Freiburg verpasst Hertha den nächsten Dämpfer

Enttäuschte Berliner um Anthony Brooks (m.) nach Spielschluss im Freiburg - plus Vereinslogos Freiburg und Berlin

SC Freiburg - Hertha BSC 2:1

Freiburg verpasst Hertha den nächsten Dämpfer

Neues Jahr, zweite Pleite: Zum ersten Mal seit fast 16 Jahren hat Hertha BSC beim SC Freiburg wieder verloren. Berlins Trainer Pal Dardai will von Absturz aber nichts wissen.

Nach der 1:3-Pleite zum Jahresauftakt in Leverkusen hat Hertha BSC auch bei seinem vermeintlichen Lieblingsgegner SC Freiburg erstmals seit dem 6. Mai 2001 verloren. Julian Schieber (88.) gelang nur noch der Anschlusstreffer, nachdem Janik Haberer (39.) und Top-Joker Nils Petersen (87.) mit seinem sechsten Treffer nach Einwechslung die Breisgauer auf Siegkurs gebracht hatte.

Dardai wiegelt ab: "Das kann passieren"

Während die Freiburger den sechsten Heimsieg der Saison feiern, erinnert Herthas Entwicklung 2017 an die Rückrunden-Abstürze der vergangenen Jahre. Trainer Pal Dardai wiegelte ab: "Ach, erneuter Absturz - damit beschäftige ich mich nicht. Ich hatte mit drei Punkten aus den ersten beiden Auswärtsspielen geplant, jetzt gehen wir leer nach Hause - das kann passieren."

Strafräume wie Tabuzonen

Von Beginn an entwickelte sich ein zähes Spiel. Beide Mannschaften scheuten zunächst jedwedes Risiko und agierten nach der Maxime "Sicherheit zuerst". Das führte dazu, dass die Strafräume Tabuzonen für beide Klubs zu sein schienen. Für ein wenig Aufregung sorgte bis dato nur eine Szene: In der 34. Minute lag Maximilian Philipp nach Zweikampf mit Fabian Lustenberger im Berliner Strafraum. Ein Kontakt war da, doch Philipp hob theatralisch ab, Schiedsrichter Günter Perl ließ zum Unmut der Freiburger weiterspielen.

Erster Torschuss nach 37 Minuten

Bezeichnend für die schwache erste Hälfte war, dass es bis zur 37. Minute dauerte, ehe überhaupt der erste Torschuss abgegeben wurde. Der Schuss von Berlins Per Ciljan Skjelbred aus zehn Metern rauschte knapp am rechten Pfosten vorbei. Besser machten es die Freiburger zwei Minuten später bei ihrem ersten Torschuss: Christian Günters langen Pass leitete Vincenzo Grifo zu Haberer weiter, der sich den Ball vor dem Abschluss aus zwölf Metern noch zurechtlegen konnte.

Nach der Pause wurde die Hertha endlich mutiger. Doch nach wie vor fehlten im letzten Drittel Genauigkeit und Kreativität. Salomon Kalou, vom Afrika-Cup zurückgekehrt, wirkte wie ein Fremdkörper, Stürmer Vedad Ibisevic war beim überragenden SC-Innenverteidiger Saglar Söyüncü abgemeldet. Die beste Berliner Chance vereitelte SC-Schlussmann Alexander Schwolow, als er einen Distanzschuss von Vladimir Darida (61.) gerade noch zur Ecke um den Pfosten lenkte.

Joker Petersen zündet erneut

Berlin drückte zwar weiter, das nächste Tor erzielte aber auch der SC. Wieder einmal war es der eingewechselte Nils Petersen, der einen Konter erfolgreich abschloss (87.). Als alle dachten, das sei die Entscheidung, traf auf der Gegenseite postwendend der ebenfalls eingewechselte Julian Schieber (88.). Doch mehr als dieser Treffer war für die Berliner an der Dreisam nicht drin.

Für den SC Freiburg geht es am kommenden Samstag (04.02.2017) mit einem Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach weiter. Hertha BSC empfängt dann den FC Ingolstadt.

Fußball · Bundesliga · 18. Spieltag 2016/2017

Sonntag, 29.01.2017 | 15.30 Uhr

Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Schwolow – Kübler (83. Ignjovski), Torrejon Moya, Söyüncü, Günter – Frantz, Höfler, Philipp, Grifo – Haberer (80. Bulut) – Niederlechner (74. Petersen)

2
Wappen Hertha BSC

Hertha BSC

Jarstein – Pekarik, N. Stark, Brooks, Plattenhardt – Lustenberger, Skjelbred (83. Schieber) – Stocker (66. Esswein), Darida, Kalou (66. Haraguchi) – Ibisevic

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Haberer (39.)
  • 2:0 Petersen (87.)
  • 2:1 Schieber (88.)

Strafen:

  • gelbe Karte N. Stark (5 )
  • gelbe Karte Kalou (1 )

Zuschauer:

  • 23800

Schiedsrichter:

  • Günter Perl (Pullach im Isartal)

Stand: Sonntag, 29.01.2017, 17:24 Uhr

Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Wappen Hertha BSC

Hertha BSC

Tore 2 1
Schüsse aufs Tor 4 2
Ecken 6 4
Abseits 2 3
gewonnene Zweikämpfe 106 103
verlorene Zweikämpfe 103 106
gewonnene Zweikämpfe 50,72 % 49,28 %
Fouls 11 18
Ballkontakte 547 759
Ballbesitz 41,88 % 58,12 %
Laufdistanz 115,82 km 111,36 km
Sprints 169 174
Fehlpässe 103 118
Passquote 69,79 % 79,9 %
Flanken 8 9
Alter im Durchschnitt 25,3 Jahre 27,9 Jahre

red | Stand: 29.01.2017, 18:04

Bundesliga | Tabelle

RangTeamSP
1.Bor. Dortmund819
2.Bayern München817
3.RB Leipzig816
4.FC Schalke 04916
5.1899 Hoffenheim815
 ...  
16.SC Freiburg87
17.Werder Bremen84
18.1. FC Köln81
Darstellung: