Königsblaue Energieleistung nicht belohnt

Jefferson Farfan und Ivan Zambrano

FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt 1:1

Königsblaue Energieleistung nicht belohnt

Der FC Schalke 04 hat den Angriff des frechen Aufsteigers Eintracht Frankfurt abgewehrt, im Kampf um die Spitze aber ein wenig an Boden verloren.

Denn der Revierclub kam im Top-Duell des 13. Spieltags am Samstag (24.11.12) gegen die punktgleichen Hessen nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Vor 61.673 Zuschauern in der ausverkauften Arena behauptete Schalke seine Position vor Frankfurt dank der besseren Tordifferenz, musste aber den Erzrivalen aus Dortmund auf Platz zwei vorbeiziehen lassen.

Klaas Jan Huntelaar gibt ein Interview nach dem Spiel gegen Frankfurt Play-Icon

Stimmen zum Spiel Schalke - Frankfurt (1:1) | 01:59 min | 24.11.2012 | Sportschau | Das Erste

Führung durch Huntelaar

Klaas-Jan Huntelaar hatte sein Team in der 11. Spielminute in Führung gebracht. Doch die Eintracht schaffte postwendend durch Stefan Aigner (13.) den Ausgleich und war über 90 Minuten ein absolut gleichwertiger Gegner. Kurz vor Schluss sah Frankfurts Stürmer Karim Matmour die Gelb-Rote Karte (88.). "Es ist ein gerechtes Ergebnis, mit dem wir natürlich zufrieden sind", sagte Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen. "In der zweiten Halbzeit haben wir einige Male Glück gehabt, Schalke in der ersten."

Ziele werden nicht geändert

Eintracht-Coach Armin Veh, 2007 gemeinsam mit Schalkes Manager Horst Heldt Deutscher Meister mit dem VfB Stuttgart, sieht trotz Platz vier keinen Grund, "die Ziele jetzt zu ändern. Das wäre fatal. Wenn die Mannschaft es schafft, in der Liga zu bleiben, hat sie viel geleistet." Wie Veh kritisierte auch Stevens den rutschigen Rasen. "Es ist unheimlich schwierig, darauf richtig gut Fußball zu spielen. Deshalb großes Kompliment an beide Mannschaften, die es trotzdem geschafft haben", lobte der Schalke-Coach.

FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt 1:1

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Karim Matmour zieht Roman Neustädter davon

Frankfurt stark in die Partie, hat offenbar keinen Respekt vor dem Tabellenzweiten. Hier zieht Karim Matmour dem Neu-Nationalspieler Roman Neustädter davon.

Frankfurt stark in die Partie, hat offenbar keinen Respekt vor dem Tabellenzweiten. Hier zieht Karim Matmour dem Neu-Nationalspieler Roman Neustädter davon.

Doch die Führung erzielt Schalke 04: Nach 590 Minuten beendet Klaas-Jan Huntelaar seine Torflaute.

Jubel bei den Königsblauen - bleibt das Team den Bayern in der Tabelle halbwegs auf den Fersen?

Es geht hin und her, beide Teams gehen mit viel Einsatz in die Zweikämpfe und überbrücken schnell das Mittelfeld.

Stefan Aigner, der beim 0:1 noch gepatzt hatte, wird dafür belohnt, dass er sich nicht eine Sekunde hängen lässt. Er gleicht per Kopf aus, kann aber gar nicht richtig jubeln, weil er sich offenbar noch über seinen Fehlpass kurz zuvor ärgert.

Schmerzhaft wird die Partie für Roman Neustädter. Er fängt sich einen Ellenbogenschlag von Karim Matmour und muss am Kopf behandelt werden.

Für Roman Neustädter geht es danach mit einem blauen Kopfverband weiter. Doch er hält wie in bisher jedem Bundesligaspiel die 90 Minuten durch.

Im zweiten Durchgang muss sich Frankfurt regelrecht querlegen, um den Punkt gegen immer stärker werdende Schalker zu verteidigen. Pirmin Schwegler (links) gibt hier alles im Duell mit Klaas-Jan Huntelaar.

Schalke hat nach dem Wechsel klar den Kopf oben. Doch Jermaine Jones und seine Kollegen können die Überlegenheit nicht mehr nutzen.

Für Karim Matmour (hier im Duell gegen Benedikt Höwedes) endet die Partie vorzeitig: Nachdem er zweimal die Sohle draufhält, muss er den Platz mit Gelb-Rot verlassen.

Schwungvoller Beginn

Die Hessen begannen äußerst schwungvoll und hatten durch Sebastian Jung (3.) und Toptorschütze Alexander Meier (4.) gleich zwei gute Schusschancen. So munter wie die Spitzenpartie angefangen hatte, ging sie auch weiter. Der von Lewis Holtby mustergültig bediente Huntelaar beendete seine 591 Bundesliga-Minuten währende Torflaute mit einem Flachschuss ins rechte Eck. Doch kaum waren die königsblauen Fans mit Jubeln fertig, klingelte es auf der anderen Seite. Eine weite Flanke von Eintracht-Linksverteidiger Bastian Oczipka drückte Aigner mit dem Kopf zum 1:1 über die Linie.

In den folgenden Minuten hatte der Gastgeber Glück, gegen die engagierte Eintracht nicht in Rückstand zu geraten. Doch auch Schalke blieb gefährlich. Einen Kopfball von Jermaine Jones (37.) nach einer Ecke von Christian Fuchs klärte Meier gerade noch vor der Linie.

Stevens findet es "schade"

Drei Tage nach dem Einzug ins Champions-League-Achtelfinale tat sich die Stevens-Elf lange schwer, das Spiel in den Griff zu bekommen. Jefferson Farfán verfehlte kurz nach dem Wechsel knapp das Ziel, leitete damit aber eine Drangperiode der Platzherren ein. Oft fehlte im Abschluss jedoch die letzte Konzentration oder das Quäntchen Glück. "Schade, dass die Mannschaft sich nicht mehr belohnt hat", sagte Stevens.

Punkt durch Einsatz verdient

Auch wenn das Veh-Team im zweiten Durchgang nicht mehr gefährlich vor das gegnerische Tor kam, verdiente es sich nach zuletzt drei Auswärtsniederlagen den Punkt durch unermüdlichen Einsatz redlich. "Am Ende wollten wir auch kein Tor mehr kassieren. Und es lag auch an Schalke, dass wir keine großen Chancen mehr hatten", sagte Veh.

Armin Veh spricht auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Schalke Play-Icon

Pressekonferenz mit Armin Veh und Huub Stevens | 04:28 min | 24.11.2012 | Sportschau | Das Erste

Stand: 24.11.2012, 19:08