Hohe Strafen gegen Bundesliga-Vereine

Fans von Eintracht Frankfurt verbrennen Darmstädter Transparente

Hohe Strafen gegen Bundesliga-Vereine

Eintracht Frankfurt muss für das Fehlverhalten seiner Fans wieder einmal bezahlen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ahndete die Vorkommnisse während des Pokalspiels bei Erzgebirge Aue und der Ligapartie gegen Darmstadt 98 mit zwei Spielen ohne einen Teil der Zuschauer sowie einer weiteren Partie auf Bewährung.

Zudem wird ein Strafe in Höhe von 75.000 Euro fällig, von der die Hessen 25.000 Euro für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden können. Eine weitere Auflage ist das Verbot für die Frankfurter Anhänger, bis Ende der Saison bei Heim- und Auswärtsspielen Choreographien durchzuführen und Blockfahnen zu verwenden.

Eintracht ohne Fans

Von den Zuschauerausschlüssen betroffen sind die beiden Bundesligaspiele gegen den VfB Stuttgart am 6. Februar 2016 und bei Darmstadt 98 am 32. Spieltag (29./30. April 2016). Im Heimspiel gegen Stuttgart muss ein Stehplatzbereich geschlossen bleiben, das Auswärtsspiel in Darmstadt muss unter Ausschluss der Frankfurter Anhänger ausgetragen werden.

Vor und während des Pokalspiels in Aue waren im Frankfurter Zuschauerblock pyrotechnische Gegenstände angezündet worden. Gegen Ende des Spiels gegen Darmstadt brannten im Eintracht-Block zahlreiche Fanfahnen der Lilien und Bengalische Feuer, außerdem wurde ein Knallkörper auf Spielfeld geworfen. Daraufhin erfolgte eine etwa zweieinhalbminütige Spielunterbrechung. Nach Schlusspfiff waren mehrere vermummte Personen in den Innenraum gelangt.

55.000 Euro für den HSV, 35.000 Euro für Werder

Auch für den Hamburger SV wird es teuer. Der HSV muss wegen des unsportlichen Verhaltens seiner Fans 55.000 Euro zahlen. Anhänger der Hanseaten hatten während der zweiten Halbzeit des Bundesligaspiels gegen Bayer Leverkusen am 17. Oktober 2015 Becher in Richtung der sich aufwärmenden Leverkusener Ersatzspieler geworfen. Darunter befand sich auch der ehemalige Hamburger Hakan Calhanoglu. Der Schiedsrichter musste den Tausch der Aufwärmbereiche veranlassen. Zudem brannten Hamburger Fans vor und während der Partie bei Darmstadt 98 am 7. November Pyrotechnik ab.

Werder Bremen muss derweil eine Überweisung in Höhe von 35 000 Euro fertig machen, weil seine Fans im Spiel gegen den FC Ingolstadt das Schiedsrichtergespann mit Bierbechern beworfen hatten. Ein Dortmunder Spieler bekam zudem in der Begegnung am 31. Oktober einen Bierhalter aus der Bremer Zuschauerblock ab. Ins Strafmaß flossen auch drei Vergehen aus den Spielen bei Darmstadt 98 (22. September), Hannover 96 (3. Oktober) und beim VfB Stuttgart (6. Dezember) ein: Dabei brannten die Fans jeweils Pyrotechnik ab.

Ebenfalls im fünfstelligen Strafenbereich bewegen sich der VfL Wolfsburg (12.000 Euro), Mainz 05 (10.000 Euro), Schalke 04 (10.000 Euro) und Bayer Leverkusen (10.000 Euro). Und auch die Fans von 1899 Hoffenheim (8.000 Euro), des VfB Stuttgart (6.000 Euro), Bayern München (5.000 Euro) haben die Regeln verletzt, wofür ihr Verein nun bezahlen muss.

Stand: 21.01.2016, 15:59

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