Doppelter Christensen bringt Gladbach auf Kurs

Andreas Christensen feiert sein Tor gegen Bremen

Doppelter Christensen bringt Gladbach auf Kurs

Borussia Mönchengladbach hat im dritten Ligaspiel im Jahr 2016 den ersten Sieg gefeiert. Gegen Werder Bremen gab es dabei gleich ein echtes Torfestival und eine doppelte Tor-Premiere.

Mit begeisterndem Angriffsfußball und jugendlichem Elan hat Borussia Mönchengladbach nach dem Rückrunden-Fehlstart seine Ergebniskrise beendet. Angeführt von den überragenden Youngstern Mahmoud Dahoud und Andreas Christensen feierte das Team von Trainer André Schubert mit dem 5:1 (2:0) gegen Werder Bremen den ersten Sieg des Jahres und bleibt heißer Kandidat auf die Champions-League-Plätze.

Pizarros bitteres Jubiläum

Dank der Treffer von Lars Stindl (12. Minute), der beiden Premierentore des 19-jährigen Innenverteidigers Christensen (31./50.), Raffael (70./Foulelfmeter) und Havard Nordtveit (88.) schob sich die Borussia vorerst an Bayer Leverkusen vorbei auf Rang vier. Claudio Pizarro (56./Foulelfmeter) erzielte vor 51 569 Zuschauern in seinem 400. Bundesligaspiel zwar den 182. Treffer und zog in der ewigen Torschützenliste mit Ulf Kirsten gleich. Doch insgesamt blieben die Hanseaten zu harmlos und stecken als 16. weiter im Abstiegskampf.

Schon früh machten sich die Personalsorgen in der Werder-Verteidigung bemerkbar, immer wieder fanden die Gladbacher mit flinkem Umschaltspiel Lücken in der Defensive. Nach Ballgewinnen kam die Borussia schnell nach vorne, vor allem die Rückkehr von Dahoud ins zentrale defensive Mittelfeld verlieh dem Gladbacher Angriff neuen Schwung. Auch vor der Führung machte der Shooting Star, der mit Bandage auflief, das Spiel schnell. Über die rechte Seite flankte Thorgan Hazard flach ins Zentrum, wo Stindl problemlos einschob.

Gladbach rennt an

Für kurze Zeit konnten sich die Bremer befreien. Vor allem, wenn Jubilar Pizarro beteiligt war, wurde es gefährlich. Doch im Gegensatz zum spektakulären 3:3 in der Vorwoche gegen Hertha BSC fehlte im Abschluss die Konzentration. "Es ist deftig. Wir sind mitten im Abstiegskampf, da geht es darum, das eigene Tor zu verteidigen. Das haben wir heute nicht gemacht", klagte Werder-Kapitän Clemens Fritz.

Stattdessen kamen die Gladbacher zu Chancen im Minutentakt. Zunächst rettete Bremens Schlussmann Felix Wiedwald einen Raffael-Schuss nach einer eigenen Unachtsamkeit noch knapp vor der Linie (31.), war aber kurze Zeit später machtlos. Dahoud legte mit dem Außenrist für Christensen auf. "Das ist unsere beste erste Halbzeit seit den letzten beiden Spielen", sagte der weiter gesperrte Kapitän Granit Xhaka angesichts des 1:3 gegen Dortmund und 0:1 in Mainz. Insgesamt war es der erst zweite Sieg in den vergangenen sieben Pflichtspielen.

Kurzer Hoffnungsschimmer

Auch nach dem Seitenwechsel hielt das Heimteam das Tempo hoch. Nach einer Ecke von Raffael, die Dahoud herausgeholt hatte, wuchtete Christensen den Ball per Kopf aus fünf Metern über die Linie. Doch wenig später durfte Bremen noch einmal Hoffnung schöpfen: Gladbachs Winter-Neuzugang Martin Hinteregger trat Levin Öztunali auf den Fuß, den Strafstoß verwandelte Pizarro sicher.

Gladbach reagierte verunsichert, plötzlich eröffneten sich die Gäste große Räume. Doch nach Foul von Jannik Vestergaard an Stindl beendete Raffael alle Zweifel am verdienten Borussia-Sieg, Nordtveit sorgte für den umjubelten Schlusspunkt gegen eine Bremer Defensive, die nie richtig in die Partie fand und auch in Torwart Wiedwald keinen echten Rückhalt hatte.

"Wir haben ganz genau analysiert, woran es zuletzt gelegen hat", sagte Borussia-Trainer Schubert: "Wenn die Jungs frischer sind und wieder in einen Lauf kommen, dann greifen die Mechanismen auch wieder. Das hat die Mannschaft gezeigt, und zwar sehr eindrucksvoll." In der kommenden reisen die Borussen in den Norden zum Hamburger SV. Die Bremer empfangen Hoffenheim zum Kellerduell,

Fußball · Bundesliga · 20. Spieltag 2015/2016

Freitag, 05.02.2016 | 20.30 Uhr

Wappen Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach

Sommer – Elvedi, Christensen, Hinteregger, Wendt – Hazard (67. Traore), Nordtveit, Dahoud (84. Stranzl), Johnson – Stindl, Raffael (86. Hrgota)

5
Wappen Werder Bremen

Werder Bremen

Wiedwald – Gebre Selassie, Vestergaard, Djilobodji, Guwara – Öztunali, Fritz, Junuzovic (86. Fröde), Kleinheisler (75. Eggestein) – Pizarro, Ujah (57. Bartels)

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Stindl (12.)
  • 2:0 Christensen (31.)
  • 3:0 Christensen (50.)
  • 3:1 Pizarro (56./Foulelfmeter)
  • 4:1 Raffael (70./Foulelfmeter)
  • 5:1 Nordtveit (87.)

Strafen:

  • gelbe Karte Hazard (1 )
  • gelbe Karte Vestergaard (2 )
  • gelbe Karte Junuzovic (4 )

Zuschauer:

  • 51569

Schiedsrichter:

  • Sascha Stegemann (Niederkassel)
Wappen Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach

Wappen Werder Bremen

Werder Bremen

Tore 5 1
Schüsse aufs Tor 9 3
Ecken 2 7
Abseits 3 3
gewonnene Zweikämpfe 107 97
verlorene Zweikämpfe 97 107
gewonnene Zweikämpfe 52,45 % 47,55 %
Fouls 13 12
Ballkontakte 546 593
Ballbesitz 47,94 % 52,06 %
Laufdistanz 112,89 km 110,67 km
Sprints 210 220
Fehlpässe 96 102
Passquote 73,03 % 74,75 %
Flanken 2 8
Alter im Durchschnitt 25,8 Jahre 25,9 Jahre

red/dpa/sid | Stand: 05.02.2016, 22:25

Bundesliga | Tabelle

Rang Team S P
1. 1. FC Köln 0 0
1. 1. FSV Mainz 05 0 0
1. 1899 Hoffenheim 0 0
1. Bayer Leverkusen 0 0
1. Bayern München 0 0
  ...    
1. SV Darmstadt 98 0 0
1. VfL Wolfsburg 0 0
1. Werder Bremen 0 0
Darstellung: