Stevens tritt in Hoffenheim zurück

Stevens

Aus gesundheitlichen Gründen

Stevens tritt in Hoffenheim zurück

Huub Stevens ist als Trainer des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim zurückgetreten - aus gesundheitlichen Gründen. Wer den Posten übernimmt, ist noch offen.

"Ich leide unter Herzrhythmusstörungen und muss in naher Zukunft vielleicht auch operiert werden", erklärte der Niederländer am Mittwoch (10.02.2016) auf einer Pressekonferenz: "Der Klub braucht einen Trainer, der 100 Prozent geben kann." Dazu sei er derzeit aber nicht in der Lage. Der TSG werde er aber in Zukunft weiter gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ob Stevens überhaupt noch einmal auf die Trainerbank zurückkehrt, erscheint zurzeit kaum vorstellbar. "Ich denke schon, dass meine Karriere damit beendet ist. Der Knurrer ist nicht mehr, schade", antwortete er auf eine Frage zu seiner Zukunft als Fußballlehrer.

Hoffenheim überrascht

"Das ist natürlich absolut nachvollziehbar. Ich bedanke mich für die Offenheit des Trainers und seine bisherige Arbeit hier im Verein", sagt Hoffenheims Sportchef Alexander Rosen. Der Klub sei von der Entwicklung völlig überrascht worden. Die akut abstiegsgefährdeten Kraichgauer belegen in der Tabelle nach 20 Spieltagen mit nur 14 Punkten den enttäuschenden 17. Rang. Im Punktspiel in Bremen könnte bereits eine Vorentscheidung im Abstiegskampf fallen.

Assistenten übernehmen - kommt Nagelsmann früher?

Nun sollen zunächst Stevens' Assistenten Alfred Schreuder und Armin Reutershahn die Mannschaft betreuen. Ab der kommenden Saison, so war es bereits bei der Verpflichtung des Niederländers geplant, sollte Julian Nagelsmann als Chefcoach übernehmen. Der künftige Coach hat einen Vertrag bis 2019 unterschrieben und würde im Fall des Klassenerhalts in der kommenden Spielzeit mit 28 Jahren der jüngste Trainer der Bundesliga sein.

Eine wahrscheinliche Option ist nun aber, dass der designierte Stevens-Nachfolger Julian Nagelsmann das Team schon vor dem Spiel am kommenden Samstag bei Werder Bremen übernehmen wird. Das deutete Sportchef Alexander Rosen an. Bis Mitte März muss Nagelsmann allerdings seinen Fußballlehrer-Lehrgang absolvieren. Da "nur" noch Prüfungen anstehen, wäre es zeitlich wohl machbar, deutet Rosen an: "Wir werden in den kommenden Tagen eine Entscheidung treffen." Die Verpflichtung eines neuen Trainers von außen schloss Rosen aus.

Stevens hatte Ende Oktober die Nachfolge des entlassenen Markus Gisdol angetreten. In zehn Partien unter der Regie des Niederländers, der ohnehin nur bis zum Ende der Saison als "Feuerwehrmann" arbeiten wollte, verbuchten die Hoffenheimer nur einen Sieg und nur acht Zähler. Hoffenheim hat bereits fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, der Abstand zum rettenden Ufer beträgt sieben Zähler.

Tiefpunkt gegen Darmstadt

Den jüngsten Tiefpunkt hatte die TSG erst am Sonntag (07.02.16) erlebt, als das Heimspiel gegen den Aufsteiger und direkten Konkurrenten Darmstadt 98 mit 0:2 verloren wurde. Ein Wechsel auf der Trainerbank hatte sich danach zunächst nicht angedeutet. "Es ist keine Alternative, den Laden zuzumachen. Und ein Trainerwechsel ist auch keine Alternative", hatte Sportchef Alexander Rosen nach dem sportlichen Offenbarungseid gesagt.

red/dpa/sid

Bundesliga | Tabelle

Rang Team S P
1. RB Leipzig 13 33
2. Bayern München 13 30
3. Hertha BSC 13 27
4. 1899 Hoffenheim 13 25
5. Eintr. Frankfurt 13 25
  ...    
16. SV Darmstadt 98 13 8
17. Hamburger SV 13 7
18. FC Ingolstadt 04 13 6

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