Nürnberg setzt sich ab

1. FC Nürnberg - 1899 Hoffenheim

1. FC Nürnberg - 1899 Hoffenheim 4:2

Nürnberg setzt sich ab

Der 1. FC Nürnberg kann sich mit einem Sieg gegen 1899 Hoffenheim vom Relegationsplatz etwas absetzen. Dagegen kommen auf die Kraichgauer schwere Zeiten zu.

Markus Babbel gerät immer stärker unter Druck. Das Team des stark in die Kritik geratenen Trainers von 1899 Hoffenheim verlor auch das Bundesliga-Kellerduell beim 1. FC Nürnberg mit 2:4 (1:2) und rutscht immer tiefer in die Krise. Während die durchaus bemühten, meist aber harmlosen Kraichgauer, die nur eines der vergangenen neun Spiele gewannen, auf dem Relegationsplatz bleiben, konnte sich der "Club" durch den zweiten Heimsieg der Saison etwas absetzen und hat nun schon vier Zähler Vorsprung vor Hoffenheim.

Der starke Kiyotake trifft zur frühen Führung

Hiroshi Kiyotake brachte Nürnberg in der sechsten Minute in Führung. Der Ausgleich gelang Sven Schipplock (33.), ehe der Ex-Hoffenheimer Per Nilsson per Kopf nach einem Lattenschuss von Timo Gebhart zum 2:1 für den Club traf (43.). Sebastian Polter sorgte nach einem Patzer von Marvin Compper in der 69. Minute für die Vorentscheidung. Nach einem Handspiel von Nilsson verkürzte Sead Salihovic (81.) mit einem verwandelten Elfmeter noch einmal für die Gäste, doch Kiyotake setzte nach einem sehenswerten Solo den Schlusspunkt (86.).

Babbel bleibt zumindest bis zum Wochenende

"Markus wird auch am Sonntag (01.12.12) gegen Bremen auf der Bank sitzen", kündigte Hoffenheims Manager Andreas Müller trotz des erneuten Nackenschlags an. Müller war nach der neuen Pleite ratlos: "Ich weiß nicht, was in den Köpfen der Spieler ist. Das sind Fehler, die dürfen einfach nicht passieren. Ich kann das nicht erklären." Dagegen freute sich Nürnbergs Profi Timo Gebhart: "Das war ein wichtiger Sieg. Wir müssen darauf jetzt aufbauen."

Die erste Szene gehörte vor 30.397 Zuschauern jedoch den Gästen: Nach einem schnellen Konter verzog Kevin Volland (5.). Doch schon im Gegenzug waren alle guten Vorsätze der Gäste dahin. Wieder einmal bewies die 1899-Defensive ihre Anfälligkeit bei Standards: Ein Freistoß von Kiyotake segelte quer durch den Strafraum und schlug zum Entsetzen von Gäste-Keeper Koen Casteels, der erneut den verletzten Tim Wiese vertrat, zur Führung der Hausherren ein.

Hoffenheim kommt zurück und gerät erneut in Rückstand

1. FC Nürnberg - 1899 Hoffenheim

Schwere Tage für Markus Babbel

Die TSG 1899 ließ sich durch den frühen Rückstand nicht entmutigen und hatte im Gegenzug durch Marvin Compper gleich die Möglichkeit zum Ausgleich. Auch in der Folge hatte Hoffenheim mehr Ballbesitz. Der FCN verlegte sich dagegen früh aufs Kontern - und hätte so fast das 2:0 erzielt. Kiyotake umspielte bei einem sehenswerten Solo einige Hoffenheimer inklusive Casteels, seinen Schuss aus spitzem Winkel kratzte Fabian Johnson aber in höchster Not von der Linie. Glück hatten die Gäste zudem in der 32. Minute, als Gebhart nach Pass von Timothy Chandler aus zehn Metern frei zum Schuss kam, Casteels aber glänzend reagierte.

Ein Nürnberger Tiefschlaf bescherte den Ausgleich. Völlig ungehindert konnte Volland flanken, der neu in Babbels Startelf beorderte Schipplock war zur Stelle und köpfte allein gelassen von der "Club"-Abwehr ein. Doch die Hausherren waren nur kurz geschockt: Erst vergab Mike Frantz (39.), dann traf der frühere Hoffenheimer Per Nilsson nach einem Freistoß-Lattenknaller von Gebhart. Nach dem Wechsel stemmten sich die Gäste gegen die drohende Niederlage. Die größere Gefahr ging aber weiter von Nürnberg aus. Der quirlige Kiyotake hatte nach starkem Einsatz von "Club"-Stürmer Polter die Entscheidung auf dem Fuß, doch der Japaner vergab (63.). Wenig später machte es dann Polter allein. Nach einem Aussetzer von Compper schob der Angreifer ein. Zwar konnte Salihovic vom Elfmeterpunkt noch einmal verkürzen, Kiyotake machte aber alles klar.

Markus Babbel Play-Icon

Stimmen zum Spiel | 00:29 min | 28.11.2012 | Sportschau | Das Erste

dpa/sid | Stand: 28.11.2012, 22:55