Slomkas Elf schießt den HSV ab
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Hannover 96 - Hamburger SV 5:1
Slomkas Elf schießt den HSV ab
Nur knapp 41 Stunden nach dem Aus in der Europa League feiert Hannover 96 gegen einen starken Hamburger SV ein Tore-Festival.
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Trotz der Doppelbelastung durch die Europa League hat Hannover 96 das 50. Bundesliga-Nordderby gegen den Hamburger SV überraschend deutlich mit 5:1 (3:1) für sich entschieden. Nach dem Scheitern auf der internationalen Bühne gegen Anschi Machatschkala aus Russland begeisterten die Gastgeber das Publikum mit einer Energieleistung. Durch den fünften Heimsieg hintereinander wahrten die Niedersachsen auch ihre Chancen auf eine erneute Europacup-Qualifikation. Das Team von Coach Mirko Slomka rückte zudem in der Tabelle bis auf einen Punkt an den HSV heran.
Fink: "Ich erwarte eine Reaktion meiner Mannschaft"
Hannovers Trainer schwärmte nach der Partie: "Das war eine tolle Leistung meiner Mannschaft. Jetzt werden wir alles daran setzen, in der Tabelle weiter nach oben zu kommen. Von der Tendenz her sind wir dazu auf jeden Fall auf dem richtigen Weg." Ziel ist die neuerliche Qualifikation für den Europapokal. Sein Hamburger Kollege Thorsten Fink haderte: "Wir hätten viel besser in die Zweikämpfe kommen müssen, eine Niederlage in einer solchen Höhe ist für mich nicht akzeptabel. Jetzt erwarte ich am kommenden Wochenende eine Reaktion meiner Mannschaft. Mit Hauruck-Fußball geht es nicht, wenn man auf eine starke Mannschaft wie Hannover 96 trifft." HSV-Rechtsverteidiger Dennis Diekmeier sagte enttäuscht: "Wir waren einfach nicht da. So zu verlieren ist natürlich bitter."
Erste Chance, erster Treffer
Die Platzherren nutzten gleich ihre erste Torchance zur Führung. Per Kopfball erzielte Mame Diouf nach Freistoß von Szabolcs Huszti in der sechsten Minute das 1:0. Sieben Minuten später kamen die Gäste zum Ausgleich, Rafael van der Vaart verwandelte einen Foulelfmeter sicher. Vorausgegangen war eine Attacke von Johan Djourou an Dennis Aogo, die Schiedsrichter Knut Kircher aus Rottenburg als nicht regelkonform bewertete.
Huszti verletzt sich beim Elfmeter
In der 39. Minute zeigte Kircher im Hamburger Strafraum auf den Punkt, nachdem HSV-Schlussmann René Adler da Silva Pinto von den Beinen geholt hatte. Huszti nutzte den Strafstoß zum 2:1, erlitt bei seinem scharfen Schuss unter die Latte allerdings eine Oberschenkelverletzung (Verdacht auf Muskelfaserriss) und musste ausgewechselt werden. Kurz vor der Pause erhöhte Didier Ya Konan nach einem haarsträubenden Fehler in der HSV-Abwehr sogar auf 3:1. Der Ivorer sorgte in der 68. Minute durch sein 4:1 schon vor dem Schlusspunkt durch Mohammed Abdellaoue (85.) für die Entscheidung.
Adler hat nicht seinen besten Tag
Hüben wie drüben hätten schon in der ersten Halbzeit weitere Tore fallen können, beide Teams spielten leidenschaftlich offensiv und lieferten sich von Beginn an einen offenen Schlagabtausch. Schon nach drei Minuten traf der Lette Artjoms Rudnevs für die Hanseaten nur das Außennetz. Ya Konan scheiterte für die "Roten" in der 19. Minute am nicht immer sicheren Adler.
Nach dem Seitenwechsel formierten sich die Gäste offensiver, Maximilian Beister ersetzte Per Skjlebred. Doch mehr als ein gefährlicher Distanzschuss von Aogo (52.) sprang für den HSV nicht heraus. Fünf Minuten später verzog Heung Min Son. Hamburg wurde überlegener. In der 65. Minute rettete 96-Torhüter Ron-Robert Zieler gegen van der Vaart. Der HSV steckte bis zum Schluss nie auf, bewies eine tolle Moral und wurde am Ende unter Wert geschlagen.
Doppel-Torschütze Ya Konan und Innenverteidiger Christian Schulz waren die stärksten Hannoveraner. In der Mannschaft von HSV-Trainer Thorsten Fink, von rund 8.000 Fans in die niedersächsische Landeshauptstadt begleitet, verdienten sich van der Vaart und mit Abstrichen der Kroate Milan Badelj die Bestnoten.
sid/dpa/red | Stand: 23.02.2013, 17:27