieren, bei Werder Bremen schrillen die Alarmglocken: In einem über weite Strecken einseitigen Nordderby setzten sich die Hamburger im Weserstadion verdient mit 3:1 (2:0) durch. "Wir dürfen natürlich nach oben gucken, aber nicht vergessen, wo wir herkommen", sagte HSV-Torwart René Adler nach dem Sieg.

Werder agierte dabei über weite Strecken wie ein Absteiger und muss sich in dieser Verfassung auf einen langwierigen Kampf um den Klassenerhalt einstellen. "Wir stecken im Abstiegskampf, nichts anderes", meinte Bremens Philipp Bargfrede. Der Trainer steht aber bei Werder nicht zur Diposition, so Manager Thomas Eichin: "Wir gehen das gemeinsam an, dürfen jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken."

Frühe HSV-Führung

Schon in der dritten Spielminute brachte Ivo Ilicevic den HSV mit einem sehenswerten Schlenzer in den Torwinkel in Führung. Beim zweiten Tor für die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia half allerdings das Glück mit: Werder-Kapitän Zlatko Junuzovic fälschte in der 26. Minute einen Freistoß von Michael Gregoritsch unhaltbar ab.

Torjäger Anthony Ujah gelang noch mit seinem sechsten Saisontor der Anschlusstreffer (62.). Die Entscheidung fiel durch Nicolai Müller, der in der 68. Minute einen Konter mit dem dritten Hamburger Tor abschloss. Für den HSV war es der erste Bundesliga-Sieg an der Weser seit 2007. Die Gastgeber kassierten im siebten Heimspiel bereits die sechste Niederlage.

Hamburg griffiger

Im ausverkauften Weserstadion war der HSV über weite Strecken die bessere Mannschaft. Die Hamburger überzeugten durch gute Raumaufteilung und Griffigkeit in den Zweikämpfen und hätten schon zur Halbzeit höher führen müssen. Die Grün-Weißen hingegen fanden nicht in die Partie und entwickelten in dieser Phase keinerlei Torgefahr.

Selbst das frühe Ausscheiden von Pierre-Michel Lasogga warf die Hamburger nicht aus der Bahn. Der Torjäger kugelte sich in der 25. Minute die Schulter aus und musste durch Sven Schipplock ersetzt werden. "Das ist bitter für ihn", meinte Trainer Labbadia. "Wenn er operiert werden muss, fehlt er uns drei Monate."

Bremer Drangphase bis zum Anschlusstreffer

Nach dem Seitenwechsel entwickelte das Team von Coach Viktor Skripnik zunächst mehr Offensivdruck. In der 51. Minute war Adler gegen Fin Bartels auf dem Posten, 60 Sekunden später verzog der Bremer Mittelfeldspieler erneut, ehe dann zumindest Ujah traf.

Aber kurz darauf machten die Gäste alles klar, als Müller allein vor Felix Wiewald das 3:1 gelang. Danach brachten die Hamburger den Sieg sicher über die Zeit.

Für den in den vergangenen sechs Spielen nur einmal bezwungenen HSV geht es am Samstag (05.12.15) gegen Tabellennachbar 1. FSV Mainz 05 darum, den Aufstieg Richtung Europacup-Plätze fortzusetzen. Bremen muss am Sonntag zum Kellerduell beim VfB Stuttgart.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 14. Spieltag 2015/2016

Samstag, 28.11.2015 | 15.30 Uhr

Wappen Werder Bremen

Werder Bremen

Wiedwald – Gebre Selassie, Lukimya, Vestergaard, S. Garcia – Bartels (84. Eggestein), Bargfrede, Junuzovic, Grillitsch – Pizarro (77. Öztunali), Ujah –

1
Wappen Hamburger SV

Hamburger SV

Adler – Sakai, Djourou, Cleber, Ostrzolek – Holtby, G. Jung – N. Müller (82. Olic), Gregoritsch, Ilicevic (90. Arslan) – Lasogga (25. Schipplock)

3

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Ilicevic (3.)
  • 0:2 Gregoritsch (27.)
  • 1:2 Ujah (62.)
  • 1:3 N. Müller (68.)

Strafen:

  • gelbe Karte Sakai (1 )
  • gelbe Karte Bartels (2 )
  • gelbe Karte Lukimya (3 )

Zuschauer:

  • 42100

Schiedsrichter:

  • Knut Kircher (Rottenburg)

red/dpa/sid

Bundesliga | Tabelle

Rang Team S P
1. Bayern München 34 88
2. Bor. Dortmund 34 78
3. Bayer Leverkusen 34 60
4. Bor. M'gladbach 34 55
5. FC Schalke 04 34 52
  ...    
16. Eintr. Frankfurt 34 36
17. VfB Stuttgart 34 33
18. Hannover 96 34 25
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