Wenn der "Fußballgott" leidet

Frankfurts Alex Meier

Pechvogel der Fußball-Bundesliga

Wenn der "Fußballgott" leidet

Von Frank Hellmann

Die Frankfurter Ikone Alexander Meier kämpft um seine Karriere - nach dem Seuchenjahr 2017 wünscht sich der bald 35-Jährige fürs neue Jahr nur noch Gesundheit. Er wäre schon froh, wenn er mal wieder schmerzfrei joggen könnte.

Weihnachten wie Neujahr verbringt Alexander Meier bei der Familie. In seinem Heimatort Buchholz in der Nordheide vor den Toren Hamburgs.  Das Zusammensein hat Tradition: An den Feiertagen kommen Onkel, Tanten und Cousins zu Besuch. Das sei jedes Jahr immer wieder schön, sagt der 34-Jährige, der Ruhe und Besinnlichkeit in den Festtagen schätzt. Und vermutlich ist die Entspannung in der heimischen Wohlfühloase für den Fußballprofi von Eintracht Frankfurt noch nie so wichtig gewesen wie vor dem Jahreswechsel 2017/2018.

Meier, 364 Erst- und Zweitligaspiele, 125 Tore, kämpft immer noch darum, seinen Beruf fortsetzen zu können. Keine einzige Minute hat Meier in dieser Saison mitspielen können. 2017 ist sein Seuchenjahr. Oder wie er selbst sagt: "Das ist die härteste Zeit meiner Karriere." Der "Fußballgott" der Eintracht-Fans hat eine unvergleichliche Leidenszeit hinter sich.

Drei Operationen am Fuß

Mit mehreren Fußoperationen. Zwei davon an der Ferse, an der im September ein Nerv freigelegt und im November ein Stück Knochen entfernt wurde. Die erste Operation kam zustande, weil der 1,96-Meter-Mann beim Laufen im Sommerurlaub in Miami in Florida umgeknickt war. Später kam noch eine Borreliose-Erkrankung nach einem Zeckenbiss hinzu. Und immer wieder Rückschläge, Schmerzen und Komplikationen.

Schon in der Rückrunde der vergangenen Saison war aus dem Stammspieler Meier verletzungsbedingt ein Teilzeitarbeiter geworden. Nach einer wochenlangen Zwangspause kämpfte er sich gerade noch rechtzeitig für das DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund (1:2) zurück - und wurde in der 72. Minute mit einer Einwechslung belohnt. Das war am 27. Mai dieses Jahres - und sein bis heute letztes Pflichtspiel. Meier hat die Bilder nicht vergessen, die ihm damals Freunde vom Berlin-Trip zugeschickt hatten: Fans hatten den Alexanderplatz in Alex-Meier-Platz umgetauft und Schilder überklebt.

Stand: 27.12.2017, 08:35

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