Nürnberg ringt Gladbach nieder
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1. FC Nürnberg - Borussia Mönchengladbach 2:1 (2:0)
Nürnberg ringt Gladbach nieder
Mit großem Kampf und einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters im Rücken hat der 1. FC Nürnberg einen Heimsieg gegen Borussia Möcnhengladbach erreicht.
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Der Club verschaffte sich mit dem 2:1 (2:0) gegen Borussia Mönchengladbach im Abstiegskampf der Bundesliga Luft versetzte zugleich den europäischen Ambitionen der Gladbacher einen Dämpfer. Der Nürnberger Sieg wurde allerdings von einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters Florian Meyer begünstigt. Dem Führungstreffer von Timmy Simons (4./Foulelfmeter) ging eine Schwalbe von Mike Frantz voraus, die Meyer als Foul wertete. In der 30. Minute legte der Tscheche Tomas Pekhart mit seinem dritten Saisontor nach und nahm damit auch Druck von Trainer Michael Wiesinger, der seinen ersten Dreier als Club-Trainer feiern durfte. Das 2:1 von Patrick Herrmann (58.), der eine Lücke in der Nürnberger Abwehr ausnutzte, war letztlich zu wenig.
Gladbachs Trainer Lucien Favre rückte in seinem Fazit natürlich die Fehlentscheidung Meyers ins Zentrum. "Ja, Mann, das war eine Schwalbe, ganz klar. Das hatten wir vor ein paar Wochen schon mal. Man muss total sicher sein, wenn man so früh einen Elfmeter gibt", sagte Favre. "Das ist unglaublich." Nürnbergs Kapitän und Torwart Raphael Schäfer sah die Szene erwartungsgemäß mit weniger Empörung: "Wir haben schon schlimmere Elfer bekommen." Favre gab der Fehlentscheidung des Schiedsrichters aber nicht die alleinige Schuld. "Der Elfmeter ist keine Entschuldigung für die Niederlage. Wir haben von solchen Situationen auch schon profitiert. Nach dem 1:2 waren wir zu überhastet."
Falscher Elfmeterpfiff bringt Nürnberg auf den Weg
Die Franken waren vor 37.793 Zuschauern insgesamt das effizientere Team, denn neben den beiden Toren waren die Chancen für Nürnberg knapp. Zudem ließen die spielerischen Glanzpunkte nach der Pause merklich nach. Doch mit hohem läuferischen Aufwand und Einsatz verdiente sich der Tabellen-15. den Erfolg. Der Spielbeginn war denkbar unglücklich für die Gäste. Im Zweikampf mit Frantz hatte der Gladbacher Thorben Marx das Bein zurückgezogen und damit versucht, jeden Kontakt zu vermeiden. Frantz ließ sich jedoch ziemlich theatralisch fallen und erzwang den Elfmeter zur Führung (4. Minute). Er sei Marx "etwas komisch auf die Füße gefallen", räumte Frantz ein, "das muss man nicht pfeifen". Sein Trainer Wiesinger sah das ebenso, hielt aber dagegen: "Wir haben solche Situationen auch schon gegen uns gehabt, wir müssen uns nicht dafür entschuldigen."
Fortan entwickelte sich eine recht offene Partie. Gladbach suchte über schnelle Pässe den Weg in die Spitze, war aber bis auf eine Großchance von Patrick Herrmann (8.) zumeist zu ungenau und fehlerhaft. Herrmann war dem Ausgleich allerdings nah, der zurückgeeilte Japaner Hiroshi Kiyotake rettete in höchster Not auf der Linie. Nürnberg, ohne den an der Leiste verletzten Timo Gebhart, war zunächst vor allem über den emsigen Markus Feulner aktiv. Immer wieder wirkte die Deckung der Borussen ungeordnet, wenn der Club ein hohes Tempo anschlug. Nach gut 25 Minuten ließen allerdings beide Mannschaften etwas nach, aber die Wiesinger-Elf nutzte in der 30. Minute einen Fehlpass von Marx: Über Kiyotake gelangte der Ball blitzschnell zu Pekhart, der überlegt ins rechte Eck traf.
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1. FC Nürnberg - Borussia Mönchengladbach 2:1
Bilder vom Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Nürnberg und Borussia Mönchengladbach.
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Gladbach stemmt sich vergeblich gegen die Niederlage
Gladbach, das auf den Ex-Nürnberger Havard Nordtveit (Knieprellung) und Granit Xhaka (Grippe) verzichten musste, stemmte sich durchaus gegen die Niederlage und hatte im manchen Phasen klar Feldvorteile. Auch, weil sich die Defensive des Clubs ebenfalls einige Nachlässigkeiten erlaubte und nicht zuletzt den quirligen Herrmann kaum unter Kontrolle brachte. Doch der gut aufgelegte Raphael Schäfer brachte meistens noch eine Hand an den Ball. Nur gegen den platzierten Schuss von Herrmann (58.) war der Club-Kapitän machtlos.
sid | Stand: 03.02.2013, 17:20