Der Super-Deal des FC Bayern - Guardiola wird Trainer

Pep Guardiola

Jupp Heynckes beendet Karriere

Der Super-Deal des FC Bayern - Guardiola wird Trainer

Am Mittwoch um 16.49 Uhr war der Super-Deal mit Pep Guardiola plötzlich perfekt: Der langjährige Erfolgstrainer des FC Barcelona übernimmt ab Sommer als Nachfolger von Jupp Heynckes den deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München

Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm statt Lionel Messi und Andres Iniesta heißt es ab 1. Juli für den Spanier. Es ist der größte Trainer-Coup in der fast 50-Jährigen Bundesliga-Historie, den die Bayern drei Tage vor dem Rückrunden-Auftakt gegen die SpVgg Greuther Fürth stolz verkündeten. "Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, den Fußballfachmann Pep Guardiola, der von vielen namhaften Klubs umworben und kontaktiert wurde, für den FC Bayern zu gewinnen. Pep Guardiola ist einer der erfolgreichsten Trainer der Welt und wir sind sicher, dass er nicht nur dem FC Bayern, sondern auch dem deutschen Fußball viel Glanz verleihen kann", sagte ein glücklicher Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, nachdem die Münchner Führungsriege am Mittwochnachmittag (16.01.13) länger getagt hatte.

Von Barca zu den Bayern - Guardiolas Karriere in Bildern

Pep Guardiola wird ab Sommer 2013 Trainer beim FC Bayern München. Der Meister-Trainer aus Barcelona hat keine lange Liste ehemaliger Arbeitgeber.

Pep Guardiola

Der Erfolgscoach Pep Guardiola holte mit dem FC Barcelona in vier Jahren 14 Titel. Ab der Saison 2013/2014 wird er den FC Bayern München für drei Jahre trainieren. Den Spitzenklubs Manchester City und United sowie dem FC Chelsea ist es nicht gelungen, den heiß umworbenen Trainer für sich zu gewinnen.

Der Erfolgscoach Pep Guardiola holte mit dem FC Barcelona in vier Jahren 14 Titel. Ab der Saison 2013/2014 wird er den FC Bayern München für drei Jahre trainieren. Den Spitzenklubs Manchester City und United sowie dem FC Chelsea ist es nicht gelungen, den heiß umworbenen Trainer für sich zu gewinnen.

In der Geschichte des FC Barcelona ist Pep Guardiola der erfolgreichste Trainer. Dabei ist der Verein bis heute seine einzige Trainerstation.

Schon während seiner aktiven Karriere spielte Guardiola für den FC Barcelona. Als Spieler gewann er zwischen in den 90er Jahren sechs spanische Meisterschaften und einmal den europäischen Landesmeistertitel, den Vorgängerwettbewerb der Champions League.

Von dem damaligen Barça-Trainer Louis van Gaal wurde er 2001 schließlich aussortiert und wechselte zu Brescia Calcio und 2002 zum AS Rom.

2003 wechselte Guardiola zu Al-Ahli SC nach Katar. Seine Spielerkarriere beendete er 2006 beim mexikanischen Club Dorados de Sinaloa, um als Trainer zum FC Barcelona zurückzukehren.

Dort trainierte er zunächst die zweite Mannschaft, bevor er 2008 Nachfolger von Chefcoach Rijkaard wurde. Gleich im ersten Jahr stellte er sein Können unter Beweis und gewann die spanische Meisterschaft.

Auch im internationalen Geschäft war er stets erfolgreich: 2009 und 2011 holte er den Champions-League-Pokal nach Barcelona. Eine Qualität, die besonders auf Uli Hoeneß Eindruck gemacht haben dürfte.

Mehr als die halbe Mannschaft schafft unter seiner Regie den Sprung in die spanische Nationalmannschaft.

Das Erfolgsrezept des FC Barcelonas: Lionel Messi und Pep Guardiola. Hohe Spielintelligenz gepaart mit spielerischer Virtuosität.

Seine Leistungen als Trainer blieben auch von der FIFA nicht unprämiert:2009 und 2011 wurde er Welttrainer des Jahres.

Nach vier Jahren gab Guardiola am 27. April 2012 auf einer Pressekonferenz bekannt, dass er seinen Vertrag beim FC Barcelona nicht verlängern werde. Schon vorher hatte er betont: "Trainer von Barça kann man nicht auf Lebenszeit sein."

Ob Pep Guardiola seinen Erfolg auch bei den Bayern fortsetzen kann, bleibt abzuwarten.

Guardiola hat beim FC Bayern ab der Saison 2013/2014 bereits einen Dreijahresvertrag bis 2016 unterschrieben. Der 67 Jahre alte Heynckes wird dagegen im Sommer aller Voraussicht nach seine Karriere beenden. Schon vor Weihnachten hatte er den Bayern mitgeteilt, seinen Vertrag nicht verlängern zu wollen. Guardiola hatte bis Sommer 2012 den FC Barcelona trainiert und seitdem in New York eine Auszeit vom Fußball genommen. Vor zwei Wochen hatte er bereits seine Rückkehr angekündigt.

Das Nonplusultra

Mit "Barca" gewann der 41-Jährige, der auch von den englischen Spitzenklubs Manchester City und United sowie dem FC Chelsea heftig umworben wurde, 14 Titel, darunter zweimal die Champions League und den Weltpokal. Guardiola haben angeblich die Philosophie und die gefestigten Strukturen der Münchner imponiert. Dies dürfte letztlich wohl den Ausschlag gegen die äußerst finanzkräftigen Klubs aus England oder auch aus Frankreich (Paris St. Germain) gegeben haben. Der FC Chelsea hatte angeblich sogar 22 Millionen Euro Jahresgehalt geboten.

Guardiola wurde 2009 und 2011 zum Weltklubtrainer gekürt. Der 47-malige Nationalspieler begann seine Trainerkarriere 2007 bei der zweiten Mannschaft von "Barca". Ab 2008 bis 2012 war er dann für die Stars verantwortlich. Der offensiv ausgerichtete Fußball von Barca gilt seitdem weltweit als das Nonplusultra. Unter der Leitung von Guardiola entwickelten sich Spieler wie Messi, Xavi oder Iniesta zu Weltstars.

Hoeneß lobt Heynckes

Uli Hoeneß

Uli Hoeneß: "Sind Heynckes extrem dankbar"

Guardiola ist in der Bundesliga-Geschichte der neunte ausländische Coach der Münchner. Zuletzt waren die Niederländer Louis van Gaal und Andries Joncker bei den Bayern in verantwortlicher Position gewesen. Präsident Uli Hoeneß hofft nun nach zwei titellosen Jahren auf einen tollen Abschied für seinen Kumpel Heynckes. Der FC Bayern sei dem Coach "extrem dankbar. Wir würden uns sehr freuen, wenn die Mannschaft diesem großen Trainer den verdienten glanzvollen Abschied schenken würde. Als adäquater Nachfolger für Jupp Heynckes kam nur ein Trainer vom Kaliber eines Pep Guardiola in Frage", betonte Hoeneß.

Lob vom Rivalen aus Dortmund

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vom deutschen Meister Borussia Dortmund gratulierte dem FC Bayern München zur Verpflichtung Guardiolas. "Ich finde das großartig. Großes Kompliment an die Bayern, dass ihnen dieser Coup gelungen ist. Das muss man neidlos anerkennen. Das tut der gesamten Liga extrem gut, weil die ganze Welt beobachtet, dass es gelingt, so einen Trainer nach Deutschland zu holen. Der Erfolgsdruck auf die Bayern wird dadurch sicher nicht geringer werden", sagte Watzke der Tageszeitung Die Welt.

Josep "Pep" Guardiola im Stenogramm

Pep Guardiola

Pep Guardiola gewann die Champions League als Trainer und Spieler.

Name: Josep "Pep" Guardiola i Sala
Geboren am: 18. Januar 1971 in Santpedor/Spanien
Familienstand: Verheiratet mit Cristina (drei Kinder)
Stationen als Spieler (defensives Mittelfeld): Gimnastic de Manresa (bis 1984), FC Barcelona (1984-2001), Brescia Calcio (2001/02 und 2003), AS Rom (2002/03), Al-Ahli SC/Katar (2003-05), Dorados de Sinaloa/Mexiko (2006)
Stationen als Trainer: FC Barcelona B (2007/08), FC Barcelona (2008-2012), Bayern München (ab 1. Juli 2013)
Erfolge als Spieler: Olympiasieger 1992, Europapokal der Landesmeister 1992, Europapokal der Pokalsieger 1997, UEFA-Supercup 1992, 1997, Spanischer Meister 1991, 1992, 1993, 1994, 1998, 1999, Spanischer Pokalsieger 1997, 1998, Spanischer Supercup 1996
Erfolge als Trainer: Klub-Weltmeister 2009, 2011, Champions League 2009, 2011, UEFA-Supercup 2009, 2011, Spanischer Meister 2009, 2010, 2011, Spanischer Pokalsieger 2009, 2012, Spanischer Supercup 2009, 2010, 2011
Bilanz als Spieler: Spanische Nationalmannschaft 47 Spiele/5 Tore, Primera Division 263/6, Serie A 28/3, Katar Stars League 36/7, Primera Division Mexiko 10/1

Stand: 16.01.2013, 18:01

Kommentare zum Thema

301 Kommentare

Neuester Kommentar von "schnuffi", 20.01.2013, 17:26 Uhr:

ich finde mit pep wird bayern noch erfolgreicher werden

Kommentar von "mona", 20.01.2013, 15:14 Uhr:

Ob die Bayern Vorstandschaft einem Trainer,der sich erst mal mit dem Deutschen Fussball vertraut machen muß, genug Zeit lässt um mit der Mannschaft zu arbeiten ??? Hoffentlich:-)

Kommentar von "H.B.", 20.01.2013, 14:18 Uhr:

Medien Deutschland freut sich wahnsinnig auf Pep Guardiola als neuen Bayerntrainer und ist empört über Doper Armstrong! Sicherlich kann man weder dem einem die Trainerqualitäten absprechen noch den anderen in Schutz nehmen. Aber liebe "Öffentlich-Rechtliche-Sender", man könnte doch Guardiolas Dopingvergangenheit zumindest in einem Nebensatz erwähnen nachdem im Bericht vorher dieses Thema im Beispiel eines Radsportlers verteufelt wird! Jetzt wo wir alle doch die neue Rundfunkgebühr an euch zahlen müsst ihr doch eure Themenschwerpunkte nicht mehr ausschließlich nach Quote richten sondern könntet auch ab und zu mal ein bisschen objektiv berichten.

Kommentar von "Scheublein, 86 Jahre aus München", 20.01.2013, 13:55 Uhr:

München hat einen Standortvorteil, kann finanziell und kulturell viel bieten.Dazu kommt mit Hoeneß und Rummenige Management der Sitzen- Klasse. Guardiola lernt deutsch und ist mit der Situation vertraut. Es dürfte ihm gelingen, die sensiblen Spitzenstars für sich zu gewinnen. Ich gratuliere dem FC Bayern zu diesem Coup.

Kommentar von "schneemann2503", 20.01.2013, 11:28 Uhr:

Für die Bayern mag das ein Superdeal sein, aber es bleibt erstmal abzuwarten was Guardiola wirklich als Trainer kann. Denn ist man mal ehrlich, wenn ein Trainerneuling solch eine Mannschaft vorgesetzt bekommt, was kann denn da schon schief gehen, solange man die Spieler nur bei Laune hält. Wenn man nämlich schaut, daß der FC Barcelona im Moment wieder ganz obne auf in Spanien ist und das mit dem damaligen Co-Trainer von Guardiola als Chefcoach, da mach ich mir eher sorgen über einem Klinsmann-Effekt. Denn ohne den richtigen Co (Jogi Löw), hatte er bei den Bayern auch nichts hinbekommen. Dabei konnte er die Sprache und verstand die deutsche Mentalität! Vielleicht überrascht Guardiola wirklich mit einem wahnsinnis Fussballverständnis als Trainer, aber genau so gut kann es passieren, daß Guardiola wie Klinsmann der nette Mensch vor der Kamera ist, der die Spieler motiviert und anheizt, aber der eigentlich Strippenzieher der Co-Trainer ist! Ich bin mal gespannt auf die nächste Saison.

Kommentar von "mabatra", 19.01.2013, 20:02 Uhr:

Man erkennt den Charakter von Guardiola daran, dass er beim FC Bayern unterschrieben hat. Er hätte viel mehr verdienen können in England oder Spanien. Er sucht aber nicht das große Geld sondern eien Mannschaft die er formen kann.

Kommentar von "Bembelpower", 19.01.2013, 20:00 Uhr:

Echt super Sportschau!!!... alle Interviews nach München - Fürth drehen sich um den neuen Trainer.... keine Kommentare zum Spiel. Ist ja nicht so als würde man in letzter Zeit nichts von diesem Thema in den Medien mitbekommen. Oder schon ein Vorbricht kam. Überlast so etwas lieber mal den Privatsendern.

Kommentar von "xD", 19.01.2013, 18:30 Uhr:

ich finde wenn heyneckes noch sein letztes jahr im fußball beim fcb mit dem gewinn der meisterschaft oder des dfb pokals abschließt oder auch CL sind die weichen für pep guardiola gestellt um in der nächsten saison auch weiter titel zu ergattern

Kommentar von "Klaus05011", 19.01.2013, 16:13 Uhr:

Bayern hat schon viele Startrainer verschliessen, kaum anzunehmen, dass G. seine Erfolge in einem fremden Land und fremder Sprache und Kultur sofort wiederholen kann. Mal sehen, ob das Auswirkungen auf die Saison hat, H. ist ja demontiert worden, werden die Spieler zurückschalten? Sammer auf Tauchstation? Und auch nicht eingeweiht? Bundesliga wird spannend, sollten spanische Innovationen in De greifen, reichte es vielleicht auch für die Weltmeisterschaft. Dortmund ist aber ein eingespieltes Team, dass die Barca-Philosophie a la Klopp seit Jahren erfolgreich praktiziert. Drohen uns also spanische Zeiten mit zwei großen Vereinen?

Kommentar von "Bulle3", 19.01.2013, 14:15 Uhr:

Zitat hat recht.