Tristes und torloses Remis in Hannover

Hannover 96 - VfB Stuttgart 0:0

Tristes und torloses Remis in Hannover

Mit einem schwachen Spiel gegen den VfB Stuttgart hat Hannover 96 eine große Chance verpasst, der dritten Europapokal-Teilnahme nacheinander ein gutes Stück näher zu kommen.

In einer bestenfalls mäßigen Partie zum Abschluss des 28. Spieltages der Fußball-Bundesliga, die 0:0 gegen den VfB Stuttgart endete, dominierten auf beiden Seiten die Defensive gegen harm- und mutlose Angriffsreihen. Bezeichnend für die ereignisarme Partie: Schiedsrichter Christian Dingert musste nicht einmal Gelb zeigen.

"Das war kein gutes Spiel. Wir erreichen unsere Ziele nur alle zusammen. Das scheint momentan nicht der Fall zu sein", sagte 96-Profi Sergio da Silva Pinto. Sein Trainer, Mirko Slomka, stellte fest: "Wir hatten viele technische Fehler und waren nicht zwingend. So ein Heimspiel vor fast ausverkauftem Haus müssen wir schon anders gestalten."

Stuttgart kann mit dem Punkt besser leben

Sein Kollege, Bruno Labbadia vom VfB Stuttgart, wusste nicht so recht, wie er die Partie einordnen sollte. "Das war ein eigenartiges Spiel. Man hatte nicht das Gefühl, dass eine Mannschaft gewinnen würde. Für uns wären drei Punkte möglich gewesen. Wir hatten die Offensive von Hannover gut im Griff, aber vorne hätten wir klarer spielen müssen", sagte er.

Vor 46.000 Zuschauern konnten die Stuttgarter mit dem Punkt besser leben als die Gastgeber. Hannover (38 Punkte) hat nun vier Zähler Rückstand auf den Europapokal-Rang sechs und ist Neunter , der VfB (33) vergrößerte als Tabellen-13. seinen Abstand zum Relegationsplatz auf neun Punkte.

Von Leidenschaft nichts zu sehen

Auf dem Spielfeld war von Leidenschaft nicht viel zu sehen. Dabei hatte Hannovers Trainer Slomka im Vergleich zum erfolgreichen, aber schwachen Auftritt beim FC Augsburg sein Team auf fünf Positionen umgestellt. So kam auch Kapitän Steven Cherundolo nach einer Verletzung erstmals in der Rückrunde zum Einsatz. Das gab immerhin seiner Abwehr Sicherheit. Impulse nach vorn setzte er aber auch nicht.

So hatte der VfB Stuttgart kaum Mühe, die Partie gegen die einfallslosen Gastgeber zu kontrollieren. Doch auch selbst fielen die Schwaben nicht sonderlich mit Drang nach vorn auf. Die Folge: Torraumszenen oder gar -chancen waren Mangelware.

Schwaches Spiel auch nach der Pause

Auch nach der Pause veränderte sich das Bild nicht. Beide Mannschaften warteten auf Konter-Möglichkeiten aus der sicheren Defensive. Spielerisch lief indes gar nichts. Shinji Okazaki hatte für den VfB die erste Torchance im Spiel, doch sein Schuss aus 16 Metern war zu schwach. Sieben Minuten später traf Hannovers Sergio da Silva Pinto nur das Außennetz. In der Schlussphase bemühte sich Hannover etwas mehr um einen Torerfolg - doch es blieb beim Bemühen.

dpa/sid | Stand: 07.04.2013, 19:23