Bastian Schweinsteiger ist Fußballer des Jahres 2013

Auszeichnung für Bayern-Spieler

Bastian Schweinsteiger ist Fußballer des Jahres 2013

Bastian Schweinsteiger ist Deutschlands Fußballer des Jahres 2013. Jupp Heynckes ist zum Trainer des Jahres gewählt worden.

Noch vor einem Jahr schien sich Bastian Schweinsteiger fast wegzuducken, wenn Titel vergeben wurden. Er kassierte mit Bayern München im DFB-Pokal-Finale eine 2:5-Abreibung von Borussia Dortmund, er wurde Vize-Meister hinter dem BVB, und im Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea verschoss er auch noch den entscheidenden Elfmeter. Gut ein Jahr später hat Schweinsteiger nicht nur all diese Titel in einer Saison abgeräumt - er krönte den sensationellen Triumphzug des Triple-Gewinners FC Bayern mit seiner Wahl zu "Deutschlands Fußballer des Jahres 2013".

Sein Trainer Jupp Heynckes wurde wie selbstverständlich ebenfalls geehrt. Schweinsteiger (92 von 527 Stimmen) zeigte sich über seine Auszeichnung bei der Wahl durch Journalisten unter Federführung des Fachmagazins kicker überrascht, sah er sich von der schreibenden Zunft doch bislang eher nicht gewürdigt. "Ich war überrascht. Das wunderte mich schon ein wenig. Denn es gab Phasen, in denen relativ kritisch über mich berichtet wurde", sagte Schweinsteiger.

Schweinsteiger: Ein Titel für die Mannschaft

Er wird offiziell am 9. August vor dem Bundesliga-Auftaktspiel der Bayern gegen Borussia Mönchengladbach geehrt werden. Bescheiden hob der 28-Jährige die Bedeutung des Kollektivs hervor: "Das ist auch ein Titel für die Mannschaft." Und die räumte 2012/13 alles ab. Kein Wunder also, dass auch Schweinsteigers Teamkollegen und der (inzwischen) Ex-Bayern-Trainer Heynckes bei der Wahl vorn landeten: Franck Ribery (87 Stimmen), der etwas überraschend nicht selbst gewann, und Thomas Müller (85) lagen knapp hinter Schweinsteiger auf den Plätzen zwei und drei. Insgesamt neun Bayern-Spieler finden sich unter den besten 15 Fußballern der abgelaufenen Spielzeit.

Abschluss einer langen Karriere

Eindeutig fiel auch das Votum bei der Wahl zum "Trainer des Jahres" aus, bei dem Heynckes mit riesigem Abstand triumphierte. Von 517 abgegebenen Stimmen entfielen 383 auf den 68-Jährigen, der vor seinem endgültigen Rückzug als Trainer die Bayern in der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte angeführt hatte.

"Diese jetzige Ehrung rundet all das märchenhaft ab. Es sind Träume, die da Wirklichkeit wurden", sagte Heynckes, der die Auszeichnung als "wunderbaren Abschluss" seiner langen Karriere bezeichnete. Hinter Heynckes landeten der Freiburger Trainer Christian Streich (77 Stimmen) und BVB-Trainer Jürgen Klopp (19), der die Wahl in den vergangenen beiden Jahren gewonnen hatte.

Wolfsburgerin Müller ist die Siegerin

Lediglich bei der Wahl zur Fußballerin des Jahres gingen die Münchner leer aus - denn auch dabei wurde eine Triple-Gewinnerin geehrt: Martina Müller vom VfL Wolfsburg sammelte 117 von insgesamt 418 Stimmen, sie verwies Nationalspielerin Celia Okoyino da Mbabi (70 Stimmen) und ihre Vereinskollegin Lena Goeßling (44) auf die Plätze.

"Das war eine riesige Überraschung für mich. Darüber habe ich nie nachgedacht, das war ganz weit weg für mich und damit hätte ich nie gerechnet. Ich würde nicht von mir behaupten, dass ich das verdient habe", sagte Müller, die ihre Karriere im DFB-Team im vergangenen November nach 101 Länderspielen beendet hatte.

sid | Stand: 28.07.2013, 13:20