Ein Remis, das Mainz und Freiburg nicht weh tut
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Thomas Tuchel und Christian Streich bleiben ruhig
Ein Remis, das Mainz und Freiburg nicht weh tut
Christian Streich grinste in eine Kamera nach der anderen, Thomas Tuchel genehmigte sich erst einmal einen Schluck Tee. Die beiden eher als aufbrausend bekannten Trainer waren nach dem 0:0 des FSV Mainz 05 gegen den SC Freiburg plötzlich die Ruhe selbst.
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"Natürlich bin ich zufrieden", sagte Streich und zuckte lässig mit den Schultern: "Wenn man kein Tor schießt, muss man halt schauen, dass man keins kriegt." Im Hinspiel hatte ein Unentschieden (1:1) der beiden Überraschungsteams noch hitzige Debatten im Kabinengang ausgelöst - zum frostigen Rückrundenauftakt schienen bis hin zum Platzwart alle im Mainzer Stadion mit der gütlichen Einigung zufrieden. Tuchel war am Ende froh, "dass wir hinten zu null gespielt und das sauber und fleißig zu Ende verteidigt haben". Seine Mainzer hätten sich "teilweise selbst in Bedrängnis gebracht und die Sicherheit genommen".
So waren beide Trainer darauf bedacht, den Gegner zu loben und zu erklären, dass mehr nicht zu erwarten gewesen wäre. "Es ist gut, wenn man vor schwierige Aufgaben gestellt wird", sagte der 47-jährige Streich und ergänzte vielsagend: "Gegen Mainz braucht man schon eine spezifische Intelligenz." Tuchel gab zurück, dass Freiburg "strategisch auf hohem Niveau" spiele und "sehr speziell in der Verteidigungsarbeit".
Taktisch geprägte Partie
Die Leidtragenden des in der Tat taktisch anspruchsvollen Spiels waren die 27.519 frierenden Zuschauer der Minuskulisse in Mainz. "Klar war das Spiel von Taktik geprägt und für die Zuschauer nicht so interessant", sagte Johannes Flum, der im defensiven Mittelfeld der Breisgauer zusammen mit Julian Schuster die Räume zu eng für das Mainzer Kurzpass-Spiel machte. "Es kann gar nicht sein, dass es bei so einem Spiel einen offenen Schlagabtausch gibt", sagte Streich zur ersten Halbzeit.
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1. FSV Mainz 05 - SC Freiburg 0:0
Der FSV Mainz 05 ist bei frostigen Temperaturen beim Rückrundenauftakt der Fußball-Bundesliga noch nicht so recht auf Betriebstemperatur gekommen.
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Karim Guédé für Freiburg (4.) und Nicolai Müller (7.) für Mainz hatten zumindest in den ersten zehn Minuten mit ihren Torgelegenheiten Hoffnung auf mehr geweckt. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff durch Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) reagierte zudem der starke SC-Torwart Oliver Baumann bei einem Kopfball von FSV-Kapitän Nikolce Noveski glänzend - ebenso wie in der zweiten Hälfte gegen Müller (67.).
Im DFB-Pokal gibt es bald ein Wiedersehen
"Da hatten wir noch mal gefährliche Situationen", sagte der 39-jährige Tuchel: "In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel offener." Auch Streich hätte sich "natürlich noch den Lucky Punch" gewünscht. Die Schlussphase brachte aber nur noch einen Tiefpunkt: Der erst 21 Minuten zuvor eingewechselte Shawn Parker sah in der 89. Minute die Gelb-Rote Karte für ein Foul an Baumann. Zuvor war der 19-Jährige für eine vermeintliche Schwalbe verwarnt worden. Beides sei "eine klare Fehlentscheidung" gewesen, sagte Tuchel: "Das ist natürlich extrem bitter für Shawn, der gar nicht weiß, wie ihm geschieht."
Bereits am 26. Februar treffen sich beide Mannschaften im Viertelfinale des DFB-Pokals an gleicher Stelle wieder. "Da erwarte ich ein sehr ähnliches Spiel", sagte Mainz-Spielmacher Andreas Ivanschitz. Nur mit mindestens einem Tor mehr.
sid | Stand: 19.01.2013, 19:22